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28. März 2011

VOM E IM ESSEN

Sündenfreie Süße

Auch besser bekannt als Sorbit, gehört E402 zu den so genannten Zuckeraustauschstoffen. Dies sind dem Zucker verwandte Stoffe, die weniger energiereich sind und deswegen auch weniger Kalorien enthalten als klassischer Zucker. Allerdings schmecken sie oft auch weniger süß. Allerdings haben Austauschstoffe wie Sorbit noch einen anderen Vorteil: Um sie abzubauen, ist der Körper auf weitaus geringere Mengen Insulin angewiesen als bei herkömmlichem Zucker. Außerdem verursacht E402 kein Karies. Deshalb findet man Sorbit oft in Diabetikernahrung, Lightprodukten und in vielen Süßigkeiten, etwa Kaugummis und Bonbons. Weil es in der Lage ist, Wasser aus der Luft zu binden, wird Sorbit oft auch als Austrocknungs-Schutz und als Frischhaltemittel in Soßen, Senf oder Mayonnaise eingesetzt. Obwohl Zuckeraustauschstoffe wie Sorbit einige Zeit im Verdacht standen, krebserregend zu sein, gelten sie in dieser Hinsicht mittlerweile als unbedenklich. Manche Menschen leiden jedoch an einer Sorbitunverträglichkeit, die zu Magenkrämpfen, Blähungen und Durchfall führen kann. Auch bei Gesunden kann E402 in größeren Mengen Durchfälle und Verdauungsbeschwerden hervorrufen. Deshalb müssen Lebensmittel, die insgesamt mehr als zehn Prozent an Zuckeraustauschstoffen enthalten, mit dem Hinweis "Kann bei übermäßigem Verzehr abführend wirken" gekennzeichnet werden. Gewonnen wird Sorbit übrigens durch eine Verstoffwechselung von Glukose mit der Hilfe von Enzymen. Es kommt jedoch auch natürlich in Obstsorten vor.

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Autor: wo