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18. Februar 2017 00:01 Uhr

Herzhaft

Zum Auftakt: Ein Blutwurststrudel geht ganz leicht

Dieser deftige Strudel ist eine tolle Beilage zu einer Schüssel Feldsalat – als Vorspeise oder auch als komplettes Abendessen, wenn man die angegebe nen Mengen verdoppelt.

  1. Deftiger Blutwurststrudel mit knackigem Feldsalat Foto: stechl

Die Petersilienwurzeln werden geputzt, in grobe Stücke geschnitten, in Milch weichgekocht und dann zu einem eher festen Püree verstampft. Da dürfen ruhig noch kleine Stücke drin sein. Würzen ist nicht nötig, da durch die Blutwurst noch genügend Geschmack an den Strudelinhalt kommt.

Die Zwiebeln werden fein geschnitten. Die Äpfel werden geschält, entkernt und in kleine Würfel geschnitten. Die Zwiebeln in einer Pfanne in etwas Fett glasig dünsten, dann die Apfelstücke dazugeben und noch kurz mit dünsten, so dass sie zwar weich sind, aber nicht zerfallen.

Ganz zum Schluss kommt noch die enthäutete und in kleine Stücke (Größe eines halben Zuckerwürfels) geschnittene Blutwurst zu den Zwiebeln und den Äpfeln in die Pfanne; nur kurz, eine Minute, sonst wird sie zu weich. Diese Mischung sollte kräftig schmecken, viel Würze wird sie nicht mehr brauchen, etwas Majoran und Pfeffer, vielleicht eine Prise Cayenne für eine sanfte Schärfe.

Apropos Blutwurst: Wir brauchen eine feste Blutwurst, nicht die weiche für die Schlachtplatte. Bei manchen Metzgern gibt es eine fettarme, bei der Graupen einen Großteil der sonst üblichen Fettwürfelchen ersetzen. Diese Wurst passt am besten, nicht wegen der Kalorien, sondern wegen ihrer festeren Konsistenz.

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Zum Teig. Dünner Strudelteig der Gattung Yufka- oder Filoteig funktioniert bestens. Es gibt ihn fertig in Teilblättern mit einer Größe von 30 auf 30 Zentimetern. Diese Teigplatten sind ideal, da die Füllung für genau zwei Strudel dieser Größe ausreicht, die halbiert vier Vorspeisen ergeben.

Ein Teigblatt auf ein Brett legen, mit flüssiger Butter dünn bestreichen und dann ein zweites Teigblatt darauf legen. Diese Teilblätter sind so dünn, dass man zwei nehmen kann, ohne dass der Strudel zu teigig wird. Eines alleine könnte sich dagegen als zu dünn und brüchig erweisen.

Nun die Hälfte des Petersilienwurzelpürees darauf verteilen, und zwar nur auf einem Drittel der Fläche, dann rollt es sich nachher besser. Zu den Rändern hin fünf Zentimeter frei lassen. Dann die Hälfte der Blutwurstmasse auf dem Püree verteilen. Einmal rollen (von der belegten Seite her), dann den Teig von rechts und von links jeweils fünf Zentimeter einschlagen und fertig rollen. Hat alles geklappt, haben wir eine halbwegs gleichmäßige, durch den Einschlag auf den Seiten geschlossene Rolle. Das ist wichtig, da sonst die Füllung auslaufen kann.

Die zweite Rolle ebenso fertigstellen und dann beide mit etwas Abstand voneinander auf ein mit Backpapier ausgelegtes Bachblech legen. Die Rollen oben mit Eigelb bestreichen und in den auf 200 Grad vorgeheizten Backofen, mittlere Schiene, schieben. Nach rund 20 Minuten sind die Strudel oben schön gebräunt und fertig. Herausnehmen, halbieren und servieren.
Einkaufszettel (für vier Vorspeisen):

150 Gramm Petersilienwurzel, etwas Milch,
eine mittelgroße Zwiebel, ein großer Apfel,
200 Gramm Blutwurst, Salz, Pfeffer, Majoran,
eine Packung Strudelteig, etwas zerlassene Butter, ein Eigelb

Autor: Hans-Albert Stechl