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16. Juli 2012

Gebirgsmassiv

Zwei Bergsteiger erfrieren am Montblanc

Zwei Bergsteiger erfroren.

ROM (dpa). Nur zwei Tage nach dem Lawinen-Drama am Montblanc-Massiv sind dort erneut zwei Bergsteiger ums Leben gekommen. Ein 25-jähriger Spanier und eine fünf Jahre ältere Polin starben am Samstag an Kälte und Erschöpfung. Sie waren beim Aufstieg in einer Höhe von 4400 Metern von einem heftigen Sturm überrascht worden und saßen fest, wie die italienische Nachrichtenagentur Ansa am Sonntag berichtete. Die erfrorenen Alpinisten wurden am Samstagabend von Rettungsdiensten aus dem italienischen Aosta-Tal geborgen. Die anderen Mitglieder der insgesamt achtköpfigen Seilschaft konnten aus der Höhe absteigen und wurden später gerettet. Das Gebirgsmassiv liegt in der Grenzregion von Frankreich und Italien.

Erst am Donnerstag hatte eine Lawine am Montblanc neun Bergsteiger in den Tod gerissen, darunter drei Deutsche. Bei einem Trauergottesdienst verabschiedeten sich am Samstag im französischen Chamonix etwa 150 Menschen von den Opfern. Auch zwei dänische Bergsteiger, die das Unglück überlebt hatten, kamen in die kleine Kirche. Die Tragödie gilt als eines der schlimmsten Lawinenunglücke seit Jahren am Montblanc-Massiv.
Nach dem neuen Unglück am Samstag waren die überlebenden Bergsteiger von Rettungsmannschaften zunächst in eine Hütte gebracht worden. Sechs spanische und polnische Alpinisten dieser Seilschaft wurden verletzt. Zwei waren beim Abstieg gestürzt. Am Sonntag konnten die Überlebenden bei guten Wetterbedingungen nach Aosta transportiert werden. Die Gruppe sei auf einem Grat unweit des Dôme du Goûter, einem Nebengipfel des Montblanc unterwegs gewesen und habe dann den üblichen Weg für den Montblanc-Aufstieg nehmen wollen, hieß es.

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Autor: dpa