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06. August 2011

Eisbär tötet Schüler

Bärenangriff auf Spitzbergen.

KOPENHAGEN (gam). Beim Angriff auf eine Gruppe britischer Jugendlicher hat ein Eisbär auf der norwegischen Polarinsel Spitzbergen einen Schüler getötet und vier weitere teils schwer verletzt, ehe er selbst erlegt wurde. Der Zoologe Jon Aars vom Norwegischen Polarinstitut spricht vom schwersten Unglück dieser Art, von dem er je gehört habe. Letztmals starb 1995 auf Spitzbergen ein Mensch durch eine Eisbärenattacke.

Die Gruppe mit 13 Teilnehmern, deren Reise von der British School Exploring Society organisiert wurde, war von der Siedlung Longyearbyen etwa 40 Kilometer nach Von Postbreen gewandert, wo sie zeltete. "Der Bär attackierte die Menschen in ihren Zelten", sagte Polizeichef Erik Nygaard der Agentur NTB. Er fügte fünf Jugendlichen Verletzungen zu, ehe er vom einem der Begleiter erschossen wurde. Die Verletzten wurden eine Stunde nach ihrem Hilferuf mit einem Hubschrauber ins Krankenhaus von Longyearbyen geflogen, von dort aus sollten sie per Rettungsflugzeug ins rund tausend Kilometer entfernte Universitätshospital in Tromsø transportiert werden. Der Zustand der Patienten, die mittlere bis schwere Kopfverletzungen erlitten, wurde als ernst, aber nicht lebensbedrohlich bezeichnet.

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In den Gewässern rund um die polare Inselgruppe mit einer Bevölkerung von 2500 Einwohnern leben rund 3000 Eisbären. Alle Ausflüge außerhalb des Stadtgebietes von Longyearbyen müssen angemeldet werden, sie dürfen nur bewaffnet unternommen werden. Angriffe auf Menschen sind selten, kommen jedoch vor, wenn die Tiere an Nahrungsmangel leiden.

Autor: gam