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19. Juni 2017

Nachhaltigkeit für Murg

20 Bürger beteiligen sich am Workshop für Klimaschutz, jetzt soll Politik einbezogen werden.

  1. Rund 20 interessierte und engagierte Teilnehmer gingen für den Klimaschutz zwei Tage in Klausur und beteiligten sich am Workshop in Murg. Foto: Brigitte Chymo

MURG. Den meisten ging es ähnlich: "Ich wusste nicht, was da auf mich zukommt", so ein Teilnehmer in der Schlussrunde des Workshops "Gemeinsames Lernen für den Klimaschutz durch vernetztes Denken", der vergangenen Freitag und Samstag in der Murgtalschule stattfand.

Gemeinsam war allen Teilnehmern am Ende aber auch die Begeisterung über dieses deutschlandweit einzigartig konzipierte Pilotprojekt, zu dem der Klimamanager der Gemeinde Murg, Maximilian Rüttinger, eingeladen hatte.

Gut 20 Personen aus Murg und der Nachbarschaft hatten sich zu diesem Workshop gemeldet, bei dem es letztlich darum ging einer nachhaltigen, klimaneutralen und resilienten Entwicklung der Gemeinde Murg am konkreten Thema der Mobilität nachzuspüren. Mit im Boot dieses im Rahmen des Murgtalschulprojektes "Murgtalschule – Vorbild und Lernort für den Klimaschutz" geförderten Projektes war Gabriele Harrer, Expertin für Systemansatz und vernetztes Denken in Beteiligungs- und Nachhaltigkeitsprozessen.

Am Anfang stand ein Spiel
Der gemeinsame Weg der Teilnehmer begann am PC und mit dem Spiel "ecopolicy", das aufzeigt, wie vernetztes Denken funktioniert, und wofür es nützlich sein kann.

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Anschließend wurden die für Murg relevanten Variablen herausgearbeitet und die Ist-Situation unter Berücksichtigung des Leitbildes und des Klimaschutzkonzeptes der Gemeinde nach möglichen Verbesserungen untersucht.

Als zentraler Punkt für einen Erfolg stand am Ende das Mitwirken von Bürgern und Politik gleichermaßen. Zu erreichen ist dies über Aufklärungsarbeit, das Verhalten ändern und zum Mitmachen anregen soll. Wobei eines das andere bedingt, um zum Erfolg zu kommen.

Workshop geht in die nächste Runde
Der Bürger brauche die Politik am Steuer, die Politik brauche das aktive Mittun der Bürger. Ende des Monats geht der Workshop in eine weitere Runde. Dann geht es darum, die Politik miteinzubeziehen und eventuell Ergänzungen vorzunehmen. "Das Ganze soll anwendungsreif gemacht werden. Es wird festgelegt, welche Maßnahmen sind erforderlich, um voranzukommen", so die beiden Fachleute Harrer und Rüttinger. Gewünscht ist, dass am nächsten Workshop möglichst viele Gemeinde- und Ortschaftsräte teilnehmen.

Um diesem Ziel näher zu kommen, sollen die Gremien näher über die Ergebnisse des ersten Workshops informiert werden. "Vielen ging es vielleicht wie uns am Anfang", meinten die Teilnehmer, die zufrieden feststellten: "Es war beeindruckend. Jetzt sind Zusammenhänge begreifbar."

Autor: Brigitte Chymo