Für mehr Fachkräfte

Peter Gerigk

Von Peter Gerigk

Sa, 20. Oktober 2018

Lörrach

Städtischer Fachbereich und Wirtschaftsförderung kooperieren.

LÖRRACH. Die Stadt engagiert sich fachübergreifend für Berufsorientierung sowie Fachkräfte- und Nachwuchsförderung. Die Wirtschaftsförderung Lörrach wird bei ihren Projekten dafür vom Fachbereich Jugend/Sport/Schule finanziell unterstützt. Der Hauptausschuss stimmte am Donnerstagabend einstimmig zu.

Der Verein Phaenovum Schülerforschungszentrum Lörrach-Dreiländereck profitiert in erster Linie davon. Die Phaenovum Werkstatt soll bei Schülern der Real- und Gemeinschaftsschulen und Gymnasien Interesse für handwerkliches Arbeiten wecken und erhält zusätzlich für dieses Schuljahr 20 000 Euro und die beiden folgenden Schuljahre jeweils 10 000 Euro. Die Summen werden in den nächsten drei Jahren ausgezahlt. Das langfristige Ziel ist es, junge Menschen für eine Fachkraftausbildung nachhaltig zu begeistern und zu binden. Fachbereichsleiter Gerhard Bukow bezeichnete die Zusammenarbeit als ganz logisch.

Leichte Skepsis meldete Ulrich Lusche (CDU) wegen der Frühförderung in der Kita, wo Erzieher und Erzieherinnen im "Haus der kleinen Forscher" in Kooperation mit Unternehmen mit neuen Entwicklungen und Berufsbildern vertraut gemacht werden und Kinder sich mit Naturphänomenen, gesellschaftlichen Entwicklungen und Berufsbildern beschäftigen, wie Bukow und Wirtschaftsförderin Marion Ziegler-Jung in der Beschlussvorlage erläutern. Phaenovum-Geschäftsführerin Helga Martin entgegnete, ihre Erfahrung zeige, es sei ganz wichtig, in jungen Jahren zu experimentieren, "weil so Interesse geschaffen wird". Vorgesehen ist auch, mit Schulen, Unternehmen und weiteren Akteuren an einer Digitalisierungsstrategie für Lörrachs Schullandschaft zu arbeiten.

Martin räumte auf Nachfrage von Annette Bachmann-Ade (SPD) ein, aufgrund der knappen Zeit von Handwerkern, deren Auftragsbücher voll sind, sei die Zusammenarbeit mit ihnen schwierig. Sie befinde sich aber mit der Handwerkskammer in Kontakt. Oberbürgermeister Jörg Lutz appellierte, er wünsche sich mehr Enthusiasmus bei der Kammer und Unternehmen. Für die Zusammenarbeit und die Projekte erhielten die Kooperationspartner durchgehend viel Lob. Sie seien zukunftsweisend, sehr kreativ, sinnvoll und lägen im Eigeninteresse der Stadt, sagten die Sprecher der Fraktionen.