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26. Februar 2010
"Jetzt hast Du ja Frau Merkel in Berlin"
Bundestagsabgeordneter Armin Schuster bei Kaltenbach-Stiftung / Bedürfnisse verändern sich.
LÖRRACH (BZ). Hat ein Bundestagsabgeordneter Bodyguards? Und eine Dienstpistole? Wie wird man ein Politiker, und was tut der die ganze Zeit in Berlin? Ist dort auch Krieg wie in Afghanistan? Munter, unbefangen, überlegt und durchaus nicht schüchtern, so präsentierten sich die Kinder der Hortbetreuungsgruppe in der Dieter-Kaltenbach-Stiftung beim Smalltalk mit dem CDU-Bundestagsabgeordneten Armin Schuster und Vorstandsmitgliedern des CDU-Stadtverbands Lörrach während eines Besuchs.
Dabei war es für den Politiker nicht immer einfach, kindgemäße Antworten auf recht ernsthafte Fragen zu finden. Da wollte Lena wissen, warum im Bundestag immer so heftige Diskussionen geführt werden:" Kommt da dann auch was raus?", wollte sie wissen. "Leider nicht immer eine eindeutige Lösung, die alle zufriedenstellt", musste Schuster zugeben. Eine Mehrheit mit Kompromissen seien eben nur das zweitbeste Ergebnis, meinte er.
Auch warum ein Polizist aus Weil am Rhein in der Bundeshauptstadt Politik mache müsse und nicht vor der eigenen Haustüre, war eine Frage. Überhaupt verrieten die Kinder großes Interesse für den Wechsel von der Bundespolizei ins Parlament: "Was hast Du mit deiner Pistole gemacht?" und "Wollen Sie später mal wieder Polizist werden?" Dass er mit einem lachenden und einem weinenden Auge Uniform und Rangabzeichen abgegeben habe, konnte die Kinderschar mitfühlen. "Aber dafür hast du ja jetzt die Frau Merkel in Berlin", meinte ein Junge.
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Kindern und Jugendlichen Interesse am demokratischen Leben zu vermitteln, war Ziel dieses Abgeordneten-Besuchs im Zentrum für Spielen und Gestalten in Lörrach-Stetten. Beatrice Kaltenbach-Holzmann, Vorsitzende der Dieter-Kaltenbach-Stiftung, und ihre Mitarbeiter hatten Schuster bei einem Rundgang die Grundsätze ihrer Arbeit, die einer sinnvollen Freizeitgestaltung im Sinne ganzheitlicher Persönlichkeitsbildung dienen, erläutert.
Dass die gesellschaftliche Entwicklung hin zu besserer Vereinbarkeit von Beruf und Familie auch neue Formen der Kinderbetreuung erfordere und die Politik angemessen auf diese Bedürfnisse reagieren müsse, war Schwerpunkt der Diskussion.
Armin Schuster sieht Probleme in der großen Erwartungshaltung der Bevölkerung. Eine zügige Umsetzung der Beschlüsse verlange nicht nur die Qualifizierung des Personals und die nötige Anzahl der Betreuungsplätze, sondern auch ganz wesentlich die Verfügbarkeit der finanziellen Mittel.
Autor: bz
