KKF-TIPP

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Di, 09. Oktober 2018

Lörrach

Teils heiter, teils düster

An dieser Stelle geben Mitglieder des
Kunst- und Kulturförderkreises (KKF)
ihre persönlichen Tipps für das Programm der nächsten Tage. Heute:

Rainer Liebenow

Ich möchte auf eine Ausstellung aufmerksam machen, die vom 7. Oktober bis zum 18. November im Haus Salmegg in Rheinfelden stattfindet. Der Arbeitskreis Kunst stellt die beiden Künstler Heidi Nübling und Rolf Zimmermann aus. Unter dem Titel "Verwandlungen" zeigen die beiden Malerei und Zeichnungen. Die gebürtige Grenzacherin Heidi Nübling gestaltet die Ausstellung gemeinsam mit ihrem ehemaligen Professor Rolf Zimmermann. Heidi Nübling, die mittlerweile in Bad Hersfeld und Femø (Dänemark) als selbständige Malerin arbeitet, zeigt Ölmalerei mit dem Schwerpunkt Landschaften, Stillleben und Portraits. Als Ergänzung zur Malerei erstellt sie kleinformatige "Life-Pictures". Das sind Polaroid-Fotos, die sie durch Übermalen des eigentlichen Motivs verfremdet. Meiner Meinung nach löst die Künstlerin ihr Versprechen ein, lebendige und ausdrucksstarke Malerei zu schaffen. Auf mich haben die Arbeiten tiefgründig und positiv gewirkt. Das Gegenteil möchte ich von den Arbeiten Rolf Zimmermanns behaupten. Diese wirken düster und bedrohlich; aber das hat einen Hintergrund. Zimmermann setzte sich nach langen Recherchen mit seiner eigenen Familiengeschichte und den Verbrechen der Nazizeit auseinander. Ausgehend von Fotos kommt er über Zeichnungen zu großformatigen Ölbildern, die in ihrer Farbgebung die düsteren Ereignisse vorwegnehmen sollen. Seine bekanntesten Werke sind Bilder aus dem sogenannten "Polenzyklus" und dem Zyklus "Asylbewerber". Diese Themen dominieren seinen Teil der Ausstellung. Der Kontrast zu Heidi Nübling ist beachtlich.
Ich kann die Ausstellung, die jeweils samstags und sonntags von 12 bis 17 Uhr geöffnet ist, nur empfehlen.