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02. Juli 2010

Breisgau-Süd-Touristik: Ferienwohnungen liegen im Trend

Der Geschäftsführer der Breisgau-Süd-Touristik stellt seinen Geschäftsbericht für das Jahr 2009 vor.

  1. Unter dem Motto „Magische Landschaft“ wirbt die Ferienregion Münstertal-Staufen (vorn und links oben) jetzt auch mit der Gemeinde Ehrenkirchen (rechts oben) um Kur- und Feriengäste. Foto: Manfred Lange

  2. Unter dem Motto „Magische Landschaft“ wirbt die Ferienregion Münstertal-Staufen (vorn und links oben) jetzt auch mit der Gemeinde Ehrenkirchen (rechts oben) um Kur- und Feriengäste. Foto: Manfred Lange

SÜDLICHER BREISGAU. Steigerungen bei den Übernachtungszahlen gab es in Münstertal, Ballrechten-Dottingen und Staufen. Diese gute Nachricht verkündete der Geschäftsführer der Breisgau- Süd-Touristik, Thomas Coch, den Staufener Stadträten in der jüngsten Gemeinderatssitzung, nachdem er bereits der Zweckverbandsversammlung in Münstertal seinen Geschäftsbericht für das Jahr 2009 vorgestellt hatte.

Insgesamt wurden 2009 in Staufen 130 233 Übernachtungen verzeichnet, in Münstertal waren es 291 790 und in Ballrechten-Dottingen 12 264. Besonderer Beliebtheit erfreuten sich in den drei Gemeinden der Aufenthalt in Ferienwohnungen, die bei den Übernachtungszahlen am stärksten zulegten. Am längsten bleiben die Feriengäste auf dem Campingplatz Münstertal, wo die durchschnittliche Aufenthaltsdauer bei 8,9 Tagen liegt.

Überhaupt setzt Coch darauf, "Tagesgäste zu Übernachtungsgästen reifen zu lassen". Denn im Schnitt gebe ein Übernachtungsgast zwischen 70 und 80 Euro pro Tag aus – also wesentlich mehr als Tagesgäste.

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Erfreulich sei die Zunahme der Gäste aus der Schweiz, berichtete Coch weiter. Weiteren Gästezuwachs erhofft er sich durch die Homepage, die auf Englisch, Französisch und Niederländisch über die Schönheiten der hiesigen Region informiert. 26,5 Prozent der Gäste kämen jedoch direkt aus Baden-Württemberg, weshalb man diese Zielgruppe nicht aus den Augen verlieren dürfte.

Die Ferienregion Münstertal-Staufen wurde 2009 mit Text- und Bildreportagen in mehr als 40 Medien platziert. Dabei wurde großen Wert gelegt auf eine "Analogie zur Homepage und zum Imageteil des Gastgeberverzeichnis". Gemeinsam mit dem Todtnauer Ferienland gab es Messeauftritte in Stuttgart, Mannheim und Utrecht.

Profitiert habe die Ferienregion Münstertal-Staufen vom Besuch eines spanischen Journalistenteams aus Madrid im April letzten Jahres – mit nachfolgender mehrseitiger Bildreportage in einem führenden spanischen Reisemagazin – und vom Besuch eines französischen Fernsehteams im September 2009 im Münstertal, gefolgt von einer halbstündigen Reportage zum Themenfeld Landwirtschaft und Tourismus.

Nicht für alle nachvollziehbar gewesen sei sei die Aufnahme von Ehrenkirchen in den Zweckverband gewesen, sagte Coch. Er hingegen zeigte sich überzeugt, dass den Gästen die hohe Lebensqualität dieser "touristischen Perle" vermittelt werden könne.

Um Konfliktminimierung am Skigebiet Heidstein ging es in zahlreichen Gesprächen, die Coch mit dem Geschäftsführer der Liftgesellschaft, der Forstverwaltung und den betroffenen Landwirten führte – im Bemühen um einen störungsfreien Skibetrieb.

Das Jahr 2009 diente nach Aussage von Thomas Coch der Konsolidierung und Optimierung der eigenen Printmedien. Konkret nannte er das neue ortsübergreifende Gastgeberverzeichnis 2009 in einer Auflage von 20 000 Exemplaren mit dem Image-Motto "Magische Landschaft". Als "Renner" erwiesen sich in kürzester Zeit die Faltbroschüre "Kleine und große Entdeckungen" (20 000 Exemplare) und der Faltplan "Stadtbummel Staufen" (10 000 Exemplare), so dass beide Medien bereits eine Neuauflage erfahren. Auch die Auslandsbroschüre in englisch und französisch (7.500 Exemplare) muss Ende 2010 erneut aufgelegt werden, bilanzierte Coch. Eine Neuauflage der gemeinsamen Wanderkarte "Auf Schusters Rappen" ist für Ende dieses Jahres im Plan. Ideen seien noch genügend vorhanden, versicherte Coch glaubhaft, vergaß jedoch nicht, auf die dünne Personaldecke hinzuweisen. Acht Voll- und Teilzeitkräfte sind beim Zweckverband beschäftigt.

Bürgermeister Michael Benitz bedankte sich bei Coch für den frischen Wind in Sachen Tourismus und bezeichnete ihn und den Leiter der Touristik-Information Staufen, Thilo Kühnle, als ein gutes Team.

Autor: Manfred Lange und Ute Wehrle