Zur Navigation Zum Artikel

Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.

31. August 2009

Im Land preisgekrönter Architekten

BZ-SOMMERAKTION: Claudia May aus Brombach genoss die Führung bei der Vitra.

WEIL AM RHEIN (tm). Das Firmengelände von Vitra ist ein Mekka für Architektur-Interessierte. Ausschließlich preisgekrönte Architekten von weltweitem Rang sind hier vertreten. Claudia May aus Brombach hat bei der BZ-Sommeraktion gewonnen und nahm am Samstag gemeinsam mit Ehemann und Schwiegereltern an einer Führung über das Vitra-Areal teil.

Claudia May verfolgte mit Interesse die Führung, die einen genaueren Einblick und vertiefte Informationen über die Bauwerke bot, die zwar in der Nähe liegen, aber doch nicht allen so genau bekannt sind. Die Führung mit Sabine Packeiser begann am Geodätischen Kuppelbau von Richard Buckminster Fuller aus den 1970er-Jahren. Ihm ging es darum, das Leben flexibler zu gestalten und Häuser zu bauen, die man bei einem Umzug abbauen und mitnehmen konnte. Eine Idee, die sich nicht durchsetzte, dafür baute er Unterkünfte für die britische Armee.

Vorbei an der Tankstelle von Jean Prouvet ging es zu den eigentlichen Firmengebäuden. Seit 1950 produziert die Firma Vitra, die 1934 von Willi Fehlbaum in Birsfelden gegründet wurde, in Weil am Rhein Möbel und begründete mit den Designerstücken von Charles und Ray Eames ihren bedeutenden Ruf. Nachdem 1981 ein Großbrand über 60 Prozent des Firmenareals zerstörte, beschloss man, das Areal neu aufzubauen, und zwar ausschließlich mit hochrangigen Architekten, die den Pritzker-Preis für Architektur gewonnen hatten. Es entstand das von Nicholas Grimshaw geplante Firmengebäude, dem gegenüber das zurzeit noch jüngste Bauwerk auf dem Areal liegt, das Produktionsgebäude des Portugiesen Álvaro Siza, mit dem er seine Vorliebe für niederländischen Klinker zum Ausdruck brachte. Verbunden sind beide Gebäude durch eine Brücke, von der sich ein Regenschutz-Dach bei Feuchtigkeit automatisch absenkt. Bei gutem Wetter soll das Dach hoch oben sein, um nicht den Blick auf das Feuerwehrhaus von Zaha Hadid zu durchschneiden.

Werbung


1993 entstand dieses Gebäude, es war das erste, das die in Bagdad geborene und in London lebende Architektin, die zuvor schon zahlreiche Preise gewonnen hatte, verwirklichen konnte. Die promovierte Mathematikerin sieht ihre Bauwerke mehr als Skulpturen. Schiefe Wände, lang gestreckte Linien und der dekonstruktivistische Stil machen ihre Gebäude zu etwas Besonderem.

1989 hat Frank Gehry das Vitra Design Museum sowie das dahinter liegende Verwaltungsgebäude gebaut, das zusammen mit den "Balancing Tools", den balancierenden Werkzeugen des Künstler Claes Oldenburg, den Eindruck von der Römerstraße aus prägte. Nun kommt mit dem "Vitra Haus" der Basler Architekten Herzog & de Meuron ein weiterer Blickfang hinzu. Das Gebäude, das Verkaufsraum für die von Vitra produzierten Möbel, Museumsshop und Restaurant beinhalten wird, soll bis Jahresende fertig sein.

Den Abschluss der fast zweistündigen Führung bildete der Konferenzpavillon des japanischen Architekten Tadao Ando, der ein Gebäude schuf, das Ruhe, Konzentration und Meditation ausstrahlt und mit modernsten Mitteln eine klösterliche Atmosphäre schafft. Claudia May jedenfalls fand die Führung sehr spannend und nahm neue Eindrücke und Informationen mit nach Hause.

Lösung: Wir hatten gefragt, wie der Architekt des Vitra Design Museums hieß. Richtig war Antwort a: Frank Gehry

Autor: tm