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17. Oktober 2011

Podiumsdiskussion im Vitra-Feuerwehrhaus

Ein Engel, der versucht Mensch zu sein

Eine Podiumsdiskussion mit dem Philosophen Peter Sloterdijk im Vitra-Feuerwehrhaus in Weil am Rhein.

  1. Peter Sloterdijk (Mitte) sprach mit Walter Kugler (links) und Mateo Kries über Rudolf Steiner. Foto: Thomas Mink

Über was kann dieser Mann nicht klug und eloquent Auskunft geben? Peter Sloterdijk, einer der bekanntesten zeitgenössischen Philosophen, sehr produktiver Autor und darüber hinaus Professor und Rektor der Staatlichen Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe, diskutierte am Freitag mit Walter Kugler, dem Leiter des Rudolf Steiner Archivs, und dem Direktor des Vitra Design Museums, Mateo Kries, über Rudolf Steiner anlässlich der Eröffnung der ihm gewidmeten Ausstellung. Weit hergeholt war es indessen nicht, Sloterdijk einzuladen, setzt die Ausstellung doch das gestalterische Werk Rudolf Steiners, Architektur und Design, in den Mittelpunkt. Zudem stellte Matteo Kries den Bezug her zwischen Steiners Anthroposophie, die ein Teil der Lebensreformbewegungen des frühen 20. Jahrhunderts war, und Sloterdijks 2009 erschienenem und vielleicht erfolgreichsten Buch "Du musst dein Leben ändern". Ausgehend von dem titelgebendenden Rilke-Zitat geht Sloterdijk darin der Natur des Menschen nach, übt Kritik an der These von der Rückkehr der Religionen und beschreibt den Menschen als einen lebenslang Übenden, der sich im Üben selbst erschafft.

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Steiner sei jemand gewesen, dem es gelang, zeitgenössische Ideenspannungen wahrzunehmen, sagte Sloterdijk vor gut 300 Zuhörern im Vitra-Feuerwehrhaus, die zum Teil von weit her angereist waren und erst einmal am Einlass geduldig Schlange stehen mussten. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts, so Sloterdijk weiter, begannen die Religionen an Glaubwürdigkeit zu verlieren, und so ging es um die Frage, wie die Vertikalspannung zu halten war, die dem Menschen als metaphysischem Tier gerecht wird. Lebensreform nannte Sloterdijk ein Epochenthema, das den nicht politisch gemeinten Begriff des Wandels klassisch gemacht habe. Die Erkenntnis habe damals Raum gegriffen, dass man von Grund auf verändern, dass man aus dem Molekularen heraus das ganze Leben neu aufbauen müsse und es nicht genügt, in Hinterzimmern ein paar politische Parolen zu formulieren.

Steiner, der die "Diktatur des Kategorischen Imperativs", der von Kant formuliert worden war, ablehnte und an dessen Stelle die Phantasie setzen wollte, habe auf der horizontal ausgerichteten Lebensreformbewegung eine Vertikale aufgebaut, sagte Walter Kugler. Die entscheidenden Bewegungen der damaligen Zeit hätten allerdings in der Kunst stattgefunden. Im Gestalterischen habe Steiner einen Stil entwickelt, der sich sehr stark konserviert habe, stellte Kries fest. Auch sonst seien ihm die Anhänger der anthroposophischen Bewegung, die erst Jahrzehnte nach Steiners Tod im Jahr 1925 wieder Auftrieb erfuhr, merkwürdig unzeitgemäß vorgekommen, sagte Peter Sloterdijk. "Sie sind alle so gegangen, als würden sie einen Engel nachahmen, der übt, wie ein zu Mensch gehen", sagte er. Steiner habe indessen Vertikalität neu definiert "und die menschliche Individualität nach oben anschlussfähig gemacht", so der Philosoph. Er sei so etwas wie der von dem Dadaisten Hugo Ball beschriebene Antennenmensch gewesen, er sei immer auf Empfang gewesen. Bei seinen Vorträgen und Vorlesungen habe er an der Tafel philosophiert. "Er hat sich darauf verlassen, dass ihn die Idee rechtzeitig ergreift", sagte Sloterdijk. Walter Kugler bestätigte, Rudolf Steiner habe zwar Manuskripte gehabt, habe sie bei seinen Vorträgen aber nicht benutzt. Tatsächlich sei auch seine spürbare Präsenz nicht immer von Anfang an da gewesen. Für Steiner habe nicht nur die Materie, sondern auch der Geist und nicht nur das Individuum, sondern auch die Gesellschaft eine Rolle gespielt, sagte Kugler. Sloterdijk stellte in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts einen Kälteeinbruch in den Geisteswissenschaften fest. "Da musste ein System wie das Steinersche Gefahr laufen, als uncool wahrgenommen zu werden. Heute ist der Zeitgeist so, dass er bestimmten Formen von Uncoolness Spielräume gewährt. Davon profitiert Steiner", erklärte Sloterdijk die neuerliche Beschäftigung mit ihm. Auch der aktuell zu beobachtenden Trend zu organischen und kristallinen Formen in Design und Architektur spiegle eine Sehnsucht nach Sinnaufladung wieder, vermutete Mateo Kries. Steiner, so Peter Sloterdijk, sei ein idealer Transmitter der Botschaft, eine Lebensform zu entwickeln, die eine Koexistenz der Menschen auf dem Planeten ermögliche.

Autor: Thomas Loisl Mink


14 Kommentare

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Eric Bonacci ♠  

Eric Bonacci ♠

Registriert seit: 20.10.2011

Kommentare: 678

23. Oktober 2011 - 19:24 Uhr

Ist es wirklich notwendig den verkappten Rassisten Steiner in einem so lobhudelnden und unkritischen Artikel zu preisen?

Die Badische Zeitung feiert Rudolf Steiner und löscht Rudolf Steiner O-Ton: „Die weiße Rasse ist die zukünftige, ist die am Geiste schaffende Rasse“

http://www.ruhrbarone.de/baadische-zeitung-und-rudolf-steiner-bejubeln-ja-zitieren-nein/

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Anne Hoffmann

Registriert seit: 24.11.2009

Kommentare: 9

23. Oktober 2011 - 19:56 Uhr

@ Eric Bonacci

Das ist notwendig, denn nur so geht es.

Sloterdijk quasselt ohnehin nur Blödsinn.
Kugler hält den Rassismus Steiners für vorbildlich.
Und Kries möchte Rassismus keinesfalls als Rassismus bezeichnet sehen.

Recherchieren ist für Journalisten vom Schlage Thomas Loisl Minks ein Fremdwort mit unbegreiflichem Inhalt.

Vgl. zu den Inszenierungen dieser ehrenwerten Runde die „Nachrichten aus der Welt der Anthroposophie“:

http://rudolf-steiner.blogspot.com/2010/09/mission-im-museum-rudolf-steiner-in.html

Gut, dass Andreas Lichte darauf bei den Ruhrbaronen aufmerksam gemacht hat und mehr als nur peinlich für die Badische Zeitung, auch noch kritische Kommentare zu tilgen.

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Eric Bonacci ♠  

Eric Bonacci ♠

Registriert seit: 20.10.2011

Kommentare: 678

23. Oktober 2011 - 20:52 Uhr

Unter diesem Gesichtspunkt bekommt die Löschaktion der BZ ein wenig ein 'Gschmäckle'. Wäre interessant zu wissen, mit welcher wirklichen Begründung zensiert wurde.

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Anne Hoffmann

Registriert seit: 24.11.2009

Kommentare: 9

24. Oktober 2011 - 00:02 Uhr

@ Eric Bonacci

Das ist so, als wollten Sie Scientology als zukunftsweisende Reformbewegung vorstellen, und dann erdreistet sich ein Leser, aus den programmatischen Schriften Ron L. Hubbards zu zitieren. Das passt schlecht zusammen. Die Scientologen haben hierzulande medial allerdings keine Chance, die Steineristen hingegen kein Problem. Abgesehen von naiven oder willfährigen Journalisten klappt das auch beispielsweise bei Wikipedia einfach gut. Die Manipulationen der Scientologen von zentralen Servern flogen auf, wurden publik und gestoppt. Sämtliche Artikel bzgl. Steiner, „Anthroposophie“, „Waldorfpädagogik“, „Camphill“ etc. werden stattdessen kontinuierlich von verschiedenen „Experten“ der „Bewegung“ schnell und gründlich „korrigiert“, ohne dass dies irgendwelches Aufsehen oder Eingreifen hervorrufen würde. Und welcher Journalist hat schon die Zeit mehr als Wikipedia zu überfliegen?

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Anne Hoffmann

Registriert seit: 24.11.2009

Kommentare: 9

24. Oktober 2011 - 00:25 Uhr

Hier mal die Beschreibung einer nicht ganz geglückten "Korrektur" bei der "Wirtschaftswoche":

http://rudolf-steiner.blogspot.com/2008/04/strt-die-signale.html

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Eric Bonacci ♠  

Eric Bonacci ♠

Registriert seit: 20.10.2011

Kommentare: 678

24. Oktober 2011 - 00:38 Uhr

Ob die ganzen armen Waldorfschüler immer wussten, was mit Ihnen geschah?

Oder anders gefragt: Welcher normaldenkende Mensch würde seine Kinder Scientology anvertrauen!

Wobei sich beide Organisationen in ihren manipulativen Ansichten doch kaum unterscheiden.

Verständlicherweise profitieren die Anthroposophen von ihrem nur unkritisch hinterfragtem Standing.

Aber das sollte sich ja durchaus ändern lassen. Zum Beispiel dadurch, indem journalistisch verantwortlich arbeitende Medien endlich ihren Job ernst nehmen und keinen Propaganda-Journalismus betreiben!

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Eric Bonacci ♠  

Eric Bonacci ♠

Registriert seit: 20.10.2011

Kommentare: 678

24. Oktober 2011 - 10:40 Uhr

Was reitet mit dem heutigen Wissen um Rudolf Steiner einen Philosophen wie Peter Sloterdijk, wenn er sagt: "Steiner sei jemand gewesen, dem es gelang, zeitgenössische Ideenspannungen wahrzunehmen?"

Und warum bewertet der Journalist Thomas Loisl Mink - bevor er zu seinem Jubelgesang auf Sloterdijk und Rudolf Steiner anstimmt - nicht dessen rassistische Aussagen, die da zum Beispiel auf die Frage: "Wie soll die Koexistenz der Menschen auf dem Planeten aussehen sagt:
---
"Wenden wir das auf den Menschen selber im Weltenraum an. Sehen wir uns zunächst die Schwarzen in Afrika an. Diese Schwarzen in Afrika haben die Eigentümlichkeit, daß sie alles Licht und alle Wärme vom Weltenraum aufsaugen. Sie nehmen das auf. Und dieses Licht und diese Wärme im Weltenraum, die kann nicht durch den ganzen Körper durchgehen, weil ja der Mensch immer ein Mensch ist, selbst wenn er ein Schwarzer ist... [...] So daß also ein Schwarzer in Afrika ein Mensch ist, der möglichst viel Wärme und Licht vom Weltenraum aufsaugt und in sich verarbeitet. Dadurch, daß er das tut, wirken über den ganzen Menschen hin die Kräfte des Weltenalls so. Überall nimmt er Licht und Wärme auf, überall. Das verarbeitet er in sich selber. Da muß etwas da sein, was ihm hilft bei diesem Verarbeiten. Nun, sehen Sie, das, was ihm da hilft beim Verarbeiten, das ist namentlich sein Hinterhirn. Beim Neger ist daher das Hinterhirn besonders ausgebildet. Das geht durch das Rückenmark. Und das kann alles das, was da im Menschen ist an Licht und Wärme, verarbeiten. Daher ist beim Neger namentlich alles das, was mit dem Körper und mit dem Stoffwechsel zusammen hängt, lebhaft ausgebildet. Er hat, wie man sagt, ein starkes Triebleben, Instinktleben. Der Neger hat also ein starkes Triebleben. Und weil er eigentlich das Sonnige, Licht und Wärme, da an der Körperoberfläche in seiner Haut hat, geht sein ganzer Stoffwechsel so vor sich, wie wenn in seinem Innern von der Sonne selber gekocht würde. Daher kommt sein Triebleben. Im Neger wird da drinnen fortwährend richtig gekocht, und dasjenige, was dieses Feuer schürt, das ist das Hinterhirn."

"Die weiße Rasse ist die zukünftige, ist die am Geiste schaffende Rasse!"
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Was treibt einen, zur seriösen und investigativen Arbeitsweise verpflichteten Journalisten an, um in derart unkritische Ekstase zu verfallen? Steiner war ein Rassist durch und durch und daran ist beim Lesen seiner Aussagen nicht zu zweifeln!

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Anne Hoffmann

Registriert seit: 24.11.2009

Kommentare: 9

24. Oktober 2011 - 11:28 Uhr

Der anthroposophische Rassismus drückt sich nicht nur in einzelnen Äußerungen Steiners aus, sondern ist ein konstitutionelles Element dieser aberwitzigen Weltanschauung. Das ist aber natürlich längst nicht alles.
So betrachten die Steiner-Jünger Menschen mit Behinderungen als „minderwertige“ Menschen und „Trottelinkarnationen“, die für die anthroposophische Sache prima instrumentalisiert werden können, und zwar auf Kosten der Steuerzahler:

http://rudolf-steiner.blogspot.com/2010/02/seelenpflege-bedurftige-kinder_17.html

Steiners Gesamtwerk ist übrigens online:

http://fvn-rs.net/

Darin finden Sie nichts als aberwitzigen und abartigen Schwachsinn. Niemand war bisher in der Lage, einen einzigen Text von Steiner konkret zu benennen, der tatsächlich enthielte, was seine Lobredner ihm andichten. Hier mal eine Kostprobe von dem, was im redaktionellen Text gepriesen wird:

http://fvn-rs.net/PDF/GA/GA011.pdf

Diesen schieren Sektenwahn verkaufen Sloterdijk, Kugler, Kries und Loisl Mink hier als zukunftsweisende „Lebensreform“.

Apropos Sekte:

Auch dazu zwei schöne Texte bei den "Ruhrbaronen" und den „Nachrichten aus der Welt der Anthroposophie“:

http://www.ruhrbarone.de/waldorfschule-%E2%80%9Eman-kann-nicht-nur-ein-%C2%BBbisschen%C2%AB-waldorf-sein%E2%80%9C/

http://rudolf-steiner.blogspot.com/2008/12/anthroposophie-und-sektenbegriff_4138.html

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Volker Dirk Hiller

Registriert seit: 24.10.2011

Kommentare: 1

24. Oktober 2011 - 13:19 Uhr

http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/der_neger_kocht_der_redakteur_loescht/

Wenn das deutsche Föjtong dem Okkult-Rassisten Rudolf Steiner Ständchen zu dessen 150. Geburtstag trällert, sind Pfiffe unerwünscht. Die „Badische Zeitung“ löschte beherzt einen Leserbrief, dessen Autor den „Lebensreformer“ Steiner nicht halb so toll findet wie Peter Sloterdijk bei einer Podiumsdiskussion in Weil am Rhein, über welche das Blatt kritikfrei berichtet hatte:

http://www.ruhrbarone.de/baadische-zeitung-und-rudolf-steiner-bejubeln-ja-zitieren-nein/

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Karl Alfred Wolpert  

Karl Alfred Wolpert

Registriert seit: 02.03.2010

Kommentare: 1146

24. Oktober 2011 - 13:50 Uhr

Steiner schrieb und schwafelte ohne Sinn und Verstand am laufenden Meter. Erschreckend, dass ein solcher Spinner und Rassist samt seinem Wahnsystem von vielen Intellektuellen und Künstlern so unkritisch gefeiert wird.

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Eric Bonacci ♠  

Eric Bonacci ♠

Registriert seit: 20.10.2011

Kommentare: 678

24. Oktober 2011 - 14:06 Uhr

@Volker Dirk Hiller: Nun gut, danke für's unnötige Doppeln. Aber Ihren Hinweis auf: http://www.ruhrbarone.de/baadische-zeitung-und-rudolf-steiner-bejubeln-ja-zitieren-nein/ ... hatte ich ja bereits in meinem ersten Post erwähnt, aber wahrscheinlich haben Sie die wenigen Kommentare gar nicht gelesen, oder doch?

Was mich jedoch wesentlich weniger entzückt ist Ihr Hinweis auf das Blog achgut.com, wo letztlich auch nur noch einmal auf denselben Link der Ruhrbarone verwiesen wird und dieser Hinweis damit unnötig ist. Dafür wird aber im Impressum u.a. Henryk M. Broder als Herausgeber genannt.

Nun kann man darüber streiten ob Broder bereits Rassist ist oder einfach doch nur das Gebrabbel eines alten Mannes, der sich geistig zu verlieren beginnt, von sich gibt. All zuweit entfernt von Steiners kruden Rassen-Phantasien sehe ich Broder indes nicht, wenn dieser spätabends mit seinem angemalten Volvo im Öffentlich Rechtlichen Fernsehen durchs Bild rollt und seine verqueren Phantasien zu Besten gibt.

Kürzlich durfte sich sogar der Freiburger Stadtteil Vauban und seine 'gutmenschlichen' Bewohner von Broders geistigen Dünschiss salben lassen und ich musste mich ungläubig staunend fragen, wie man einen Menschen wie Broder, intellektuell so überschätzen konnte.

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Eric Bonacci ♠  

Eric Bonacci ♠

Registriert seit: 20.10.2011

Kommentare: 678

24. Oktober 2011 - 15:48 Uhr

Das der, Rudolf Steiners Thesen, wenig bis gar nicht hinterfragende Beitrag der BZ noch zu toppen ist, beweißt der Südkurier. Der sieht in Sloterdijk den eloquenten Vordenker, der seine brillanten Gedanken zum Weltbild Steiners zum Besten gibt: http://www.suedkurier.de/region/hochrhein/kultur_region/Rudolf-Steiner-hinterfragen;art412311,5173074

Brillant falsch gedacht!

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Eric Bonacci ♠  

Eric Bonacci ♠

Registriert seit: 20.10.2011

Kommentare: 678

24. Oktober 2011 - 16:17 Uhr

Und noch ein Klassiker vom Ober-Anthroposophen Steiner: "Aber mit der Zeit verliert sich die Blondheit, weil das Menschengeschlecht schwächer wird. Und die Erdenmenschheit würde vor der Gefahr stehen, daß die ganze Erdenmenschheit eigentlich dumm würde, wenn nicht das kommen würde, daß man eine Geisteswissenschaft haben wird, eine Anthroposophie, die nicht mehr auf den Körper Rücksicht nimmt, sondern aus der geistigen Untersuchung selbst heraus die Gescheitheit wieder holt, wenn ich so sagen darf (…) Die blonden Haare geben eigentlich Gescheitheit. Geradeso wie sie wenig in das Auge hineinschicken, so bleiben sie im Gehirn mit ihren Nahrungssäften, geben sie ihrem Gehirn die Gescheitheit. Die Braunhaarigen und Braunäugigen, und die Schwarzhaarigen und Schwarzäugigen, die treiben das, was die Blonden ins Gehirn treiben, in die Haare und Augen hinein." Rudolf Steiner

http://www.bruchsal.org/story/rudolf-steiner-badische-zeitung-und-unzufriedener-gastautor

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Eric Bonacci ♠  

Eric Bonacci ♠

Registriert seit: 20.10.2011

Kommentare: 678

24. Oktober 2011 - 22:08 Uhr

@Frau Anne Hoffmann: Danke übrigens, für Ihre fundierten Quellenbelege, leider scheint das Thema bei der aktuellen Lage des SC Freiburgs nicht wirklich mehrheitsfähig zu sein!

Aber, man muss sich trotz allem fragen, warum Steiners Thesen in der Öffentlichkeit und vor allem in den Medien, so wenig kritisch beleuchtet werden. Sind die freisinnig erbrachten Werbebotschaften eines freischaffenden Redakteurs vom Schlage Loisl Mink inzwischen "State of the Art" des zukünftigen Journalismus, oder hat hier einfach nur die selbstverantwortliche Kontrolle des Ressortchefs versagt?

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