Japanische Buschmücke

MARKTGEFLÜSTER: Und noch ein Blutsauger

Kathrin Ganter

Von Kathrin Ganter

Fr, 13. Juli 2018

Lörrach

Im Ranking der bekämpften Tiere steht die Asiatische Tigermücke ganz oben – da kann nicht mal der Asiatische Laubholzbockkäfer mit seiner Quarantänezone in Weil mithalten. Ein "Ätsch" über den Tüllinger – Lörrach hat das garstigere Insekt! Fast unbemerkt hat es jedoch ein weiterer Plagegeist zu uns geschafft und verbreitet sich munter. An dieser Stelle herzlichen Dank an den Leser, der beim Biken schon öfter schmerzhaften Feindkontakt mit der Japanischen Buschmücke hatte und uns über deren Existenz aufklärte. Denn wie die Tigermücke ist auch sie sehr aggressiv und sticht, was der Stachel hält. Und auch sie kann Krankheiten übertragen, zum Beispiel das West-Nil-Virus. Die eine wird mühsam ausgerottet, die andere darf sich ungehemmt verbreiten? Das macht stutzig. Die Blutsauger-Inquisitoren der Kommunalen Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage (Kabs) teilen mit, dass die Buschmücke nach derzeitigem Stand der Wissenschaft nicht gefährlich sei. Die Mücke müsste einen Infizierten stechen, der Erreger sich in ihr vermehren und sie müsste nochmal jemanden stechen. Zudem ist sie lieber im Wald und in ländlichen Gebieten unterwegs, trifft nicht so oft auf Menschen und wird deshalb nicht bekämpft. Das ist schön für die Buschmücke, aber schlecht für Biker und Naturliebhaber. Ein kleiner Trost: Handelsüblicher Mückenschutz hält sie fern.