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05. Dezember 2012 09:21 Uhr

Medizinmythen

Können Bananen Verstopfungen auslösen?

  1. Können Bananen Verstopfungen auslösen oder Durchfall lindern? Foto: Kathrin Blum

Verstopfende Bananen?

Schon die Großmutter meinte zu wissen: Bananen helfen gegen Durchfall. Manche gehen sogar noch weiter und befürchten, sich mit dem Verzehr der Früche eine Verstopfung einzuhandeln. Zu Recht? Zunächst einmal, Bananen sind reich an Magnesium und Ballaststoffen wie Pektinen. Letztere sind spezielle, wasserlösliche Substanzen, die im Darm aufquellen können, was tatsächlich helfen kann, übermäßige Flüssigkeit zu binden. Auch Magnesiummangel kann Durchfall auslösen, und Bananen können helfen, das verlorene Magnesium zu ersetzen. Laut Studien können Bananen die Symptome beim Durchfall daher tatsächlich lindern, wie eine Untersuchung im Fachblatt Gastroenterology im Jahr 2001 bestätigte. In der Studie wurden 62 Kinder entweder mit einem Extrakt grüner Bananen oder Pektin behandelt. Mit dem Bananenextrakt und Pektin erholten sich die Kinder in der Folge deutlich schneller vom Durchfall als ohne Nahrungszusatz. Können Bananen im Gegenzug aber auch Verstopfungen auslösen? Jein. Denn die in den Früchten enthaltenen Ballaststoffe und Pflanzenzucker regen die Darmbewegung und Verdauung an und sind ein bewährtes Mittel gegen Verstopfung. Stärke hingegen ist eher schwer verdaulich. Der Gehalt an Stärke und Zucker wird maßgeblich durch den Reifegrad der Bananen bestimmt. Während die unreife, grüne Frucht reich an Stärke ist und somit eher stopft, enthalten reife, gelbe Früchte deutlich mehr Zucker. Fest steht damit zumindest: Geringe Mengen an reifen Bananen kann man ohne Bedenken genießen.

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Autor: wo