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01. September 2013 16:26 Uhr

Wahlkreis Lörrach – Müllheim

Wie die Bahnstrecken bei Hügelheim verknüpfen?

Der Kreis Lörrach fordert einen 30-Minuten-Takt am Oberrhein. Die Badische Zeitung hat die Bundestagskandidaten im Wahlkreis Lörrach – Müllheim gefragt: Soll der Bund dafür eine kreuzungsfreie Verknüpfung bezahlen?

  1. Foto: Daniel Gramespacher

Armin Schuster (CDU): "Einzige Möglichkeit"

"Genau das schlage ich seit Monaten vor. Der Bund würde dann eine kreuzungsfreie Verknüpfung bauen müssen, wenn das die einzige Möglichkeit ist, um den dort anstehenden Güter- und Personenverkehr reibungsarm zu bewältigen. Eine 30-Minuten-Taktung der Regionalverbindung wäre wahrscheinlich nur kreuzungsfrei zu bewältigen. Dafür müsste das Land die engere Taktung bestellen und bezahlen, der Bund müsste die Niveaufreiheit finanzieren. Ich verstehe nicht, warum sich ausgerechnet eine grün-geführte Landesregierung so schwer tut, zeitgemäße Bahnverbindungen zu bestellen. Nächstes Jahr wird die grenzüberschreitende Tram Weil am Rhein-Basel fertiggestellt. Bei einer unattraktiven Regio-S-Bahn werden die Pendler dann mit dem Auto nach Weil am Rhein fahren. Das kann ja nicht die Lösung sein. "

Thomas Mengel (SPD): "Ohne Weichen"

"Alte und neue Bahnstrecke sollten ohne Weichenlösung, also tiefergelegt, zusammengeführt werden. Eine solche Lösung bringt mehr Sicherheit, mehr Lärmschutz und erhöht die Kapazität der Bahnstrecken. Erst durch eine solche Lösung wird ein 30-Minuten-Takt im ÖPNV möglich. Für unsere Region ergibt sich der Vorteil, dass Müllheim sich zu einem Knotenpunkt für den ÖPNV entwickeln kann, wodurch eine wirksame Verlagerung des Individualverkehrs auf die Schiene erreicht wird."

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Ina Rosenthal (Grüne): "Aufgabe des Bundes"

"Eine kreuzungsfreie Verknüpfung nördlich des Katzenbergtunnels ist von allen gewünscht und wird auch von mir unterstützt. Diese Lösung würde zwar etwas mehr kosten, bringt aber Vorteile in dem Bereich Sicherheit und ist erträglich für die Anwohner – Punkte, die meiner Meinung nach sehr wichtig sind. Ein weiterer wesentlicher Aspekt ist auch, dass diese Variante die Kapazitäten erbringen kann, die tatsächlich benötigt werden. Selbstverständlich ist es die Aufgabe des Bundes, seine Zuständigkeit bei der Bahninfrastruktur wahrzunehmen."

Tilo Levante (FDP): "30-Minuten-Takt"
"Die beste Lösung für Hügelheim und unsere Region wäre es, wenn die grün-rote Landesregierung einen 30-Minuten-Takt für den ÖPNV auf der Oberrheinstrecke bestellen würde. Denn damit wäre eine kreuzungsfreie Verbindung technisch erforderlich. Die Kosten müssten dann von Bund und Bahn getragen werden. Diese Lösung bietet für unsere Region viele Vorteile: Der Güterverkehr und Gefahrguttransport könnte damit einfacher durch den Katzenbergtunnel geschleust werden und muss nicht durch die Ortschaften. Die Lärmbelastung für die Anlieger würde reduziert werden. Und natürlich der Vorteil der besseren Anbindung im ÖPNV."

Thomas Grein (Linke): "Teil der Daseinsvorsorge"

"Um in der Zukunft eine reibungslose Infrastruktur zu gewährleisten, werden Bund und Länder nicht um Investitionen herumkommen. Der öffentliche Personennahverkehr ist Teil der Daseinsvorsorge. Eine nachhaltige Infrastrukturentwicklung setzt auf Verkehrsvermeidung, kurze Wege und energiesparende Verkehrsmittel. Unser Ziel ist ein flächendeckendes, barrierefreies Angebot des öffentlichen Verkehrs, mit attraktiver Taktung, guten Umsteigemöglichkeiten sowie sozialverträglichen Tarifen."

Autor: BZ