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28. September 2015

Raum für neue Wohnformen

Schöpflin-Stiftung legt sich für die Neugestaltung des Quartiers beim Bahnhof auf den Entwurf von Thoma.Lay.Buchler fest.

  1. Die Präsentation im Kunstatelier. Foto: Katharina bartsch

  2. Die Pläne von Thoma.Lay.Buchler mit den Mehrzweckgebäuden (oben rechts) und den Wohnhäusern, die um eine Freifläche gruppiert sind. Das rechte Foto zeigt den westlichen Teil des künftigen Schöpflin-Quartiers im Modell. Foto: Katharina Bartsch

  3. Foto: Katharina Bartsch

LÖRRACH. Das Schöpflin Areal in Brombach wird auf Grundlage des Entwurfs des Todtnauer Büros Thoma.Lay.Buchler umgesetzt. Sowohl die Mehrzweckgebäude der Schöpflin-Stiftung mit den Räumen für die Brombacher Vereine, als auch die Wohnbebauung werden nach dem Entwurf der Architektenpartnerschaft realisiert. Am Freitag hat sich ein von der Schöpflin-Stiftung eingeladenes Gremium aus Fachpersonen und Gästen einstimmig für den Entwurf ausgesprochen.

"Dass am Ende des Sitzungstages ein mit großer Überzeugung und einstimmig getragenes Ergebnis stand, kam für alle Beteiligten selbst ein wenig überraschend", erklärt Isolde Britz von der Stadtbau Lörrach, die das Wettbewerbsverfahren betreut. Der Termin war eigentlich gedacht gewesen, der Schöpflin-Stiftung Entscheidungshilfen für den weiteren Prozess an die Hand zu geben. Auf Grundlage des städtebaulichen Rahmenplans hatten für die weitere Projektentwicklung auf dem Areal beim Brombacher Bahnhof neun Büros aus Deutschland und der Schweiz Vorschläge für die Bebauung eingereicht.

Vorgegeben waren die Anordnung der Baukörper auf dem Areal, die Wohngebäude für besondere Wohnformen im Süden und Osten, sowie zwei Gebäude für die Stiftung und für die öffentliche Nutzung. Diese beiden Mehrzweckgebäude sollen künftig mit dem Park auf der anderen Straßenseite, mit dem Werkraum und der Villa ein Ensemble bilden sollen. Vorgabe des Rahmenplans im Bereich Wohnen war eine aufgelockerte Bebauung in Form von Einzelgebäuden mit gemischten und offenen Wohnformen, sowie Barrierefreiheit in den Erdgeschossen. Ein Anger im Zentrum der Wohnanlage, sowie öffentliche Plätze an der Franz-Ehret-Straße und die Hofbildung der Wohnbebauung waren der Schöpflin-Stiftung ein wichtiges Anliegen.

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Das zur Realisierung empfohlene Projekt des Architektenbüros Thoma.Lay.Buchler kommt diesen Vorgaben nach Einschätzung der Jury am nächsten. Begrenzt von den beiden Mehrzweckgebäuden ist zur Franz-Ehret-Straße hin ein Platz zum Sitzen und Verweilen mit einer großen Linde und Rasenkissen vorgesehen. Das eine Mehrzweckhaus beinhaltet Probe-, Vereins- und Veranstaltungsräume im Erdgeschoss, sowie Werkräume, Sitzungsräume und Büros im Obergeschoss. Im zweiten Mehrzweckhaus finden sich Kreativräume und Galerien, sowie Praxisräume in Erd- und Obergeschoss.

Ein Rundweg führt zwischen den Wohngebäuden und durch den Anger, der eine offene Freifläche mit Spielplatz und Obstbäumen werden soll. Zwischen dem nördlichen Wohngebäude und der Sporthalle soll eine Grünfläche. Die sechs Wohngebäude sind viergeschossig und in Ein- bis Fünfzimmerwohnungen unterteilt, darunter zwei Maisonettewohnungen. Die Aufteilung der Etagen ist so gestaltet, dass sich unterschiedliche Wohnformen auf einem Stockwerk begegnen, so etwa Großfamilien und Alleinstehende, WG und Kleinfamilie oder Paarhaushalt. Laubengänge in den größeren Wohnhäusern bieten Begegnungsräume. Die Gebäude sind mit begrünten Flachdächern und überdachten Loggias geplant.

Kein Thema in diesem Verfahren war die Planung der Sporthalle. Auf der Basis der städtebaulichen Rahmenplanung für das gesamte Areal wird die Sporthalle separat von der Stadt geplant und realisiert. Dafür wurde das Büro Glück & Partner (Stuttgart) beauftragt.

Autor: Katharina Bartsch