Im Dandy-Stil        zum Altar

Jana Illhardt

Von Jana Illhardt (dpa)

Mo, 08. Mai 2017

Liebe & Familie

Schicker Bräutigam: Was Männer wissen müssen,             die bald ihr Hochzeits-Outfit aussuchen.

Um die Braut und ihr Kleid wird oft ein großes Bohei gemacht. Aber es gibt ja noch den Bräutigam. Auch er will an diesem besonderen Tag eine perfekte Figur machen. Einige Stil-Tipps:

Der Stresemann besteht aus einer schwarz-grau gestreiften Hose und einem dunklen Jackett mit nach oben breiter werdendem Revers. Dazu trägt der Mann hellgraue Weste, weißes Hemd und dunkle Krawatte. Der Cutaway ähnelt dem Stresemann, die Jacke ist jedoch länger geschnitten. Der Smoking hat ein Jackett mit einem Revers aus Seidensatin oder gerippter Seide und eine Hose mit einem seitlichen Streifen Seidensatin. Dazu trägt man Hemd mit Steh- oder Kläppchenkragen, teils auch mit Plissee an der Brustpartie. "Der Frack ist das Edelste, das der Bräutigam tragen kann", sagt Petra Schreiber vom Bundesverband Farbe – Stil – Image. Auffällig ist seine auf Taille geschnittene Jacke mit knielangen Schwalbenschwänzen.

"Die meisten Männer wählen einen zeitgenössischen Anzug, den sie später weiter tragen können", beobachtet Thomas Lenz, Inhaber eines Münchner Herrenmodengeschäfts. Im Trend liegen kürzere Sakkos und schmale Schnitte. Auch bei der Farbe gibt es eine Tendenz: "Seit vergangenem Jahr sehen wir viele Blautöne, von Petrol bis zu einem hellen Stahlblau", berichtet Schreiber. Wer es klassisch möchte, entscheidet sich für Schwarz. "Ich würde es aber auch von der Art der Feier und der Jahreszeit abhängig machen", empfiehlt Etikette-Trainerin Susanne Helbach-Grosser. "Im Sommer und besonders bei Hochzeiten im Freien darf es gerne etwas Farbe sein."

Eine auffälligere Hochzeitsweste verleiht dem alltäglichen Outfit das gewisse Etwas. Aufwerten lässt sich der Look auch durch einen Plastron – eine breite Krawatte. Eine schicke Alternative ist die Fliege. Nicht fehlen darf die Boutonnière, das Anstecksträußchen, sowie das Einstecktuch.

Will man sich streng an den Dresscode halten, werden sowohl der Cutaway als auch der Stresemann nur tagsüber getragen. Frack und Smoking sind etwas für Abende. Aber: Auf Feiern mit späterem Starttermin muss man sich nicht extra umziehen. Beide dürfen auch schon ab etwa 16 Uhr getragen werden. Allerdings sollte der Anzug zum Kleid der Braut passen: "Während die Braut beim Smoking auch ein kürzeres Kleid tragen darf, muss es bodenlang sein, wenn der Mann Frack trägt", erklärt Schreiber. Zum Smoking sei eine selbst gebundene Schleife vorgegeben, erklärt Lenz. "Zu ihm gehört auch der Kummerbund, eine Leibbinde." Üblicherweise ist dieser wie auch die Schleife schwarz. Heute dürfen beide auch farbig sein, müssen aber aufeinander abgestimmt werden.

Der Tipp klingt banal, aber er ist der Ratschlag schlechthin: Für welche Art Anzug sich der Bräutigam letztlich entscheidet, er sollte das nicht zuletzt von seiner Figur abhängig machen. "Wer korpulenter ist, für den ist ein Slimfit-Anzug vielleicht eher unvorteilhaft", sagt Petra Schreiber. Weiter geschnittene Hosenbeine kaschieren breite Oberschenkel. "Wer etwas Bauch hat, der kann den Körper mit schmal geschnittenem Bein hingegen optisch etwas strecken", empfiehlt die Stilberaterin.