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13. April 2009 17:12 Uhr

Ostermarsch gestern in Müllheim

"Kein Friedensinstrument"

Beim gestrigen Ostermarsch des Friedensrates Markgräflerland und des DGB-Ortskartells sagte Ulrich Rodewald, dass Deutsch-Französische Brigade und Nato keine Instrumente der Friedenssicherung seien, sondern Instrumente der Interessenspolitik.

  1. Zum traditionellen Ostermarsch für den Frieden trafen sich gestern rund 90 Personen vor der Robert-Schuman-Kaserne in Müllheim. Foto: Münch

MÜLLHEIM (mps). Mit dem traditionellen Ostermarsch demonstrierten gestern Nachmittag der Friedensrat Markgräflerland und der DGB-Ortskartells vor der Kaserne der Deutsch-Französischen Brigade und auf dem Marktplatz gegen militärische Einsätze der Brigade und gegen die Nato als Verteidigungsbündnis. Rund 90 Personen aus der Region folgten dem Aufruf zu dem Marsch.

Die Beibehaltung der Nato und deren selbst erklärte Verteidigungsziele seien für einen weltweiten Frieden kontraproduktiv und diene nur der globalen Durchsetzung westlicher Interessen, kritisierte Ulrich Rodewald vom Friedensrat die Politik der Mitgliedsstaaten. Ein Kern dieser Nato-Streitkräfte und des militärischen europäischen Bündnisses sei die Deutsch-Französische Brigade, die nicht der Friedenserhaltung sondern der Kriegsführung diene, so Rodewald in seiner Ansprache vor dem Kasernentor.

"Die Deutsch-Französische Brigade wird sich im 20. Jahr ihres Bestehens verlogenerweise als Instrument des Friedens und der Völkerverständigung darstellen", meinte Ulrich Rodewald und warnte vor der Verherrlichung von Kriegen und jeglicher Kriegsführung.

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Nicht nur die Nato gefährde den Frieden, sondern auch der Klimawandel. Der Neoliberalismus und mit seinen Auswirkungen auf das deutsche Sozialsystem und der "Finanzcrash", der weltweit unzählige Arbeitsplätze koste, werde zu einer "riesigen Verelendung vor allem in den ärmsten Ländern" führen, sagte Wolf Rosskamp vom DGB-Ortsverband und schlug einen Bogen von militärischen Auseinandersetzungen hin zu den Auswirkungen der Globalisierung.

Autor: mps