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27. September 2015 21:17 Uhr

Wahl

Rüdiger Ahlers als Bürgermeister von Münstertal bestätigt

Mit 84,9 Prozent der Stimmen ist Rüdiger Ahlers als Bürgermeister von Münstertal im Amt bestätigt worden. Die Wahlbeteiligung lag bei 42 Prozent. Kurios: Sage und schreibe 75 weitere Namen tauchten auf den Stimmzetteln auf.

  1. Es ist geschafft: Bürgermeister Rüdiger Ahlers und seine Partnerin Sandra Hirling freuen sich auf der Rathaustreppe über das Wahlergebnis. Foto: Alexander Huber

Der alte Bürgermeister von Münstertal ist auch der neue. Rüdiger Ahlers, der als einziger offizieller Kandidat am Sonntag auf dem Wahlzettel stand, wurde mit 84,9 Prozent der gültigen Stimmen in seinem Amt bestätigt und kann damit seine zweite Amtszeit antreten. 250 Wählerinnen und Wähler, das entspricht 15,1 Prozent, nutzten die Stimmabgabe indes, um eigene Kandidaten zu benennen. Die Wahlbeteiligung lag bei 42 Prozent.

Eine Wahl mit nur einem Kandidaten auf dem Stimmzettel ist eigentlich relativ schnell ausgezählt. Auch in Münstertal war im Großen und Ganzen bereits eine Dreiviertelstunde nach Schließung der Wahllokale klar, wie diese Wahl ausgegangen war. Zeit im Detail mussten die Wahlhelfer aber doch noch investieren – was daran lag, dass sich eine stattliche Anzahl an weiteren Namen auf den Zetteln fand. 250 Stimmen entfielen auf die sogenannten Sonstigen – insgesamt handelte es sich um sage und schreibe 75 verschiedene Personen. Das zweitbeste Ergebnis holte dabei ausgerechnet der Mann, den Ahlers vor acht Jahren aus dem Amt gedrängt hatte: 34 Münstertäler schrieben den Namen Peter Jehle auf den Stimmzettel, das entspricht 2 Prozent. 25 Stimmen bekam Michael Steinebrunner, 17 Daniel Bechtel, 13 Alt-Bürgermeister Karl Walz, jeweils elf Markus Herbener und Edwin Hofmann, zehn Manuel Schneider.

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Mit 84,9 Prozent entfiel aber eine so deutliche Mehrheit der Stimmen auf Amtsinhaber Rüdiger Ahlers, dass sein Staufener Amtskollege Michael Benitz, der ihm im Namen des Markgräfler Bürgermeistersprengels gratulierte, von einer eindrucksvollen Bestätigung sprechen konnte. Dass sich kein offizieller Gegenkandidat getraut habe, spräche für sich, so Benitz. "Da hat es keine Wechselstimmung gegeben."

Der wiedergewählte Bürgermeister fasste sich kurz. "Ich danke Ihnen für diesen Vertrauensbeweis." Ahlers betonte, wie es auch schon in seinem Wahlkampf immer wieder als Schwerpunkt angeklungen war, die Wichtigkeit eines fairen und konstruktiven Miteinanders in der Gemeinde. "Nicht nur die Ergebnisse zählen, sondern auch, wie sie zustande gekommen sind."

Zu den ersten Gratulanten gehörte Bürgermeisterstellvertreter Edwin Hofmann, der als Vorsitzender des Wahlausschusses auch das Wahlergebnis auf der Rathaustreppe verlas. Vor dessen Verkündung konnte Hofmann eine stattliche Anzahl an Münstertäler Bürgerinnen und Bürger – sicher eine dreistellige Zahl – vor dem Rathaus begrüßen. Hofmann freute sich über das auch derart gezeigte Interesse an der Bürgermeisterwahl, vermutete in einem launigen Nebensatz als zusätzliche Motivation aber auch, dass die herbeigeeilten Gäste "möglichst wenig von dem in Aussicht gestellten Freibier übrig lassen wollen".

Glückwünsche auf der Rathaustreppe gab es – im Namen der Verwaltung – von Hauptamtsleiter Christoph Blattmann. "Es stehen große Aufgaben vor uns", so Blattmann. "Wir, das Verwaltungsteam, stehen parat und werden auch in Zukunft unsere ganze Tatkraft einsetzen, um mit Ihnen zum Wohle der Gemeinde zu arbeiten", erklärte der Hauptamtsleiter.

Zu den Klängen der beiden Münstertäler Musikvereine – Schwarzwaldkapelle und Trachtenkapelle – stellte die Freiwillige Feuerwehr den Bürgermeisterbaum. Zur musikalischen Umrahmung trug auch der Gesangverein bei.

Unter den Bürgern am Rathaus herrschte bei der Wahlparty gute Stimmung. Die Wahl und den Wahlausgang bewertete Fritz Hauser schlicht und einfach mit "sehr gut". Als Wähler jenseits der 80 brauchte er diesmal keine Alternative und somit auch keine Auswahl. Die Wahlbeteiligung hätte besser sein können, meint er, aber 42 Prozent seien trotzdem ein gutes Ergebnis.

Ähnlich äußert sich der Obertäler Werner Wolf, der Ahlers dafür "verantwortlich" macht, dass mit seiner Wahl vor acht Jahren im Tale "Ruhe eingekehrt" sei. Darin sieht Wolf den klaren Grund für die jetzige Wiederwahl mit einem Stimmenanteil von fast 85 Prozent. Diese Politik dürfe auch in den nächsten Jahren "so bleiben", meint Werner Wolf. Gegen eine echte Auswahl hätte Gerhard Stolba zwar nichts gehabt, doch "wer tritt schon gegen einen Kandidaten an, gegen den nichts Negatives zu sagen ist". Die Alleinkandidatur von Ahlers habe aber zur Folge gehabt, dass eine Reihe von Wählern andere Namen auf den Wahlschein geschrieben haben. Vor allem auch solche, die im Wählervolk als mögliche Kandidaten "im Gespräch" waren, wie zum Beispiel Markus Herbener oder Michael Steinebrunner, die mehrere Stimmen bekommen haben, analysierte Gerhard Stolba die aktuelle Ergebnislage.

Autor: hub