Blues und Walzer

Reiner Kobe

Von Reiner Kobe

Do, 06. September 2018

Rock & Pop

Der Jazzpianist Randy Weston starb 92-jährig in New York.

Im Mittelpunkt seines Klavierspiels standen rhythmische Freiheit und perkussive Dimensionen. Mit diesen Elementen betonte Randy Weston, konsequenter, ernsthafter und früher als andere Musiker, die afrikanischen Wurzeln dieser Musik, die man Jazz oder Blues oder Spiritual nennt. Schon in den 50er Jahren mit ethnologischen Fragen befasst, vereinte Weston in seiner Musik nicht nur Einflüsse von Monk mit solchen von Duke Ellington oder Bud Powell, sondern auch Elemente der schwarzen religiösen und folkloristischen Musik karibischer und afrikanischer Walzer. Seine Blues-Walzer "Little Niles" und "Pam’s Waltz" sind Standards des Jazz-Repertoires geworden.

Randy Weston, der aus einer Familie karibischen Ursprungs stammte, wurde in New York am 6. April 1926 geboren, begleitet von Blues, Gospel und Jazz. 1958 erlebte der Pianist mit eigener Gruppe den Durchbruch. 1967 unternahm er mit einem Sextett eine Tournee durch 14 afrikanische Staaten und ließ sich ein Jahr später in Marokko nieder. Vergangenen Samstag ist Weston 92-jährig in New York gestorben.