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29. Dezember 2011

Mit und ohne große Feier

Die Städtepartnerschaft lebt – auch dank des Schwarzwaldvereins Laufenburg / Anno 2013 wird in Le Croisic das 40-Jährige gefeiert.

  1. 20 Jahre und zum elften Mal – macht 2011: Ein großes Puzzle prangte zum Besuch des Schwarzwaldvereins Laufenburg auf der Bühne der Festhalle in Le Croisic. Foto: privat

LAUFENBURG. In Sachen Jumelage richten sich die Blicke bereits auf 2013: Voraussichtlich im Frühling des übernächsten Jahres, so kündigt der Laufenburger Bürgermeister Ulrich Krieger an, soll in Le Croisic das 40-jährige Bestehen der Partnerschaft der beiden Städte von Hochrhein und Atlantik gefeiert werden. Der Deutsch-Französische Freundeskreis habe mit den Vorbereitungen begonnen, "alle Interessierten sollen die Möglichkeit haben, an diesem Jubiläum mitzuwirken".

Zuletzt war das dritte Jahrzehnt der Verbindung groß gefeiert worden – zunächst im Frühjahr 2003, als rund 120 Laufenburger sich auf den Weg nach Frankreich machten, und dann Anfang Oktober, als mehr als 30 Gäste aus Le Croisic die Waldstadt besuchten. Die damaligen Bürgermeister Christophe Priou und Michael Merle unterzeichneten neuerlich die Partnerschaftsurkunde. Das 35-Jährige – ohnehin klein klassisches Jubiläum – fiel aus. "Aufgrund der besonderen Verhältnisse im Rathaus", so der seinerzeitige Bürgermeisterstellvertreter Peter Strittmatter mit Blick auf den Ausfall von Rathauschef Roland Wasmer, wurde selbst eine für den Herbst geplante Fahrt einer Gemeinderatsdelegation in die Bretagne kurzfristig noch storniert. Schon damals kündigte Strittmatter "eine große Feier" für 2013 an.

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2013 wird auch das Jahr der zwölften Pfingstreise des Schwarzwaldvereins nach Le Croisic sein. Der Vorsitzende Gert Philipp, seit je her ein Motor und Förderer der Jumelage, organisiert die – jeweils in den ungeraden Kalenderjahren stattfindenden erlebnis- und erfahrungsreichen Tage seit zwei Jahrzehnten mit großem Erfolg. Heuer haben unter seiner Leitung 34 Kinder und Jugendliche sowie 64 Erwachsene aus 27 Familien aus Laufenburg die Partnerschaft eine gute Woche lang er- und gelebt. Dass 52 der 98 zum ersten Mal dabei waren, ist ein Beleg für die Nachhaltigkeit des Pfingstprojekts: "Junge Leute werden mit der Idee infiziert und wachsen rein", freut sich der Organisator. Die Programmplanung ist, so Philipp, auf den unmittelbaren Kontakt zwischen Deutschen und Franzosen ausgelegt, "um die jahrelang bestehenden Freundschaften zu pflegen und neue Freunde zu gewinnen".

In diesem Jahr wurde die Jumelage indes auch auf anderen Ebenen gepflegt. Zu Ostern hatte der Luttinger Chor St. Martin an Ostern die Tanzgruppe Cercle Celtique zu Gast, zu der seit 38 Jahren freundschaftliche Bande bestehen. Höhepunkt war eine "Soirée d’Amitie", ein Abend der Freundschaft mit Musik und Tanz in der Möslehalle. Die Laufenburger Feuerwehr war Anfang Oktober mit einer 24-köpfigen Abordnung für vier Tage am Atlantik, um die 35 Jahre alten engen Verbindungen zum Seenotrettungsdienst von Le Croisic zu würdigen. Torsten Amann, stellvertretender Abteilungskommandant und zugleich Vorsitzender des Deutsch-Französischen Freundeskreises, lud die Franzosen zum Gegenbesuch ein für die Einweihung des neuen Feuerwehrgerätehauses – mit dem Jahr 2013 als Ziel im Visier.

"Es ist schön zu wissen, dass wir so einen aktiven Freundeskreis haben."

Bürgermeister Ulrich Krieger
"Noch lange in Erinnerung bleiben" wird nach Auffassung von Stadtoberhaupt Krieger auch der Besuch einer siebenköpfigen Delegation aus Le Croisic um Bürgermeisterstellvertreter Gérard Le Cam Ende Mai 2011 in Laufenburg – auch wenn die seit März 2008 als Nachfolgerin von Priou amtierende Bürgermeisterin Michèle Quellard ihre Antrittsvisite kurzfristig noch absagte. "Beim offiziellen Verschwisterungsabend wurde wurde von beiden Seiten die Bedeutung der Städtepartnerschaft hervorgehoben und ein Bekenntnis für einen weiteren aktiven Austausch auf beiden Seiten abgelegt", hält Krieger in seinem Rückblick aufs Jahr fest. Beim Empfang im Schlösslesaal hatte der Verwaltungschef auch betont: "Es ist schön zu wissen, dass wir so einen aktiven Freundeskreis haben."

In der Tat: Mit dem Wechsel im Vorsitz von Monique Malleis zu Amann im Mai 2009 scheint der Freundeskreis neuen Schwung aufgenommen zu haben.

Autor: Winfried Dietsche