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23. Januar 2014

Kommentar

In der Stadiondiskussion wurden die Spielregeln verletzt

Genau betrachtet, handelt es sich nicht um eine Bürgerbeteiligung. Gehört und gefragt und zu Wort kommen vorwiegend Anwohner und Betroffene eines möglichen Fußballstadions am Flugplatz. Das ist kein Wunder, denn wer sonst kämpft sich durch Gutachten und haut sich die Nächte um die Ohren? In der Informationsveranstaltung am Dienstagabend verwandelten so manche Vertreterinnen und Vertreter von Initiativen und Vereinen ihre Motivation in Aggression. Einer Gutachterin wurde unterstellt, ihre Einschätzung zum Artenschutz sei beeinflusst von der Tatsache, dass ihr Büro schon häufiger Aufträge von der Stadtverwaltung erhalten hat. Die Gutachter hätten Maulkörbe verpasst bekommen. Einem Gutachter wurde Doppelzüngigkeit vorgeworfen. Und mehrere Gegner ignorierten die vereinbarten Spielregeln und verlängerten kurzerhand ihre Redezeit oder hielten sich nicht an die Absprache, wonach in der Diskussion mit dem Publikum eben Bürger und nicht BI-Vertreter zu Wort kommen sollten. Man stelle sich die Empörung vor, wenn Gutachter und Bürgermeister zu solcher Taktik gegriffen hätten. Die Standortgegner sollten auf Rundumschläge verzichten und sich auf die Schwachstellen konzentrieren. Davon gibt es einige, und ob die halten, ist nicht gesagt. Das Dialogverfahren, so mühsam es für alle ist, hat spannende Fragen aufgeworfen.

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Autor: Uwe Mauch