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02. Mai 2015

Beim SPD-Ortsverein wird Überalterung zum Thema

Vorstand wird bei der Hauptversammlung im Amt bestätigt / Es fehlen allmählich die Aktivisten / Noch 48 Mitglieder.

  1. Treue Genossen: Seit 40 Jahren ist Fritz Koßbiel SPD-Mitglied. Auf gar 50-jährige SPD-Treue können Rudi Jordan und Peter Kaiser (von links) zurückblicken. Vorsitzender Steffen Neu (ganz links) sowie Bürgermeisterstellvertreter Jürgen Köpfler und Kreisvorsitzende Birte Könnecke (rechts) gratulierten. Foto: Christa Maier

LÖFFINGEN. Wie fast alle Parteien leidet auch der SPD-Ortsverein Löffingen unter Überalterung. Bei der Hauptversammlung im Gasthaus Traube in Seppenhofen, an der auch Kreisvorsitzende Birte Könnecke teilnahm, stellte Vorsitzender Steffen Neu die Problematik fehlender "Aktivisten" in den Mittelpunkt. Dabei ließ er auch Gedanken über einen möglichen Zusammenschluss mit anderen Ortsvereinen einfließen, sollten Vorstandsämter nicht mehr besetzt werden können.

Zwar sei der Ortsverband mit 48 Mitgliedern noch gut aufgestellt, doch fehle es an jungem Blut. Vor allem die traditionelle Form des Parteilebens – mit klassischem Parteibuch und Mitgliedsbeiträgen, Versammlungen und Gastrednern – kommen bei Jüngeren offenbar nicht an. Dafür werde heute mehr auf andere Möglichkeiten, sich politisch zu engagieren und zu artikulieren, zurückgegriffen, wie die zahlreichen Zugriffe auf die von Tanja Kühnel neu eingerichtete Internetseite samt Facebook zeige. Mit Tanja Kühnel und Verena Müller konnten zwar zwei Neumitglieder gewonnen werden, doch das sei zu wenig, um den Verein langfristig am Leben zu erhalten. Er appellierte daher an alle Anwesende, sich dafür einzusetzen, dass wieder mehr junge Leute politische Farbe bekennen und den durch das Grundgesetz vorgesehenen Weg ständiger Mitbestimmung gehen.

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Als Vorbilder hierfür konnte Steffen Neu eine ganze Reihe von Genossen nennen, die teilweise seit Jahrzehnten der SPD angehören: Seit 50 Jahren halten Rudi Jordan, Dieter Vierlinger, Irma Adrion und Peter Kaiser die rote Fahne hoch, seit 45 Jahren ist Clemens Rebholz dabei und auf 40-jährige Mitgliedschaft können Hans Frei und Fritz Koßbiel zurückblicken. Auf 35-jährige Treue können Egon Frei, Karl-Friedrich Geisinger, Astrid Kietruschat und Norbert Brugger zurückblicken, auf 30 Jahre bringt es Georg Mayer. Die langjährige Treue von Helga Beck (25), Christa Kaiser (20), Dieter Köpfler, Brunhilde Maier, Inge Malz und Rudolf Nägele (jeweils 15) sowie Hermann Nägele und Karl Schwer (jeweils 10) wurde ebenfalls hervorgehoben.

Stolz zeigte sich Steffen Neu, dass man das Ziel bei der jüngsten Gemeinderatswahl, einen Sitz mehr im Gremium zu bekommen, erreicht habe. Neben Anette Heiler, Dieter Köpfler, Georg Mayer, Inge Sibold und Oliver Wehrle ist man jetzt auch mit Beate Lubrich und Joachim Streit im Gremium vertreten. Der Familienabend und auch das Sommerfest fanden große Resonanz und werden auch im kommenden Jahr stattfinden. 2015 möchte die SPD einen parteiübergreifenden politischen Stammtisch ins Leben rufen, zu dem man eventuell auch Politprominenz einladen möchte. Auch sind die Auflage eines Mitgliederbriefes und der Austausch mit anderen Ortsverbänden geplant. Gut gewirtschaftet hat Kassierer Günter Schelb. Wie Birte Könnecke informierte, stellt sich Walter Kroegner wieder als Landtagskandidat für den Wahlbezirk Freiburg Ost zur Verfügung.

Einen umfassenden Einblick in die Kommunalpolitik gab Fraktionsvorsitzender Georg Mayer. Vor allem die zahlreichen Baumaßnahmen, die den Haushalt der kommenden Jahre maßgeblich bestimmen, listete er auf. Nach Ansicht von Christel Kaiser löst die Tank- und Rastanlage bei Rötenbach das Parkproblem von Lkw im Gewerbegebiet nur bedingt. "Die kaufen im Lidl ein und parken grad, wo es ihnen passt." Hermann Nägele glaubt, dass die Ausweisung von 40 Parkplätzen nicht genügt. "Wichtig ist, dass überhaupt einer kommt und dass eine Abfahrt von beiden Seiten möglich ist", waren sich Georg Mayer und Dieter Köpfler einig, die auf die Förderung aus dem Stadtsanierungsprogramm hinwiesen.

Unter Leitung von Birte Könnecke wurden Vorsitzender Steffen Neu, Stellvertreter Dieter Köpfler, Schriftführerin Kerstin Straetker-Vogt und Kassenführer Günter Schelb in ihren Ämtern bestätigt.

Als Vertreter für die Kreisdelegiertenkonferenz wurden gewählt: Dieter Köpfler, Tanja Kühnel, Georg Mayer und Steffen Neu sowie als Ersatzpersonen Helga Beck und Hermann Nägele. Delegierte zur Nominierungs-KDK für die Landtagswahl 2016 am 11. Juli sind: Helga Beck, Dieter Köpfler, Tanja Kühnel, Steffen Neu und Günter Schelb sowie Hermann Nägele als Ersatzperson.

Autor: Christa Maier