Wunsch nach Blockhütte im Wald bleibt unerfüllt

kn,bz

Von Rolf-Dieter Kanmacher & BZ-Redaktion

Sa, 25. August 2018

Malsburg-Marzell

Blockaden durch Autos an Zufahrten für Rettungsfahrzeuge bereiten im Berggemeinde Kopfzerbrechen / Mobile Schilder sollen helfen.

MALSBURG-MARZELL (kn). Mit gleich mehreren Baugesuchen beschäftigte sich der Gemeinderat in seiner jüngsten öffentlichen Sitzung. So will ein Landwirt auf der Hürrne in Marzell eine Maschinen- und Lagerhalle für Stroh mit rund 100 Quadratmeter Grundfläche errichten. Auf dem Grundstück befindet sich ein landwirtschaftliches Gebäude. Als Dachform ist ein Flachdach vorgesehen. Gab es gegen dieses Vorhaben im Gemeinderat keine Bedenken, so sah man bei der Verwaltung und im Gemeinderat für den Bau einer Blockhütte in einem Waldstück bei der Rasinahütte keine Chance, da dieses Vorhaben keine Privilegierung genieße und das Grundstück im Landschaftsschutzgebiet liege. Ein Bürger hatte bereits in der voran gegangenen Sitzung auf die nach seinen Beobachtungen bereits begonnene Baumaßnahme aufmerksam gemacht.

Positiv beurteilt wurde dagegen das Vorhaben einer jungen Familie, in Malsburg eine Scheune zu einem zweigeschossigen Wohnhaus umzubauen. Die Dachform (Satteldach) soll erhalten bleiben, im Keller unter anderem eine kleinere Einliegerwohnung entstehen.

Mehrfach hätten ihn Einwohner mit Kritik auf die neu in Marzell unmittelbar neben der Abdankungshalle errichtete kleine Anlage zur Lagerung von Friedhofsabfällen angesprochen, brachte Ratsmitglied Hanspeter Osswald vor. Die jetzt gefundene Lösung erleichtere die Abfuhr der Friedhofsabfälle wesentlich, wurde erläutert, durch eine Bepflanzung könne der optische Eindruck verbessert werden, lautete ein Lösungsvorschlag.

Weiter wurden die Gemeinderatsmitglieder und die bei der Sitzung zahlreich anwesenden Besucher darüber informiert, dass künftig zur Absicherung und zum Freihalten der Zufahrtswege für Rettungsfahrzeuge während größerer Veranstaltungen, jeweils drei mobile, freistehende Halteverbotsschilder für flexible Einsatzmöglichkeiten bei Veranstaltungen im Bürgerhaus Edenbach und in der Stockberghalle bereitzuhalten sind, die auch in den Veranstaltungsräumen gelagert werden sollen. Dabei soll nach Möglichkeit auch auf vorhandene Schilder zurückgegriffen werden. Als Grund für diese Maßnahme wurde genannt, dass bei Veranstaltungen festgestellt worden war, dass Zufahrtswege von dort parkenden Festbesuchern blockiert wurden. Bei den aktuellen Besuchen von Bundes-, Landes- und Kommunalpolitikern in der Gemeinde auch den Gemeinderatsmitglieder Gelegenheit zur Teilnahme zu geben, schlug Andre Hintenaus vor.