Funkeln in der Winternacht

dpa

Von dpa

Mo, 03. Dezember 2018

Panorama

Am 22. Dezember leuchtet der Vollmond, in der Nacht auf 14. Dezember flammen Geminiden auf.

STUTTGART (dpa). Venus am Morgen, Mars am Abend, dazu zwei Sternschnuppenströme – im Dezember ist am Sternenhimmel einiges zu sehen. Auch der Winter beginnt in den Sternen, und zwar im Sternbild Schütze.

Wer jetzt morgens noch in der Dunkelheit das Haus verlässt, dem fällt am Osthimmel ein hellglänzendes Gestirn auf. Es ist der Morgenstern, die Venus. Sie ist kein Stern wie die Sonne, sondern ein Planet, und kreist innerhalb der Erdlaufbahn um die Sonne. Nach Sonne und Mond ist Venus das weitaus hellste Gestirn am irdischen Firmament. Mitte Dezember taucht noch ein Planet am Morgenhimmel, Merkur, auf. Mars ist ein Planet am Abendhimmel. Obwohl seine Helligkeit weiter abnimmt, kann man ihn als rötlichen Lichtpunkt leicht am Südwesthimmel erkennen. Eine Viertelstunde vor Mitternacht geht Mars unter.

Saturn im Sternbild Schütze zieht sich vom Abendhimmel zurück und wird unbeobachtbar. Zu Jahresende zeigt sich der Riesenplanet Jupiter erstmals wieder am Morgenhimmel. Neumond tritt am 7. Dezember um 8 Uhr 20 Uhr ein. Am 22. Dezember leuchtet der Vollmond abends im Gebiet der Sternbilder Stier und Zwillinge. Der Sternschnuppenstrom der Geminiden macht sich vom 6. bis 16. bemerkbar. In der Nacht vom 13. auf 14. Dezember flammen bis zu 120 Geminiden, auch sehr helle Exemplare, auf. Um die Weihnachtszeit tauchen die Meteore des Ursidenstromes auf. Die meisten sind in der Nacht vom 21. auf den 22. Dezember zu erwarten. In der Osthälfte des Firmaments sind bereits die Wintersternbilder vollständig versammelt. Mit Ausnahme des Perseus haben alle Herbstbilder die Mittagslinie, den Meridian, überschritten und befinden sich in der westlichen Himmelshälfte.

Hoch in westlicher Richtung erblickt man noch das Pegasusquadrat. Es hängt mit der obersten Ecke an der Sternenkette der Andromeda, die sich vom Zenit ausgehend nach Westen erstreckt. Den Platz im Zenit nimmt nun der Perseus ein. Hoch im Süden hat gerade der Widder den Meridian durchschritten. Hoch im Osten steht die helle Kapella im Fuhrmann, darunter die beiden Sternenketten der Zwillinge mit Kastor und Pollux.

Der Stier mit dem prächtigen Sternhaufen der Hyaden und dem Siebengestirn schreitet zügig auf den Meridian zu. Südöstlich strahlt unübersehbar der Orion, das prominenteste der Wintersternbilder. Am 18. Dezember wechselt die Sonne aus dem Sternbild Schlangenträger in den Schützen, wo sie am drei Tage später ihren Jahrestiefststand erreicht. Dies markiert – astronomisch gesehen – den Winterbeginn.