Firma Weltec zieht von Merzhausen nach Merdingen

Mario Schöneberg

Von Mario Schöneberg

Mo, 23. Oktober 2017

Merdingen

Im Rahmen des Spatenstichs erläutert Martin Wochner die Pläne des Betriebs, der auf Insektenschutzsysteme spezialisiert ist.

MERDINGEN. Mit dem Spatenstich begann kürzlich ein fürs Merdinger Gewerbegebiet prägendes Projekt, der Neubau des Produktions- und Verwaltungsgebäudes der Firma Weltec, die sich auf Insektenschutzsysteme spezialisiert hat und den Firmensitz von Merzhausen an den Tuniberg verlagern will.

"Das ist heute der Beginn eines Traums von mir", betonte Martin Wochner beim Spatenstich für das rund 2,5 Millionen Euro teure Projekt. Schließlich holt der Geschäftsführer damit die Firma in seine Heimatgemeinde. Die Betriebsstätte mit einem Produktionsbereich von 1200 Quadratmetern wird zusätzlich Büroflächen, Sozialräume sowie Ausstellungs- und Schulungsräume beinhalten. Das imposante Gebäude auf dem rund 4850 Quadratmeter großen Grundstück direkt vorm Café Dialekt wird dabei 54 Meter lang, 27 Meter breit und komplett in Holzbauweise durch die benachbarte Firma Holzhaus Hänsler entstehen. Die Produktionshalle wird gut acht Meter hoch, das benachbarte zweistöckige Büro- und Schulungsgebäude ragt 10,70 Meter in den Himmel. Beheizt wird das Firmengebäude mit einer Luft-Wärmepumpe und Fußbodenheizungen, der Strom dafür kommt so weit möglich von einer Photovoltaikanlage auf dem Dach. Auch der Einbau eines modernen Stromspeichers in einigen Jahren ist schon vorgesehen, erläuterte Planer Tobias Bruggner.

Elf Mitarbeiter arbeiten aktuell für die 2009 gegründete Firma in Merzhausen, hier sind sie auf 500 Quadratmetern Produktionsfläche Untermieter bei einer Glaserei, aus der die Weltec fünf Jahre nach dem Produktionsstart ausgegründet wurde. Doch die Firma, die als Partner des Handwerks Insektenschutzlösungen für die Region Baden mit rund 400 Kunden und das Elsass herstellt, möchte weiter wachsen. Die steigende Nachfrage nach professionellen Insektenschutzlösungen, sowie jährlich zweistellige Zuwachsraten, hätten laut Wochner am jetzigen Standort bei saisonalen Hochphasen zu Kapazitätsengpässen in der Lagerhaltung, bei der Produktion und der Auslieferung geführt. Immerhin 12 000 zum Großteil maßgefertigte Insektenschutzsysteme werden derzeit pro Jahr ausgeliefert. "Die Erweiterung unserer Produktionsfläche ist angesichts der steigenden Nachfrage nach Insektenschutz ein konsequenter Schritt", sagte der Geschäftsführer bei der kleinen Feier nach dem Spatenstich. "Durch den Neubau der Betriebsstätte, die Verbesserung der Produktionsabläufe und die Anschaffung modernster Fertigungsmaschinen kann die Produktionsmenge deutlich erhöht werden. Darüber hinaus sollen neue Arbeitsplätze geschaffen werden." Auf 20 bis zu 25 Mitarbeiter könne die Firma dabei am neuen Standort wachsen, erläuterte Wochner. Zudem ist eine weitere Firmenerweiterung möglich.

Neben Inhabern benachbarter Firmen, Mitarbeitern der Firma Neher, Kunden, Mitarbeitern von am Bau beteiligten Firmen und Gemeinderäten gratulierte auch Bürgermeister Martin Rupp und freute sich, dass die Gemeinde der Firma "ein schönes großes Filetstück" im Gewerbegebiet anbieten konnte. Der Gemeinde gehe es dabei natürlich um die Arbeitsplätze, aber auch um stabile Einnahmen bei der Gewerbesteuer. Die Fertigstellung des Projekts ist für Herbst 2018 vorgesehen.