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16. Juni 2017 11:37 Uhr

Neues Gästehaus

Landgasthof "Löwen" in Buchholz hat erweitert

In Buchholz an der Schwarzwaldstraße 34/35 ist ein neues Gebäude, das Gästehaus des "Löwen", fertig geworden. Die Architekten übergaben der Gastronomen-Familie Dages symbolisch die Schlüssel in einer gebackenen Version.

  1. Simon Schätzle, Klaus Wehrle, Christian Dages, Veronika Kofler, Elisabeth und Edgar Dages, Manfred Schüssele und OB Roman Götzmann (von links) Foto: Nikolaus Bayer

  2. Das neue Gästehaus des Landgasthofs Löwen in der Schwarzwaldstraße Foto: Nikolaus Bayer

Der Tourismus in Waldkirch erhält durch eine private Investition einen neuen Impuls. Der Landgasthof Löwen in Buchholz hat erweitert. Nach elfmonatiger Bauzeit ist sein neues Gästehaus fertiggestellt. Der Hotelbetrieb des renommierten Hauses erfährt dadurch eine weitere qualitative Aufwertung. Nun wurde der Bau von Pfarrer Heinz Vogel eingeweiht.

In dem neuen Gebäude – neben dem Stammhaus – erhält der Löwen auf vier Ebenen insgesamt 22 neue Gästezimmer, die alle barrierefrei erreichbar sind. Erstes und zweites Obergeschoss sind identisch eingeteilt. Die Zimmer dort haben Businessklasse-Niveau, sind durchweg 22 Quadratmeter groß und speziell auch für die Ansprüche von Geschäftsreisenden eingerichtet. Durchgängiges Thema bei ihrer Ausstattung ist eine Verbindung von Tradition und modernem Design. Böden und Möblierung sind aus Echtholz und verweisen auf den Schwarzwald. Zugleich sind sie in ihrer Ausführung zeitlos, funktional und langlebig. An jedes Zimmer angefügt ist ein Balkon. Außerdem ist auf beiden Ebenen ein Raum für Rollstuhlfahrer vorhanden. Das zugehörige Badezimmer ist vollständig auf deren Bedürfnisse eingerichtet.

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Im dritten Obergeschoss unter dem Dach sind die Zimmer nochmals komfortabler und größer. Sie sind ausgelegt auf höhere Ansprüche. Aufgrund ihrer Maße können dort aber auch drei oder vier Personen übernachten; sie sind damit ebenso für einen Familienurlaub geeignet.

Bei der Einweihungsfeier in kleinem Rahmen konnte Inhaber Christian Dages namens der Familie die Spitzen von Stadt und Ortsteil, die Architekten und die beim Bau verständnisvollen Nachbarn willkommen heißen. Stadtpfarrer Vogel sprach den Segen über das Haus und besprengte es mit Weihwasser, das er vom Jakobsbrunnen in Jerusalem mitgebracht hat. Dort, so der Geistliche, soll Christus einer gastfreundlichen Samariterin begegnet sein. Was lag da näher, als Wasser aus jenem Brunnen auch für die Weihe eines Hotels zu gebrauchen.

Klaus Wehrle, der Chef des Planungsbüros Carré aus Bleibach, erläuterte aus fachlicher Sicht einige Details des Baus. Besonders hob er die Fassade zur Schwarzwaldstraße hervor, die künftig viele Blumenkästen aufnehmen und ein farbiges Bild abgeben werde. Er beglückwünschte die Familie Dages zu ihrer Investitionsfreude. Zusammen mit Simon Schätzle, dem ausführenden Architekten, nahm er die symbolische Schlüsselübergabe in "gebackener Form" vor. Der Stadt Waldkirch dankte er für die gewohnt zügige Ausstellung der Baugenehmigung. Dass es aber bei der kurzen Bauzeit blieb, maß er auch Seniorchef Edgar Dages zu, der als "inoffizieller Bauleiter" die Sache vorantrieb.

Ortsvorsteher Manfred Schüssele erinnerte an die für Buchholz sehr förderliche Einigung mit dem Musikverein, der für das Gästehaus sein altes Probelokal aufgegeben und an anderer Stelle ein neues gefunden habe. Dem Löwen als Vereinslokal wollte man bei der mutigen Investition nicht im Wege stehen. Oberbürgermeister Roman Götzmann drückte die Hoffnung aus, dass sich durch das neue Hotelangebot die etwas schwächeren Belegungszahlen Waldkirchs in der jüngsten Zweitälerland-Statistik wieder verbessern. Mit dem Beitrag zu mehr Tourismus in der Stadt trage der Löwen indirekt zu einer Stärkung des örtlichen Handels bei.

Beim weiteren Rundgang zeigte Christian Dages seinem Eröffnungsbesuch auch das Erdgeschoss des Gästehauses. Dort sind auf etwa 160 Quadratmetern ein Fitnessbereich mit Sportgeräten, eine Wellnessoase mit zwei Saunen und einer Erfrischungs-Lounge sowie ein Ruheraum untergebracht. Ein Ausgang führt vorbei an Efeuranken in den Garten hinter dem Haus. In ihm wird gerade noch eine Brunnenanlage um einen alten Steintrog fertiggestellt, an dem man nach dem Saunagang die Abkühlung holen kann.

Autor: Nikolaus Bayer