Sicherheit ohne Kompromisse

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Sa, 04. August 2018

Lörrach

Grüne MdL besuchen Häfen.

LÖRRACH (BZ). Bei einem Besuch im Dreiländereck haben sich Thomas Marwein, Sprecher für Binnenschifffahrt der Grünen Landtagsfraktion, zusammen mit Josha Frey, hiesiger Grüner Landtagsabgeordneter, über aktuelle Entwicklungen rund um die Rheinhäfen informiert.

Wie Simon Oberbeck, Verantwortlicher der Schweizer Rheinhäfen für Kommunikation und Verkehrspolitik, erläuterte, werden über die drei Standorte Basel, Muttenz und Birsfelden rund sechs Millionen Tonnen Güter umgeschlagen und zwölf Prozent aller Schweizer Importe abgewickelt werden. Bereits heute läuft mehr als 60 Prozent der Güterzu- und -abfuhr über die Bahn. Dieses Potenzial soll durch den Bau eines weiteren Hafenbeckens weiterentwickelt werden. Erste Schritte sind durch einen Flächentausch mit der Deutschen Bahn und der Zusage der Förderung der ersten Etappe durch das Schweizer Bundesamts für Verkehr erfolgt. Als Verkehrspolitiker begrüßt Marwein die damit verbundene Stärkung des Schiff- und Bahnverkehrs: "Schiff und Bahn sind mit Abstand die umweltfreundlichsten Verkehrsformen." Dabei zeigten die jüngsten Ereignisse auf der Schiene und im Hafen, dass bei Sicherheitsfragen keine Kompromisse gemacht werden dürfen, ergänzte Frey.

Dass bei einem so engen Ballungsraum eine grenzüberschreitende Planung und Koordination notwendig ist, wird nicht nur bei der Hafenerweiterung deutlich. Auch stadtplanerisch sind die Gebietskörperschaften im Raumkonzept 3Land zusammengewachsen. Besonders anschaulich werde dies an der Planungsvereinbarung, die bis 2020 gilt. Dabei sollen unter anderem mit einem Verkehrskonzept im trinationalen Planungsgebiet rund um das Dreiländereck, neue Brücken entstehen und eine Priorität auf den Fahrrad- und öffentlichen Verkehr gesetzt werden. Josha Frey, als europapolitischer Sprecher, freut sich, dass sich hier grenzüberschreitendes Denken durchgesetzt hat: "Im Dreiländereck wird nicht mehr Rücken an Rücken, sondern mit Blick zueinander über Grenzen hinweg geplant wird." Hier werde der Mehrwert einer grenzüberschreitenden Zusammenarbeit sichtbar. Sie ermögliche, dass sich Grenzgebiete zu blühenden Zentren weiterentwickeln.