Leserbriefe

Hans G. Hanagarth (Sasbachwalden )

Von Hans G. Hanagarth (Sasbachwalden )

Do, 06. September 2018

Weil am Rhein

FAMILIENRABATT
Weiter so Weil am Rhein, so soll es sein
Zu unserem Bericht "Familienrabatt jetzt nur noch gegen Nachweis" vom 30. August erreichte uns ein Leserbrief. In dem Beitrag ging es um das städtische Badeland Laguna, das seine Familienkarte seit 1. Juni nur noch an Elternpaare mit Kindern verkauft, die nachweislich verheiratet sind und ihre leiblichen Kinder dabei haben. Das hält nicht jeder für zeitgemäß.

Es gibt noch Hoffnung, die Apokalypse des westlichen Abendlands abzuwenden. Man fängt klein an im Weiler Vergnügungsbad Laguna zum Beispiel. Dort sollen nur noch in den heiligen Hafen der Ehe eingelaufene und deren leibliche Kinder gegen amtlichen Nachweis vergünstigten Einlass zum Familientarif gewährt bekommen ins Badeparadies. Missbrauch dieser Sozialleistung in der Vergangenheit sei die Ursache. Wie dem auch sei, die Ehe genießt besonderen Schutz wie die Familie.

Wer nun meint, uneheliche Kinder – früher Bastarde genannt, in der katholischen Kirche sind sie von der Priesterweihe ausgeschlossen, illegitimes ex delicto, – in die Welt setzen zu müssen, wirft ein düsteres Licht auf sich. Und dieser düstere Schein wabert auch von diesen unehelichen Kindern. Wie der Herr, so’s G’scherr. Man hält sich nicht an die von Gott vorgegebenen Regeln, an die weltlichen schon zweimal nicht. Aufmüpfig, ungehorsam, ungezogen, diese Mütter mit ihren erziehungsdefizitären Kindern ziehen die heiligsten Güter unserer Nation in den Schmutz. Dies sieht man an der Erziehung. Und um diesen Schmutz abzuwaschen, reicht das Wasser des ganzen Laguna nicht.

Bis vor ein paar Jahren hat die Bundeswehr noch das gröbste bereinigen können beim männlichen Teil dieser so erzogenen Kinder. Härtester und schärfster militärischer Drill unter Aufsicht eines unbarmherzigen Generals.

In der ehemaligen DDR war der Anteil der unehelichen Kinder signifikant höher als im Westen, was auch an den Erziehungsdefiziten der Ossis bis heute evident ist. Es dürfte allerdings nicht an der Unehelichkeit per se liegen, diese ist vielmehr ein Indikator für elterliche Aufmüpfigkeit, mangelnden Respekt vor dem Staat.
Unterm Strich zähl ich.

Weiter so Weil am Rhein, so soll es sein.
Man könnte ja noch höhere Eintrittspreise für Fräulein Mutter und ihre Bas... sorry, Ableger verlangen.

Hans G. Hanagarth, Sasbachwalden