Leserbriefe

Karina Schlupf, Münstertal

Von Karina Schlupf & Münstertal

Di, 10. Oktober 2017

Münstertal

WINDKRAFT

Interessen durchdrücken ist kein Kompromiss
Im Zusammenhang mit der Entwicklung der Windkraft im Münstertal haben wir auf einen am 30. September veröffentlichten Leserbrief eine weitere Reaktion erhalten.

Offenbar hat der Verfasser das Ergebnis der Bürgerbefragung missverstanden: Etwa die Hälfte der Wähler hat klar gegen Windkraft im Tal gestimmt. Das Votum dieser Menschen einfach zu übergehen und dennoch sieben Anlagen zu bauen, kann keine Lösung sein! Man würde damit die Interessen derer durchdrücken, die Profit erwarten – das wäre kein "Kompromiss"! Frieden wird so nicht entstehen. Windkraft hat das Tal gespalten, die Abstimmung macht es sichtbar. Man gehe doch bitte mal an Orte, wo sieben riesige Windkraftanlagen (von doppelter Höhe des Freiburger Münsters, wie hier geplant, gibt es noch gar nicht, aber mit rund 200 Meter) ein Tal überschatten, dann sieht man, dass damit jegliches "Nein" komplett ignoriert ist. Dieser Vorschlag ist ein Unding!
Karina Schlupf, Münstertal

BÜRGERMEISTERWAHL HARTHEIM

Zynischer Kommentar auf Niederlage
Zum Kommentar "Die Chance auf den Neuanfang" (BZ vom 9. Oktober) hat uns folgender Leserbrief erreicht:

In dem Kommentar nennt Herr Müller einen Ausdruck, der vollkommen unpassend ist. Die Redewendung "In die Wüste schicken" stammt aus dem Alten Testament, wo im 3. Buch Mose erzählt wird, dass einem Bock sämtliche Sünden des jüdischen Volkes aufgeladen wurden und er damit in die Wüste geschickt wurde. Sind die Querelen allein nur von Frau Schönberger und nicht auch vom Gemeinderat ausgegangen? Was wäre gewesen, wenn statt Frau Schönberger ein Mann diese, wie sie selber zugegeben hat, Fehler gemacht hätte. Eigentlich könnte man erwarten, dass man auf eine Niederlage eines Kandidaten nicht noch einen zynischen Kommentar abgibt, und diesen dadurch der Lächerlichkeit preisgibt. Dies ist ein Niveau, was eigentlich in einer Zeitung wie die BZ nichts zu suchen hat.
Ulf Kowohl, Heitersheim