Leserbriefe

Josef Minderjahn

Von Josef Minderjahn (Wehr)

Sa, 14. Juli 2018

Bad Säckingen

GESUNDHEITSVERSORGUNG
Schmunzeln, aber auch Wut im Bauch
Leserbrief zum Artikel "Anbau fürs Krankenhaus", BZ vom 11. Juli:
Mit einem Schmunzeln, aber auch mit Wut im Bauch, musste ich den Bericht über den Anbau am Waldshuter Kreiskrankenhaus lesen. Nun, nach einem halben Jahr der Schließung des Krankenhauses Bad Säckingen, kommt jetzt endlich die Verlogenheit der Politik auf Landes-, Kommunalebene und Stadt Waldshut-Tiengen zum Tragen! Jetzt ist die Katze aus dem Sack. Hier wird berichtet, dass das neue Kreiskrankenhaus weder technisch noch bettenmäßig in der Lage ist, die alleinige Versorgung im Landkreis Waldshut zu übernehmen! Dieser Sanierungsbedarf war doch schon allen klar seit den Jahren 2015, als die Geschichte ihren Anfang nahm! Genau dieses wurde in Teilen der Bevölkerung im Landkreis immer wieder betont, aber es wurde von den Herren Kistler, Albers, Frank und Schlaudt bestritten. Nun wird die Bevölkerung über Anbaumaßnahmen in Höhe von 24 Millionen Euro zur Ertüchtigung des ehemaligen Spitals in Waldshut informiert. Auch Herr Lucha spielt in diesem Theaterstück eine nicht gerade unerhebliche Rolle! Somit steht im Endeffekt doch klar, die Konkurrenz aus Bad Säckingen musste weg! Es stellt sich nun die Frage, was geschieht während der Bauphase, oder gegebenenfalls wenn nicht alles so läuft wie vorgesehen, meine Herrn Politiker? Wie werden die Patienten dann landkreismäßig versorgt? Wird dann Herr Kistler das ehemalige Krankenhaus Bad Säckingen zum Notfalllazarett ausrufen? Oder hat der Kreis es bis dahin schon abgerissen? Schönes Grundstück, bringt dem Kreis viel Geld!

Gleichzeitig ist heute schon abzusehen, wenn das Grundstück mit dem alten KKH wieder an die Stadt Waldshut-Tiengen zurückgeht, nachdem der Neubau endlich vom Zentralklinikum steht (wenn überhaupt), werden dort Eigentumswohnungen im gehobenen Niveau entstehen. Was will man sonst mit der alten Schüssel von Bau noch anrichten. Abbruch ist die Lösung. Die demnächst investierten Gelder zur Sanierung sind dann Altlasten – so, wie die heutigen Verantwortlichen! Und es fragt niemand mehr nach! Passiert ist halt passiert!Josef Minderjahn, Wehr