Moränenpfad setzt den Schlusspunkt im Projekt Kulturlandschaft

Bernhard Kleine

Von Bernhard Kleine

Mi, 28. Oktober 2015

Lenzkirch

Schwarzwaldverein Lenzkirch eröffnet kurzen Pfad als Abkürzung des Urseerundwegs und als Zubringerweg für den Hirtenpfad in Raitenbuch.

LENZKIRCH. Mit der Einweihung des Moränenpfades ist ein Schlusspunkt hinter das Kulturlandschaftsprojekt gesetzt. Im Urseetal wurde eine Abkürzung des Urseerundwegs durch das Naturschutzgebiet Ursee als Moränenpfad eingeweiht. Sie ist gleichzeitig ein neuer Zugang zum Hirtenpfad in Raitenbuch.

Seit 2009 und dem Beginn des Naturlandschaftsprojekts hat sich in Lenzkirch einiges getan. Angespornt durch die Aktivitäten in Lenzkirch wurde in Raitenbuch ein eigenes Projekt gestartet, das mit der Neugestaltung des Rathauses noch lange nicht abgeschlossen zu sein scheint. Die Lenzkircher Bauern haben neue Wege der Zusammenarbeit ausprobiert. In Lenzkirch selbst und in Kappel sind alte Wege neu entdeckt worden. Es existiert ein Baumkataster. Nicht zuletzt hat das Urseetal sein Aussehen verändert und ist lichter geworden, der Ursee ist besser sichtbar und das nicht nur, weil Plätze neu geschaffen wurden, die zum Verweilen und zum Gucken einladen.

Der Schwarzwaldverein hat seit November 2014 darauf hingearbeitet, hinter dem neugeschaffenen Aussichtspunkt "Urseeblick" eine schnelle Verbindung zum Hirtenpfad zu schaffen. Dieser Weg durchschneidet das Naturschutzgebiet Ursee. Gemeinsam mit Susanne Knospe, der Projektmanagerin Kulturlandschaft, wurden die notwendigen Anträge bei den Behörden gestellt. Die Genehmigungen von Regierungspräsidium und Landratsamt lagen im März 2015 vor. Damit konnten die Arbeiten beginnen.

Es wurde ein Abzweig vom Urseerundweg gebaut, der anfangs, da noch nicht im Naturschutzgebiet, mit Holzdohlen gestützt ist. An beiden Urseebächen, die überquert werden, benötigte man keine Brücke, die Trittsteine im Bach allerdings können bei Regen schon glitschig werden, und bei Hochwasser, das man sich in diesem trockenen Jahr nicht vorstellen kann, sind sie wohl unpassierbar, oder man bekommt nasse Füße.

Durch das Naturschutzgebiet wird der vorhandene Trampelpfad ohne Änderung oder Befestigung genutzt, von einigen Fichten wurden die unteren Äste entfernt, die hinderlich waren. Für nicht ganz trittsichere Wanderer ist dieser Weg nicht so empfehlenswert. Ansprüche an die Wanderer stellt auch der Hirtenpfad, der auch einige steile Passagen aufweist.

In ihrer kurzen Rede dankte die Vorsitzende des Schwarzwaldvereins, Doris Vogel, allen, die diesen Weg ermöglicht haben, vor allem Susanne Knospe, ohne deren Hilfe der Pfad nur um vieles mühsamer auf den Behördenweg gekommen wäre, und auch Bürgermeister Reinhard Feser, der diesen Weg gefördert hat; weiter den Waldbesitzern, der Familie Braxmeier, die die Erlaubnis für diesen Pfad gegeben haben, den Wegewarten des Schwarzwaldvereins Rita Buttenmüller und Egon Bürkle, und dem Förster Andreas Schellbach. Vor einigen Mitgliedern des Gemeinderates und etwa 30 Wanderfreunden des Schwarzwaldvereins lobte Bürgermeister Reinhard Feser anschließend den Einsatz von Frau Vogel für diesen Weg. Das Wetter meinte es gut mit den Gästen, bei strahlendem Sonnenschein und angenehm warmen Temperaturen konnten die Teilnehmer an der Wanderung vom Kurhaus bis zu dem neuen Pfad und den Weg zurück genießen.