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08. Februar 2016 16:02 Uhr

Närrischer Abend in Holzhausen

Schön, schöner, Holzhüser Fasnet

Beim fünften Närrischen Abend in Holzhausen war die Halle rappelvoll. Die Stimmung erreichte in kürzester Zeit den Siedepunkt.

  1. Beim Griechischen Begrüßungstanz schwang auch Moderator Timo Fesenmaier das Tanzbein. Foto: Helmut Rothermel

  2. Die „Aufsteiger des Jahres“ sind Las Luces Negras mit Klara Scheer, Hanna Licht und Anissa Köberlin. Foto: Helmut Rothermel

  3. Startenor Johannes Schmidt mit dem auf Weinflaschen blasenden Musikverein. Foto: Helmut Rothermel

  4. Die Bauchtanzgruppe Reute. Foto: Helmut Rothermel

  5. Die Trauerschnallen Karin Hessel, Sabrina Schweizer, Alexandra Hettich, Martina Warth und Renate Fesenmeier. Foto: Helmut Rothermel

  6. Boney M. mit Dirk Borggräfe, Heinz Hambrecht, Ralf Neugebauer und Dietmar Fischer. Foto: Helmut Rothermel

  7. Die Spinnewiiber im Wilden Westen. Foto: Helmut Rothermel

  8. Intime Einblicke in die Umkleidekabine des SC Holzhausen gewährten Robin Krietsch, Lukas Fehrenbach und Julian Karlin. Foto: Helmut Rothermel

  9. Auch der Holzhüser Fasnachtsausschuss gab ein Ständchen. Foto: Helmut Rothermel

  10. Beim großen Finale mit Konfettiregen versammelten sich alle Akteure das Abend gemeinsam auf der Bühne. Foto: Helmut Rothermel

MARCH-HOLZHAUSEN Wieder gelang es dem Fasnetsausschuss, mit zahlreichen Akteuren ein Programm auf die Beine zu stellen, welches das begeistert mitmachende Publikum zu Lachsalven hinriss.

Souverän führte Moderator Timo Fesenmaier durch das Programm. Diesmal war er einem griechischen Gott gleich auf einer Sänfte zur Bühne getragen worden, wo er einen Abend mit hinreißenden Stars und Sternchen ankündigte. Sogleich konnte er mit "Las Lucas Negras" die drei jungen Aufsteiger des Jahres auf die Bühne bitten. Klara Scheer, Hanna Licht und Anissa Köberlin verzauberten mit ihrer magischen Schwarzlichtshow.

Dann folgte der furiose Auftritt des Musikvereins, der bewies, das man auch mit leeren Weinflaschen wunderbare Blasmusik machen kann. Als die Musiker mit ihren gewohnten Instrumenten den Startenor Johannes Schmidt begleiteten, schunkelten alle im Saal. Einen richtig coolen Auftritt legte das Showballett der "Golden Girls" unter Leitung von Gerdi Thompson-Schnitzer hin. In Minirock, T-Shirt und Aufwärmsocke gewandet, zeigten die blonden Mädels zu Musik von Santana bis Hip Hop, wie man richtig die Fetzen fliegen lässt.

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Nach so viel Trubel war die Zeit für tiefsinnigere Gespräche reif. Die beiden Dorfphilosophen Egon und Manni vom Edeka alias Annika Günther und Alexandra Hettich kommentierten das Geschehen im Ort. Sie begrüßten den als Robin Hood gewandeten Bürgermeister Helmut Mursa der ja leider nach so einem schönen Abend noch nach Freiburg zurückfahren müsse. Hoffentlich bekomme er bald einen Bauplatz mit einem so schönen Turm, wie ihn die Hugstetter bald haben, damit er über die March wachen kann.

Dann hieß es ans weibliche Publikum gerichtet: "Halten Sie ihre Männer fest", denn direkt aus dem "Nahen Osten" eingeflogen kam die Bauchtanzgruppe Reute unter Leitung der unvergleichlichen Shazadi. Das Publikum bewies dabei echte gelebte Holzhauser Willkommenskultur.

Ausgestattet mit einer Gasmaske berichtete die griechische Klofrau Annika Günther das Neueste von der Toilettenfront. Als sie den Speiseplan des Abends (Gulaschsuppe) gesehen habe, wusste sie, dass sie den Filter wechseln muss. Ihr Ratschlag: "Hinterlässt du Spuren deiner Würste, sei so nett, benutz die Bürste."

Vielbejubelt war der Auftritt von "Boney M." mit Dirk Borggräfe, Heinz Hambrecht, Ralf Neugebauer und Dietmar Fischer. Dann erklommen die "Trauerschnallen" Karin Hessel, Sabrina, Schweizer, Alexandra Hettich, Martina Warth und Renate Fesenmaier die Bühne. Immer wieder einen Schluck aus dem überdimensionierten Flachmann nehmend, berichteten sie in jämmerlichem Chorgesang über das vergangene Jahr. Neben diversen Arztbesuchen ("Doktor: Sie gefallen mir gar nicht. Trauerschnalle: Sie mir auch nicht") war auch das kurzzeitige Gastspiel "des polnischen Himmelskomikers im Pfarrhaus" ein Thema.

Mit einer tollen Tanzshow entführten die "Spinnewieber" in den Wilden Westen. Nicht jugendfreie intime Einblicke in die Umkleidekabine gewährte das Männerballett des SC. Gut, dass von Robin Krietsch, Lukas Fehrenbach und Julian Karlin nur die hinter einem Vorhang verborgenen Schatten zu sehen waren, was ein Erstürmen der Bühne durch das weibliche Publikum gerade noch verhinderte.

Zum Refrain "Holzhüser Fasnet, do bisch nit allein, Holzhüser Fasnet, was kann schöner sein" brachte der Fasnetsausschuss höchstpersönlich ein Ständchen dar, bevor beim großen Finale alle Akteure gemeinsam auf der Bühne mit stürmischem Applaus verabschiedet wurden. Dann wurde bis in die Puppen gelacht, getanzt, gesungen und geschäkert.

Autor: Helmut Rothermel