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21. Februar 2013

Dopingfund im Haus von Pistorius

Freilassung fraglich.

PRETORIA (dpa). Die Aussichten für eine Freilassung des mordverdächtigen Paralympics-Stars Oscar Pistorius auf Kaution stehen schlecht. Der leitende Polizeiermittler Hilton Botha warnte am Mittwoch vor dem Magistratsgericht in Pretoria vor einer Freilassung, weil Fluchtgefahr bestehe. "Es geht um ein ernstes Verbrechen. Wenn er verurteilt wird, muss er mit 15 Jahren oder sogar lebenslanger Haft rechnen." Am Dienstag hatte das Gericht bereits die Klage der Staatsanwaltschaft auf vorsätzlichen Mord an seiner Freundin, dem Model Reeva Steenkamp (29), zugelassen. Eine Entscheidung wird für Donnerstag erwartet.

Im Haus von Pistorius sei am Donnerstag vergangener Woche neben der Tatwaffe, einer angemeldeten 9-Millimeter-Pistole, auch eine andere, nicht polizeilich gemeldete Waffe gefunden worden. Deshalb werde der 26-Jährige auch wegen illegalen Waffenbesitzes angeklagt. In seinem Haus seien zudem zwei Kartons mit Testosteron und Spritzen entdeckt worden, sagte Botha. Pistorius’ Anwalt Barry Roux betonte, bei den gefundenen Substanzen handele es sich um ein pflanzliches Arzneimittel. Dieses würden viele Athleten benutzen, und es sei nicht verboten. Der Darstellung des Sportstars, er habe seine Freundin aus Versehen erschossen, widerspricht die Staatsanwaltschaft entschieden: Pistorius habe gezielt seine Freundin ermordet. Zuvor habe es einen Streit zwischen dem Paar gegeben. Für diese heftige Auseinandersetzung werde er einen Zeugen präsentieren, sagte der Staatsanwalt am Mittwoch.

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Autor: dpa