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22. Juni 2012

Ein fairer Wettstreit der Bewerber

Gut 500 Zuhörer verfolgten am Mittwoch in der Binzener Halle die Vorstellung der Kandidaten für die Bürgermeisterwahl am 8. Juli.

  1. Volle Halle: Groß war das Interesse an der Vorstellung der Bürgermeisterkandidaten in Binzen. Foto: Markus Maier

  2. Einer von vielen: Frank Nestle diskutierte gleich mit beiden Kandidaten, Schneucker und Weil. Foto: Markus Maier

BINZEN. Gut 500 Zuhörerinnen und Zuhörer verfolgten am Mittwochabend in der Binzener Gemeindehalle die Vorstellung der Kandidaten für die Bürgermeisterwahl am 8. Juli. Weit über ein Dutzend Fragen aus der Zuhörerschaft an die drei Kandidaten zeugten vom überaus großen Interesse der Bürgerinnen und Bürger an der Kandidatenvorstellung, die Bürgermeister Ulrich May als Wahlleiter souverän über die Bühne brachte.

Andreas Schneucker, Stadtverwaltungsdirektor aus Lörrach (Jahrgang 1963), Sebastian Weil, Diplomverwaltungswissenschaftler (Jahrgang 1958) aus Binzen, und Klaus-Michael Effert, Kaufmann aus Weil am Rhein (Jahrgang 1954), brachten ihre Beiträge souverän über die Bühne. Schneucker und Weil schöpften ihre Redezeit voll aus, Effert kam mit weniger als den 15 zur Verfügung gestellten Minuten aus. In der überaus sachlichen und jederzeit auch fair geführten Diskussion blieb auch Verbandsgeschäftsführer Rudolf Schumacher nur das Amt des – stillen – Beobachters. Nimmt man die Stärke des Applauses der Zuhörer in der Halle als Indikator, so wurde Andreas Schneucker, der den Vorstellungsreigen eröffnet hatte, am lautstarksten verabschiedet.

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Schneucker zeigte, dass er sich gut eingearbeitet hat in die Belange der Binzener Gemeindepolitik, zitierte sogar an einer Stelle die bekannten "Binzener Verhältnisse" als Umschreibung der seit Jahren kommoden finanziellen Lage der Kommune.

Sebastian Weil warf seine langjährige Erfahrung als Binzener Gemeinderat in die Waagschale. Er machte dabei kein Hehl aus seiner Zugehörigkeit zur SPD, machte aber auch klar, dass er auch als Gemeinderat immer Wert darauf gelegt habe und lege, Entscheidungen unabhängig von der Parteizugehörigkeit zu treffen.

Der gebürtige Rheinländer Klaus-Michael Effert zeigte sich gewohnt redegewandt und in der Gegenrede mit dem Publikum bisweilen auch humorvoll. Dabei hatte der freie Unternehmensberater, der auch für die Baumarktkette Hornbach abreitet, die Lacher auf seiner Seite, als er zwar einräumte, dass die Gestaltungmöglichkeiten in Binzen ob dem unter Ulrich May Geschaffenen zwar begrenzt seien, es aber "immer etwas zu tun" gebe.

Alle drei Kandidaten zeigten im Übrigen großen Respekt vor dem, was Amtsinhaber May, der bekanntermaßen Alters halber aus dem Amt scheidet, in den vergangenen 23 Jahren aufgebaut und für die Gemeinde geleistet hat. Sebastian Weil sprach sogar davon, im Falle seiner Wahl zum Bürgermeister das "Lebenswerk" von May fortführen zu wollen.

Autor: Markus Maier