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13. September 2017

Sternenhimmel

Saturn bietet im September prachtvollen Anblick

Der Ringplanet bietet Beobachtern im September einen prachtvollen Anblick.

STUTTGART (dpa). Der Saturn verliert im September einen langjährigen Begleiter. Der ringgeschmückte Planet selbst ist für Beobachter wunderschön zu sehen. Mitte des Monats gibt es zudem eine nette Planetenparade am Osthimmel – zu der sich dann noch die Mondsichel gesellt.

Jupiter, der in den letzten Monaten mit seinem Glanz den Abendhimmel beherrschte, kann in diesem Monat nur noch für wenige Tage in der fortgeschrittenen Abenddämmerung gesehen werden. Im Fernglas erkennt man die vier großen Monde des Riesenplaneten am Westhimmel knapp über dem Horizont.

Noch zahlreiche kleinere Monde umrunden Jupiter. Im Juni dieses Jahres wurden zwei weitere winzige Möndchen von knapp zwei Kilometer Durchmesser entdeckt. Damit steigt die Zahl bekannter Jupitertrabanten auf 69, wobei die beiden winzigen Monde auf langgestreckten und zur Jupiterbahn stark geneigten Bahnen laufen. Da sie den Riesenplaneten retrograd umkreisen, also entgegengesetzt dem allgemeinen Umlaufsinn im Sonnensystem, ist davon auszugehen, dass sie einst von Jupiter eingefangen wurden.

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Schönstes Himmelsobjekt am Abendhimmel ist zweifellos der ringgeschmückte Planet Saturn. Er hält sich im Sternbild Schlangenträger auf, dessen Sterne so lichtschwach sind, dass sie am aufgehellten Nachthimmel kaum zu sehen sind. Leicht zu erkennen ist hingegen Antares, roter Überriesenstern im Skorpion. Saturn steht ein wenig nordöstlich von Antares. Bei 200-facher Vergrößerung sieht das derzeit weit geöffnete Ringsystem prächtig aus: Man blickt auf die Nordseite der Ringe und auf die Nordhalbkugel des Saturns. Venus spielt nach wie vor ihre Rolle als Morgenstern. Allerdings verkürzt sich ihre Sichtbarkeitsdauer. Ging sie Anfang September kurz nach halb vier Uhr morgens auf, erscheint sie am Monatsende erst kurz nach fünf Uhr am Osthorizont. Am 20. September passiert Venus den Königsstern Regulus im Löwen eine Vollmondbreite nördlich. Der flinke Merkur zeigt sich um die Monatsmitte ein zweites Mal in diesem Jahr am Morgenhimmel. Bis 20. September kann man ihn in der Morgendämmerung knapp über dem Osthorizont als gelblichen Lichtpunkt erspähen. Merkur ist mit 4878 Kilometer Durchmesser nur ein Drittel so groß wie die Erde. Er ist nicht nur der kleinste der acht Planeten unseres Sonnensystems, er wird auch immer kleiner. Pro eine Milliarde Jahre schrumpft sein Durchmesser um zwei Kilometer. Um die Monatsmitte taucht endlich Mars wieder am Morgenhimmel auf. Damit ergibt sich eine nette Planetenparade frühmorgens am Osthimmel. Am 18. gesellt sich die schmale Sichel des abnehmenden Mondes dazu.

Autor: dpa