Medaillenregen für Stephan Alt

bz, mat

Von BZ-Redaktion & Matthias Kaufhold

Mi, 12. September 2018

Schwimmsport

Wasserspringer aus Kollnau bei Masters-EM erfolgreich.

WASSERSPRINGEN (BZ/mat). Reich dekoriert kehrte der Kollnauer Stephan Alt von der Europameisterschaft der Masters im Kunst- und Turmspringen zurück. Der 28-jährige Wasserspringer des SSV Freiburg sicherte sich bei den kontinentalen Wettkämpfen im slowenischen Jesenice in der Altersklasse 25 bis 29 Jahre dreimal Gold und zweimal Silber.

Vom Dreimeter-Brett triumphierte Alt in einem spannenden Wettkampf. Bis zum letzten von sieben Sprüngen war die Medaillenvergabe umkämpft. Es zahlte sich für ihn aus, dass er im Vorfeld der EM den Schwierigkeitsgrad einiger Sprünge noch leicht erhöht hatte. Zwei Tage später sicherte er sich etwas überraschend Gold vom Einmeter-Brett sowie Silber vom Turm. "Vom Turm springt immer ein gewisser Respekt mit", sagt er. Bei Sprüngen aus zehn Metern Höhe könne bereits der kleinste Fehler beim Eintauchen richtig weh tun. In den abschließenden Synchron-Wettbewerben sammelte Alt seine Medaillen vier und fünf. Gold gab es mit seinem Synchron-Partner Erik Seibt (Dresdner SC), Silber im Mixed-Synchron mit Kristin Ehrentraut (TPSK Köln). Bereits im Sommer hatte sich der SSV-Starter als baden-württembergischer Meister bei der deutschen Mastersmeisterschaft in Gera dreimal Platz eins gesichert. Sein Vereinskollege Christian Hansler (Ü35) war bei der EM diesmal nicht am Start.

Alt begann mit dem Wasserspringen als Zwölfjähriger – zu spät, um noch in den Hochleistungssport zu rutschen. "Ich habe den Sport immer als Breitensport betrieben", sagt der Kollnauer, "auch weil bei mir die Schule und das Ingenieursstudium immer vorgingen." Wenn er mal bei deutschen Meisterschaften in der offenen Klasse der Aktiven startet, landet er dort zumeist im oberen Mittelfeld. In seinen 16 Jahren als Springer kann er nun ein breites Repertoire an Sprüngen anbieten.