Kids für Pannen gerüstet

Ralph Lacher

Von Ralph Lacher

Mi, 22. August 2018

Maulburg

Fahrradwerkstatt für Ferienkinder beim Dorfstübli kommt gut an.

MAULBURG (vfsw). Ein Dutzend Kinder versammelte sich kürzlich unter den schattigen Kastanien beim Dorfstübli bei der Fahrradwerkstatt mit Franco Campagna im Rahmen des Kinderferienprogramms. "Es ist ganz toll von Franco, dass er uns mit seinem großen Wissen rund ums Fahrrad heute unterstützt", sagte Dorfstüblileiter Tobias Hohenstatter. Der gelernte Zweiradtechniker Franco Campagna hat bis Anfang dieses Jahres eine Fahrradwerkstatt von "Maulburg hilft" in einem kleinen Häuschen neben dem evangelischen Gemeindehaus betrieben, und dort viele Räder für die in der alten Alemannenhalle untergebrachten Flüchtlinge hergerichtet. Nach dem Ende der Radwerkstatt vermachte Campagna dem Dorfstübli die Fahrradteile und das umfangreiche Werkzeugsortiment. Beim Kinderferienprogramm eröffnete er nun seinen kleinen Kurs in Sachen Fahrradinstandhaltung und -pflege. In einem Theorieteil erläuterte Campagna zunächst, welche Teile sich wo am Rad befinden, wie sie funktionieren und wie sie ineinandergreifen und so erst flottes und sicheres Radeln ermöglichen. Alle Jungen und Mädchen hatten ihre Fahrräder mit dabei und dann ging es ans konkrete Werkeln. Zuerst einmal stellten die schaffigen Kids die Bremsen richtig ein, Ketten und die Ritzel wurden geölt, Glühbirnen gewechselt und die Sattelhöhe der Körpergröße angepasst. Breiten Raum nahm der Bereich Sicherheit ein. Erwähnt wurde etwa, dass eine Klingel genauso zur vorgeschriebenen Ausstattung eines Rades gehört wie ein Licht vorne und hinten.

Dass das korrekte Reifenflicken eine aufwändige Sache ist, erlebten die Ferienspaß-Kids mit Interesse. Zuerst muss das Rad abmontiert werden, es folgt die Fehleranalyse per Seifen-Wasserbad, danach wird die Schadensstelle per Stift angezeigt, getrocknet und aufgeraut. Schließlich gilt es, den Flicken aufkleben. All das klappte prima dank der Anleitung durch Campagna und Hohenstatter. Sie sorgten an diesem heißen Nachmittag auch für Erfrischung und Stärkung der kleinen "Zweiradtechniker". Die putzten vor dem Abschied ihre Gefährte noch und fuhren dann mit blitzblanken Fahrrädern heim. Natürlich nicht, ohne zuvor den Fahrradhelm aufgesetzt zu haben, was ihnen die Radwerkstatt-Macher zuvor ausdrücklich ans Herz gelegt hatten.