Roche stärkt Krebs-Pipeline

sda

Von sda

Di, 13. Februar 2018

Basel

Übernahme in den USA in trockenen Tüchern.

BASEL (sda). Der Pharmakonzern Roche kommt bei der 1,7 Milliarden Dollar schweren Übernahme des Onkologieunternehmens Ignyta voran. Bis zum Ende der Angebotsfrist wurden der Roche-Tochter Abingdon Acquisition 84,71 Prozent der Anteile angedient. Zusätzlich zu diesen mehr als 57 Millionen Aktien wurden Roche weitere 3,5 Millionen Aktien zugesichert. Nun wolle man die Übernahme mit einer Fusion von Ignyta mit Abingdon Acquisition abschließen, ließ der Basler Pharmakonzern vergangene Woche wissen. Dies werde ohne Abstimmung oder Versammlung der Ignyta-Aktionäre geschehen. Verbleibende Publikumsaktionäre werden abgefunden mit den 27 Dollar pro Aktie, die Roche den Aktionären geboten hat. In der Folge wird Ignyta zu einer komplett von Roche beherrschten Tochter, die an der New Yorker Technologiebörse Nasdaq gehandelten Aktien werden dort von der Börse genommen.

Roche hatte die Übernahme von Ignyta kurz vor Weihnachten 2017 angekündigt. Der Verwaltungsrat von Ignyta stand dem Angebot freundlich gegenüber und empfahl seinen Aktionären, ihre Titel anzudienen. Das kalifornische Unternehmen mit Schwerpunkt auf Präzisionsmedizin in der Onkologie ist darauf spezialisiert, Krebserkrankungen zu untersuchen, zu identifizieren und zu behandeln, die durch seltene genetische Veränderungen verursacht sind. Ignyta hat noch kein Medikament auf dem Markt. Der am weitesten fortgeschrittene Produktkandidat ist Entrectinib zur Behandlung von Tumoren. Analysten rechnen mit einer Zulassung im ersten Halbjahr 2019. Entrectinib habe das Potenzial, ein Blockbuster zu werden – also ein Mittel, das über eine Milliarde Umsatz einbringt.