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13. Juli 2009

Lachender Dritter

MÜNSTERECK: Wahlkampf und Taktik

Nach Europa- und Kommunalwahl stellen sich nicht nur Baden-Württembergs Grüne, sondern erst recht die Freiburger Grünen für einen Wahlkampf auf, in dem sie ordentlich zu punkten hoffen – von einer "durch und durch grünen Stadt" ist hier immerhin die Rede. Dritte Kraft in Deutschland wolle man werden, tat denn auch Kerstin Andreae zum Wahlkampfauftakt kund. Grund genug, dieses Mal explizit auch die Erststimme von Wählerinnen und Wählern einzufordern, die es ernst meinen – zum Beispiel mit dem Ausstieg aus der Atomenergie. Dass sich mit dieser wahlkampftaktischen Entscheidung zugleich auch wieder bessere Chancen für CDU-Kandidat Daniel Sander auftun könnten, lässt die Grünen-Spitzenkandidatin verständlicherweise kalt. Erstens wurde ihr vor vier Jahren die andere wahlkampftaktische Entscheidung, nämlich die Erststimme quasi an SPD-Kandidat Gernot Erler "abzutreten", von etlichen genauso vehement übel genommen, zweitens ist das angestrebte Wahlziel – möglichst als dritte Kraft aus der Wahl hervorzugehen – mit Sicherheit nicht zu erreichen, wenn nur auf Direktmandate hingearbeitet wird. Wer da allerdings von Freiburg aus am Ende in welcher Disziplin lachender Dritter ist, ist nun erst recht spannend.

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Autor: Julia Littmann