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07. Juli 2016

CVJM will mit Schülertreff nicht umziehen

Bürgerstiftung erwägt Kauf.

LÖRRACH (dam). Der Christliche Verein Junger Menschen (CVJM) fürchtet um seinen Jugendraum "Kamelion" in der Baumgartnerstraße. Die evangelisch-lutherische Gemeinde Lörrach-Steinen, die die Räume derzeit vermietet, möchte das Haus verkaufen. Ursprünglich hat der CVJM von der Stadt erwartet, dass sie die Immobilie übernimmt. Doch weil unklar ist, ob dies aus finanziellen Gründen in Betracht kommt, überlegt nun die Bürgerstiftung einzuspringen.

Weil die Stiftung vom Ertrag ihres Vereinen Großteil ihres Engagements bestreitet und weil sie ihr Kapital derzeit mit Geldanlagen nicht gut verzinsen kann, rücken verstärkt Immobilienanlagen in den Blickpunkt (siehe erste Lokalseite). Wie die Vorsitzende Ute Lusche bei der Stiftungsversammlung sagte, wäre die Kirchengemeinde bereit, der Stiftung die Immobilie zu den gleichen Konditionen zu überlassen, wie sie es bei der Stadt getan hätte. Ob es tatsächlich zum Kauf des Gebäudes kommt, hänge auch von weiteren Berechnungen des Sanierungsbedarfs ab, sagte Lusche. Die Bürgerstiftung würde die Investition über Mieterträge refinanzieren. Wie der Vorstand des CVJM in einer Erklärung zur Situation des Jugendraums in der Nachbarschaft der Campus-Schulen erklärt hatte, würde die Position der Stadt für das "Kamelion" eine fragwürdige Perspektive bedeuten. Dass die Stadt mit dem Verweis auf die angespannte Finanzlage das Haus bislang noch nicht erworben habe, sei ein "niederschmetterndes Argument", schreibt der CVJM-Vorsitzende Siegfried Burkart. Die Stadt habe angeboten, für den CVJM-Treff eventuell frei werdende Räume an den Schulen bereitzustellen. Aus Sicht des CVJM sei dies eine "fragwürdige Perspektive", denn dafür sei der Zeithorizont unklar und das "Kamelion" sei mit dem Haus Baumgartnerstraße 27 verknüpft. Die Evangelisch-Lutherische Gemeinde habe die CVJM-Einrichtung stets mit einer geringen Miete unterstützt. Unterstützung erhält der CVJM auch vom Kreisjugendring. Dessen Vorsitzender Jörg Mauch bezeichnete das "Kamelion" als eine "beispielhafte Einrichtung". Schüler könnten sich dort in einem "schulfreien Raum" erholen. Die Stadt solle Zusagen einhalten und sich für das "Kamelion" einsetzen.

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Autor: dam