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02. März 2012 10:02 Uhr

Umweltschutz

Windräder stressen das Auerhuhn im Schwarzwald

Das vom Aussterben bedrohte Auerhuhn gerät im Schwarzwald durch den geplanten Ausbau der Windkraft zusätzlich in Bedrängnis. Der Grund: Die seltenen Tiere können die Schatten der Rotoren verwechseln – mit Raubvögeln.

  1. Wenn das Huhn den Rotor für einen Habicht hält Foto: Verwendung weltweit, usage worldwide

Das Auerhuhn hat’s auch nicht leicht. Mal ganz abgesehen davon, dass es von seinem offenbar recht komplizierten Verdauungstrakt dazu genötigt wird, von morgens bis abends zu fressen, und sich nur in lichten Wäldern mit vielen Heidelbeeren und geringen Temperaturen wohlfühlt, ist es hierzulande vom Aussterben bedroht. Nur noch 600 Exemplare gibt es im Schwarzwald, früher waren es Tausende, und jetzt kommen auch noch die Klimaschützer, die etliche Windräder aufstellen wollen. Deren Rotoren(-schatten) könnte ein Auerhuhn womöglich schnell mal mit einem Habicht verwechseln und in Stress geraten.

Viele Gerüchte um das Auerhuhn

Auf den ersten Blick klingt das kurios bis amüsant, auf den zweiten ist die Sache ziemlich verzwickt. Die grün-rote Landesregierung macht schließlich ernst mit dem Ausbau der regenerativen Energien. Bis 2020 soll die Windkraft so flott ausgebaut werden, dass sie zehn Prozent des Strombedarfs deckt. Das bedeutet so viel wie 1000 neue Windräder im Land – und die müssen ja irgendwohin. Genauer gesagt dorthin, wo das Auerhuhn für gewöhnlich unterwegs ist – in die Höhenlagen des Schwarzwalds. Klimaschutz kollidiert mit Artenschutz.

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So war die Atmosphäre mindestens gespannt in dem Hörsaal der Freiburger Uni, in den die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt (FVA) Baden-Württemberg am Dienstagabend umgezogen war, weil der ursprünglich vorgesehene Raum für die gut 200 Zuhörer zu klein war.

Auerhuhn und Windkraft, zu dem heißen Thema kursierten viele Gerüchte und Falschheiten, sagte Wildbiologe Rudi Suchant von der FVA und stellte zunächst mal die Fakten dar. Demnach ist das Auerhuhn – selbst wenn es in Skandinavien und Russland so zahlreich ist, dass es munter bejagt wird – in Deutschland sowohl nach EU- als auch nach deutschem Naturschutzgesetz eine besonders geschützte Art. So gelte etwa ein Störungsverbot, Ausnahmen dürfen nur gemacht werden, wenn es "zwingende Gründe des öffentlichen Interesses" gibt. Manch einem fiele da spontan eine Windkraftanlage ein. Doch gestört werden dürfen die Tiere laut Gesetz nur, wenn es keine zumutbaren Alternativen – also beispielsweise andere Anlagenstandorte – gibt.

Erschwert wird die Angelegenheit durch zwei Umstände. Zum einen wollen Politiker, Windkraftanlagenbauer und Gemeinden baldmöglichst wissen, wo sie bauen dürfen. Zum anderen gibt es aber noch gar keine wissenschaftlich fundierten Erkenntnisse darüber, inwiefern Windkraftanlagen Auerhühner stressen. Laut Suchant möchte die FVA ein Forschungsprojekt anstoßen, "das dauert aber mindestens fünf Jahre". Was die Wissenschaftler bereits wissen, ist, wo das Tier wie lebt und dass es relativ störungsempfindlich ist. Und da für das Auerhuhn die Gefahr gewöhnlich von oben kommt – ist für die FVA-Forscher davon auszugehen, dass Rotoren auf das Auerwild eine "Scheuchwirkung" haben dürften. Langzeitbeobachtungen an einzelnen Windparks bestätigen diese Annahme laut FVA-Referentin Veronika Braunisch.

Aufgrund dessen, was Braunisch und ihre Kollegen über Brut- und Balzplätze, potentielle Lebensräume und Laufwege des Auerhuhns wissen, tüfteln sie derzeit emsig an einer schwarzwaldweiten Karte, anhand derer Gemeinden und Regionalverbände erkennen können, wo Windkraftanlagen wegen des Auerhuhns völlig unproblematisch, eher problematisch oder ausgeschlossen sind. Im Juni soll die Karte fertig sein. Wichtig war FVA-Leiter Konstantin von Teuffel am Ende der Veranstaltung, dass "wir keine rechtsverbindliche Abgrenzung liefern, sondern eine fachlich-wissenschaftliche Grundlage".

Die brauche man dringend, findet der Landesvorsitzende des Naturschutzbundes (Nabu) Andre Baumann und kritisiert, dass das Auerhuhn im Schwarzwald vor allem deshalb vor dem Aussterben stehe, weil die Forstwirtschaft so dichte und dunkle Wälder geschaffen habe.

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Autor: Martina Philipp


37 Kommentare

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Heino Lukas

Registriert seit: 13.03.2010

Kommentare: 102

02. März 2012 - 10:20 Uhr

"(...) könnte ein Auerhuhn womöglich schnell mal mit einem Habicht verwechseln (...)"
Verharren im Konjunktiv...

"Klimaschutz kollidiert mit Artenschutz":
Wenn das "Klima" dahin ist, nutzt jeder Artenschutz nichts. Auch nicht dem Auerhuhn.

Wird das Auerhuhn der Schwarzwälder Juchtenkäfer?

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Theodor Heussmann  

Theodor Heussmann

Registriert seit: 25.03.2010

Kommentare: 1862

02. März 2012 - 10:32 Uhr

Die Beißschrecke, das Sumpfdotterhuhn, der Auerhahn, der Wulff, die Fledermaus - es ist spannend, welche Gründe es gegen Windräder gibt.

Th. Heussmann

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Uwe Kleiner  

Uwe Kleiner

Registriert seit: 23.12.2010

Kommentare: 203

02. März 2012 - 10:32 Uhr

Oje, armes Huhn unter Stress. Evtl. auch noch ein nachfolgender Burnout.
Gibt es da keine Spezialisten für die Behandlung ? Keine Psychopharmaka o.ä.?

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Lothar Herzog

Registriert seit: 04.02.2012

Kommentare: 159

02. März 2012 - 10:43 Uhr

Der Widerstand gegen diese Vogelschredder muß wachsen.
Es muß sich eine Schutzbewegung finden, die für den Schutz
dieser seltenen Hühner eintritt.
Jetzt können wir mal den Spieß umdrehen, liebe Grüne. Jetzt
schlagen wir Euch mit Euren eigenen Waffen.
Ich trete für den Schutz der Auer - Hühner ein!!!
Eine Petition muß sofort her.
Alle Bürgermeister müssen eine Patenschaft übernehmen.

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Axel Saffran

Registriert seit: 25.06.2010

Kommentare: 62

02. März 2012 - 11:01 Uhr

Eigentlich schade, was hier kommentiert wird und zeigt es wieder einmal, dass es vielen schwer fällt, die Natur ganzheitlich zu betrachten.

Natürlich gibt es kein Auerwild mehr, wenn das Klima hinüber ist, aber zentrales Ziel einer umweltfreundlichen Energiegewinnung ist doch, dass sie umweltfreundlich ist. Und umweltfreundlich heisst, dass sie ganzheitlich umweltfreundlich ist. Und da müssen bedrohte Tierarten, die eh schon aufgrund der geänderten Lebensumstände und der Benachteiligung aufgrund der Tatsache, dass sie Kulturflüchter sind, eben entsprechend berücksichtigt werden. Und bei einer vom Aussterben bedrohten Art muss auch der Konjunktiv berücksichtigt werden, weil wenn dieser real wird, ists vorbei.

Natur- und Klimaschutz hört eben nicht bei dem einfachen Slogan "Atomkraft - Nein danke" auf, sondern geht erheblich weiter. Und es zeigt, dass es eben, wie von vielen propagiert, nicht einfach damit getan ist, Atomkraftwerke abzuschalten ein paar Windräder aufzustellen.

Und auch wenn es nicht gerne gehört wird, hier stehen wieder einmal wirtschaftliche Interessen dem des Naturschutzes gegenüber. Da wird gerne das Feigenblatt der umweltfreundlichen Energieversorgung herangezogen, um ein wirtschaftlich interessantes Windrad aufzustellen. Nicht umsonst wird in manchen Gemeinden von "Goldgräberstimmung" gesprochen...

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Theodor Heussmann  

Theodor Heussmann

Registriert seit: 25.03.2010

Kommentare: 1862

02. März 2012 - 11:14 Uhr

So gesehen, sind Atomkraftwerke absolut Umwelt- und Tierfreundlich. Wie bei den drei Affen - nichts sehen, nichts hören, also auch nichts sagen. Jetzt wird der Ausstieg aus der Kernenergie propagiert, aber bitte ohne jegliche Auswirkungen für Flora und Fauna.

Woher soll denn der Strom sonst kommen? Windräder sind nicht gewünscht, Überlandleitungen sind nicht gewünscht, Kohlekraftwerke sind nicht gewünscht, Wasserkraftwerke sind schlecht für den Fischbestand.

Was denn nun? Die Menschheit ausrotten, damit die Tierwelt überlebt?

Th. Heussmann

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Gelöschter Nutzer #909952

Registriert seit: 02.03.2012

Kommentare: 16

02. März 2012 - 11:20 Uhr

es mag zwar sein, daß windkrafträder für norddeutschland geeignet sind - aber nicht für den schwarzwald. ich möchte nicht auf eine verspargelte landschaft blicken. eine alternative sind photovoltaikanlagen, wasserkraftwerke und evtl. mit vorsicht die geothermie.

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Petra Simon

Registriert seit: 29.08.2009

Kommentare: 208

02. März 2012 - 11:29 Uhr

@ Lukas

"Wird das Auerhuhn der Schwarzwälder Juchtenkäfer?"

Nein, auf gar keinen Fall. Das liegt daran, daß die Grünen ihr Herz für irgendeine gefährdete Tierart immer nur dann entdecken, wenn damit irgendetwas verhindert werden soll, was die Grünen nicht mögen. So haben sie ihr Herzblut für die Fledermaus in Dresden vergossen, als es um die Verhinderung einer Brücke ging; und so wurde in Stuttgart der Juchtenkäfer zur Verhinderung von S21 zu einem so immens wichtigen grünen Anliegen, daß sogar eine Kleine Anfrage im Bundestag über das Wohl des Stuttgarter Käfers eingebracht wurde.

Aber im vorliegenden Fall Schwarzwald und Auerhuhn liegen die Dinge vollkommen anders. Schließlich wollen die Grünen hier nichts verhindern, sondern wollen ganz im Gegenteil etwas zustandebringen: Den Bau von zigtausend Windanlagen zur Weltrettung. In diesem Fall hat die diesmal betroffene Tierart Auerhuhn selbstverständlich Null Chancen.

Die Grüne Umweltzerstörungspartei/Landesregierung wird sich empört und entschieden gegen jeden Versuch verwahren, irgendwelche Naturbelange gegen die Heilige Windkraft ins Spiel zu bringen ("Windräder sind die Kathedralen der grünen Politik", Bärbel Höhn). Schließlich muß ja die Welt mit Windrädern gerettet werden, da kann man auf ein paar Auerhühner nun wirklich keine Rücksicht nehmen - außerdem sind es ja 600 Stück, braucht man denn so viele? Naturschutz und Artenschutz müssen für die Grünen Visionäre grundsätzlich zurückstecken, wenn es um die Rettung von Natur und Arten geht. Wie Sie es ja so treffend sagen: "Wenn das "Klima" dahin ist, nutzt jeder Artenschutz nichts." Bravo! Völlig richtig. Wenn die Welt kein Klima mehr hat, hat das Auerhuhn auch keins - also muß das Auerhuhn, wenn es denn tatsächlich nicht einverstanden wäre mit Windanlagen, vor dem wichtigeren Anliegen, den Windrädern, eben weichen und muß sehen, wo es bleibt. Und es völlig klar, daß das was völlig anderes ist als der dramatisch gefährdete Juchtenkäfer im Stuttgarter Park, den man aufopferungsvoll hegen und pflegen muß.

Also: Die grüne Umweltzerstörungspartei kann leider wegen des Klimas für das Auerhuhn keinerlei Rücksicht auf das Auerhuhn nehmen. Jeder Versuch, das Auerhuhn gegen das edle Werk der Windkraftnutzung zu instrumentalisieren, zeigt da nur die Verlogenheit der Windkraftgegner; jeder solche heuchlerische Versuch muß aufs Schärfste bekämpft werden, da kennen die Ökoumweltzerströrungspartei und ihre Freunde kein Pardon.

Und auch die Verfasserin des lustigen Artikels in der Badischen hat ja schon mal eine Strategie zur Konfliktentschärfung aufgezeigt: Einfach ein bißchen lächerlich machen, das Auerhuhn, einfach nicht so ernst nehmen, dieses dumme Huhn, das einen Windradrotor mit einem Habicht verwechseln könnt, hahaha! (!könnte! Konjunktiv! steht ja noch gar nicht fest!) - das ist ja schon ein bißchen "kurios bis amusant", nicht wahr?

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Florian Kneibel  

Florian Kneibel

Registriert seit: 15.09.2011

Kommentare: 16

02. März 2012 - 11:38 Uhr

@Reiner Jeck Geothermie

Oha ..... sagen dies aber lieber nicht so laut, wenn sich Staufener Bürger in Ihrer Nähe befinden.

@Petra Simon

*Applaus* selten einen so guten und treffenden Kommentar hier gelesen!!

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Michael Berner

Registriert seit: 10.01.2011

Kommentare: 917

02. März 2012 - 12:13 Uhr

Es _könnte_ also Streß für ein Auerhuhn bedeuten. Also bisher eine reine Annahme. Was für Streß lösen die Windräder erst bei sich artikulieren könnenden Menschen aus, deren Blutdruck beim Anblick von Windrädern in die Höhe schnellt und nicht mehr rational handeln und argumentieren können - und das nur beim Anblick der Planung! Warum nimmt hier niemand Rücksicht? Sind Tiere nun mehr Wert als Menschen? Gerade der Blauen wird von so vielen Menschen im ganzen Dreiländereck gesehen, dass sich hier ungeheurer Streß für diese Spezies ergeben könnte und zugegebenermaßen ist dieses Vorhaben bei der Dominanz des Berges sehr Provokativ, da andere Standorte gar nicht mehr untersucht werden. Doch Moment, es geht ja in diesem Zusammenhang auch nur um das Auerhuhn. Da dieses wie im Artikel geschrieben in Rußland und Skandinavien noch in Massen vorkommt habe ich ein bekanntes Wichtelmännchen in Südschweden gefragt und dieses konnte mir nach einer Auerhuhnrücksprache versichern, dass sich der Streßfaktor dort im Gegensatz zum Menschen sehr in Grenzen hält. Was wollen wir nun wissenschaftlich daraus schließen? Meine Schlussfolgerung "könnte sein", dass diese Diskussion, genau wie mein Kommentar hierzu, überflüssig ist - vielleicht.

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Alexander Schill

Registriert seit: 29.07.2011

Kommentare: 7

02. März 2012 - 12:22 Uhr

Diese besch.....Windräder nerven nur noch....ich kann`s nicht mehr hören.... Ein Schnellschuss nach dem anderen. Leute.....ich war bei einem Vortrag von Andreas Kieling...der war auch lange in China. Der erzählt, dass die sich einen Dreck scheren um den Rest....und da wollen wir Umwelschutzpolizeil spielen. Wir glauben, dass Zentrum der Welt zu sein....pahhh.....und anderen alles aufdrücken zu müssen. Für die ist China das Zentrum. Und wenn die AKWs bauen, dann bauen die diese AKWs. Diese Thematik kotzt mich so langsam an.

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Michael Riedle

Registriert seit: 17.07.2011

Kommentare: 582

02. März 2012 - 12:41 Uhr

@Alexander Schill

... und jetzt gleich aus dem Fenster hüpfen weil der Nachbar hat das ja auch gemacht...... omg

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Benjamin Wasmer

Registriert seit: 14.04.2011

Kommentare: 57

02. März 2012 - 13:00 Uhr

GRUENE Regierung = Oekoterror

In Sachen Oekostrom sind viel zu viele Privatinteressen miteinander verstrickt. Hier wird schlicht gelogen und betrogen. Aber das stoert den gruenen Oekomichl nicht, hauptsache es steht "Oeko" drauf und der Dreck liegt nicht vor der eigenen Haustuere. Wo und wie die Anlagen produziert werden [China] stoert jene Leute komischerweise nicht ansatzweise. Dass es sich nur um eines dreht, naemlich Geldmacherei, sehen nur die wenigsten!

PS: Habe im Uebrigen noch keine einzige Statistik gesehen, die mir glaubhaft verdeutlichen kann, wie lange ein Windrad pro Tag laeuft! Eine Rechnung ueber die Folgekosten von Windkraft und Sonnenenergie suche ich ebenfalls vergebens.

PPS: Fuer jedes Land haben wir uebrigens Vorschlaege, wie es ihre Fauna retten und bewahren soll. Seien es Elefanten in Suedafrika, Bonobos im Kongo oder Tiger in Asien. Was vor der eigenen Haustuere passiert, was solls...

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Benjamin Wasmer

Registriert seit: 14.04.2011

Kommentare: 57

02. März 2012 - 13:22 Uhr

"So gelte etwa ein Störungsverbot, Ausnahmen dürfen nur gemacht werden, wenn es "zwingende Gründe des öffentlichen Interesses" gibt"
Richtig. Schlittenhunderennen zum Beispiel oder Schneeschuhgeher, die meinen selbst im tiefsten Winter durch jeden Wald marschieren zu koennen!

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Engelbert Bergmann

Registriert seit: 16.02.2012

Kommentare: 3

02. März 2012 - 13:32 Uhr

Bei den meisten Kommentaren weiß man wirklich nicht ob man lachen oder weinen soll. Meiner Meinung nach sind Windräder bestimmt nicht das Alleheilmittel für unsere Stromversorgung, aber dennoch (zusammen mit den anderen wohlbekannten Regenerativen) Teil der Lösung. Außerdem sollten wir auch unseren eigenen Energieverbrauch kritisch überprüfen. Da sehe ich sehr große Einsparpotentiale. Und da kann wirklich jeder seinen Teil dazu beitragen. Was ich gar nicht verstehen kann sind solche hanebüchenen Aussagen wie Grüne = Umweltzerstörungspartei oder Ökoumweltzerstörungspartei. Das die Standorte der Windräder diskutiert werden, auch hinsichtlich durch die Windräder gefährdeter Arten, ist richtig und wichtig. Dennoch müssen wir als Gesellschaft auch einen Preis dafür zahlen, als weltweite Vorreiternation unter den Industriestaaten, keine Atomkraftwerke mehr laufen zu lassen. Über die Ästhetik der Windräder in der Landschaft kann man bestimmt auch trefflich streiten. Man kann es meiner Meinung nach aber auch genauso gut sein lassen.

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Kara Halle

Registriert seit: 26.02.2011

Kommentare: 29

02. März 2012 - 14:04 Uhr

„Es könnte also Stress für ein Auerhuhn bedeuten.“

Und wie viel Stress geht von den natürlichen, fürs Wohlbefinden der Population notwendigen, natürlichen Feinden wie Fuchs, Raubvögel, Wolf usw.. aus?

Statt Windrädern fürs Auerhuhn, Fledermaus, Juchtenkäfer usw. lieber Atomkraftwerke?

Dann könnte man doch gleich diese ganzen schützenswerten Kreaturen in die alten, deutschen Uranbergwerksgebiet umsiedeln (http://de.wikipedia.org/wiki/SDAG_Wismut) . Die Bundesregierung gibt dort 13 Milliarden € aus Steuergeldern für die Sanierung aus. Da kann man sicher was für Auerhuhnhäuser usw. abzweigen. Durch die Radioaktivität dort wären die ganzen Tiere auch vor Fleischessenden Menschen geschützt.

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Petra Simon

Registriert seit: 29.08.2009

Kommentare: 208

02. März 2012 - 14:25 Uhr

@B. Wasmer

"Habe im Uebrigen noch keine einzige Statistik gesehen, die mir glaubhaft verdeutlichen kann, wie lange ein Windrad pro Tag laeuft!"

Das wäre ein bißchen schwierig darzustellen, vor allem deswegen, da das reine Laufen des Windrad noch gar nichts bedeutet: Ein Windrad kann sich drehen auch OHNE Strom herzustelln. Je nach Typ erzeugt so ein Generator erst bei einer Windstärke von 3 - 3,5 m/sec das erste Watt. Die Spitzenleistung wäre die Nennleistung, also je nach Typ, 1,2 oder 3 MW. Ein Durchschnittswert der reinen Laufzeit nutzt da also nicht viel.

Aber vielleicht hilft die sog. Vollaststundenzahl: Das ist ein rechnerischer Wert zum Vergleich von Kraftwerksleistungen. Er besagt, wieviele Stunden im Jahr ein Kraftwerk mit der vollen Nennleistung am Netz gewesen wäre, wenn es IMMER mit Nennleistung gelaufen wäre - was natürlich kein Kraftwerk tut, da es Stillstandszeiten wg. Wartung, Reparatur, Revision etc. hat. Also errechnet man den Vergleichswert "Vollaststundenzahl" so:

Das Kraftwerk X hat im Jahr eine Strommenge von xx Megawattstunden MWh erzeugt.
Es hat eine Leistung von y Megawatt MW.
Wenn man die erzeugte Strommenge xx MWh durch die Leistung y MW teilt, so erhält man die Stundenzahl h, in der das Kraftwerk - wenn es immer mit mit voller Nennleistung gelaufen wäre - seine Jahresstrommenge erzeugt hätte:

xx MWh Gesamterzeugung/y MW Nennleistung = h Laufzeit mit Nennleistung.

Ein Jahr hat 8760 h.

Ein Braunkohlekraftwerk oder ein AKW in der Grundlast laufen im Schnitt zwischen 7.500 und 8.000 h/a mit ihrer Nennleistung.

Windanlagen sind im Jahr 2010 mit 1.360 Vollaststunden am Netz gewesen, im Jahr 2011 mit 1.655 h; das waren also 15,4% bzw. 18,9% des Jahres.

Selbstverständlich laufen die Windräder an sehr viel mehr Stunden im Jahr - aber dann nur mit Bruchteilen ihrer Nennleistung.

Die niedrigste Momentanleistung im Jahr 2010 war meiner Erinnerung nach 90 MW - von ca. 26.000 MW installierter Leistung.

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Karl Alfred Wolpert  

Karl Alfred Wolpert

Registriert seit: 02.03.2010

Kommentare: 1164

02. März 2012 - 15:06 Uhr

"Durch die Radioaktivität dort wären die ganzen Tiere auch vor Fleischessenden Menschen geschützt."

Und einfache Beute für fleischfressende Raubtiere.

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irene schwarz

Registriert seit: 18.10.2011

Kommentare: 162

02. März 2012 - 15:53 Uhr

Windräder sind eine Alternative zur Energiegewinnung, gleichwohl muss man man prüfen wie verträglich sie mit der Umwelt (Standort) sind. Alles hängt mit Allem zusammen , so ist auch jede einzelne Pflanzen- und Tierart schützenswert. Jede Einzelne davon erfüllt wichtige ökologische Aufgaben. Um Energie zu sparen heißt das Stichwort Selbstbegrenzung und Verzicht. Dafür sind die meisten aber nicht bereit. Das ständige "Wachstum" ist mit den Grenzen der Natur sowieso nicht vereinbar.

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Heino Lukas

Registriert seit: 13.03.2010

Kommentare: 102

02. März 2012 - 15:57 Uhr

@ Axel Saffran

Dann erzählen Sie mir mal, wie man "ganzheitlich" umweltfreundlich Energie erzeugt bzw. den heutigen Energiebedarf nachhaltig deckt?

Ich denke man muss stufenweise immer wieder kleine Kompromisse eingehen. Das Wohl des Auerhahns liegt mir tatsächlich nicht so am Herzen (obwohl es ein sehr schönes Tier ist) wie eine breite ökologische Energiegewinnung. Es ist ja nicht so, dass die Wälder und Lebensräume des Auerhahns gerodet oder zerstört werden. Es könnte (!!!) lediglich sein, dass es einen gewissen Radius um ein Windrad gibt, in dem sich der Auerhahn nicht wohl fühlt. Man weiß es aber nicht! Vielleicht in fünf Jahren - aber nur vielleicht. Jeder darf selbstverständlich anderer Ansicht sein.

Man bedenke auch, dass sich die Flora und Fauna auch unabhängig des menschlichen Einflusses ändert... Auch ohne Windräder.

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Florian Jesse

Registriert seit: 08.07.2011

Kommentare: 86

02. März 2012 - 16:05 Uhr

Wenn man es wirklich ernst meint mit dem Auerhahnschutz, dann müsste man auch die Zufahrtsstraßen zu den höchsten Schwarzwaldgipfeln (z.B. Feldberg, Kandel, Toter Mann, Hinterwaldkopf, ...) komplett sperren, die Lifte und Schneekanonen abbauen und nur noch Wanderer auf abgesteckten Wegen zulassen. Da das ja offensichtlich nicht gewünscht ist, warum nicht auf den sowieso schon erschlossenen und massentouristisch genutzten Gipfeln auch Windanlagen zulassen? Ich glaube kaum, dass sich z.B. auf dem Seebuck so viele Auerhühner aufhalten, bei dem was da im Winter so los ist.

Ich persönlich zweifel ehrlich gesagt daran, dass die Auerhühner sich von Windrädern so sehr stören lassen. Das Hauptproblem dürften wohl die Bauarbeiten sein, danach gewöhnen sich die Hühner wahrscheinlich daran. Eine ähnliche Diskussion gabe es übrigends schon vor vielen Jahren als die ersten Windräder gebaut wurden. Damals hieß es, dass Fledermäuse durch die Räder sterben würden, was auch an einigen Kadavern belegt wurde. Dummerweise kam dann später raus, dass die toten Tiere vor der Begehung extra von gewissen Personen in den Bereich unterhalb der Windräder gelegt wurden.

Und zu den Windkraftkritikern hier im Forum: Kritik ist immer berechtigt, dann aber bitte auch mögliche Alternativen aufzeigen. Atomkraft ist zu gefährlich, Erdöl und Gas sind endlich und machen uns extrem abhängig von dubiosen Diktatoren, Kohle zu umweltschädlich. Wasserkraft ist bis auf einige Kleinkraftwerke schon fast vollständig ausgenutzt, Photovoltaikanlagen aufgrund des geringen Wirkungsgrades auch nur begrenzt leistungsfähig. Wo soll dann der Strom herkommen?

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Benjamin Wasmer

Registriert seit: 14.04.2011

Kommentare: 57

02. März 2012 - 16:26 Uhr

@ Florian Jesse:"Wo soll dann der Strom herkommen?"
Gute Frage. Allerdings sollte die Politik bei allen Jubelarien auf den Oekotrend auch so fair sein und die wahren Kosten und den realen Nutzen offenlegen. Die wahren Kosten werden verheimlicht [Siehe S21]. Wo bleibt hier die Transparenz des GRUENEN Oberlehrers?

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Johannes Güntert  

Johannes Güntert

Registriert seit: 10.05.2009

Kommentare: 558

02. März 2012 - 17:00 Uhr

Das Auerhuhn fühlt sich unter den schattenwerfenden Bäumen durch die Schattenwürfe der Rotorblätter gestört?!

Schon klar.

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Bernd Bellm

Registriert seit: 23.03.2011

Kommentare: 14

02. März 2012 - 17:22 Uhr

Jedes Windrad ist mit seinem Fuß an der Erde befestigt und die Erde als rotierende Masse bekommt dann Kräfte ab, welche zu einer kleinen Schlingerbewegung führen, falls das Windrad nicht am Äquator angebracht ist. Dort bremst es nur die Erdrotation. Die Wirkung dieser Kräfte addiert sich permanent.

Irgend wann wird also die Erde "eiern" und / oder langsamer ihre Runden drehen.

Egal wie, wir alle und das Auerhuhn müssen uns auf eine neue Situation einstellen. Die Erde wird irgendwann ordentlich schlingern und deutlich langsamer sein, da die Windräder letztlich ihre Energie aus der Erdrotation nehmen. Die Wissenschaft hat das schon bemerkt, allerdings nicht zugeordnet.

Vergl.: http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/0,1518,810316,00.html

Frau Merkel müsste das wissen; die Grünen nicht alle.

Windparks an der Nordsee bringen die Erde mehr in Unwucht als die in Italien oder Spanien oder Griechenland und die bräuchten doch unser Ökocents viel mehr als . . . .

Übrigens halte ich das Auerhuhn für so schlau, dass es den Schatten der Windräder meiden wird, wenn da immer der Habicht kreist.

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Florian Jesse

Registriert seit: 08.07.2011

Kommentare: 86

02. März 2012 - 17:50 Uhr

@Benjamin Wasmer: Der Kosten/Nutzen liegt bei Windkraftwerken deutlich höher als bei Photovoltaik. Der Staat muss hier pro kWh also viel weniger Subventionen zahlen. Die aktuelle Generation der Windräder dürfte an guten Standorten wahrscheinlich schon ohne Subventionen wirtschaftlich zu betreiben sein.

Laut folgenden Zahlen (http://de.wikipedia.org/wiki/Erneuerbare-Energien-Gesetz#Zahlen_zum_EEG) lag die durchschnittlich gezahlte Subvention im Jahr 2010 bei:
Wind: 8,81 ct/kWh
Photovoltaik: 43,57 ct/kWh

Wenn wir von "wahren Kosten" reden, muss man allerdings beachten dass bei allen anderen Formen der Energieerzeugung die Umwelt- und Entsorgungskosten nicht mit eingerechnet werden. Man denke nur mal an die 7 Milliarden Euro, die alleine die Endlagersuche kosten wird oder die Kosten für einen einzelnen Castortransport. Auch gesundheitliche Schäden der Bevölkerung durch die Abgase von Kohle-, Gas-, und Ölkraftwerken muss beachtet werden. Würde man dies tun, so wäre erneuerbar erzeugter Strom wahrscheinlich jetzt schon günstiger als konventionell erzeugter.

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Petra Simon

Registriert seit: 29.08.2009

Kommentare: 208

02. März 2012 - 19:11 Uhr

@ Florian Jesse
"Eine ähnliche Diskussion gabe es übrigends schon vor vielen Jahren als die ersten Windräder gebaut wurden. Damals hieß es, dass Fledermäuse durch die Räder sterben würden, was auch an einigen Kadavern belegt wurde. Dummerweise kam dann später raus, dass die toten Tiere vor der Begehung extra von gewissen Personen in den Bereich unterhalb der Windräder gelegt wurden."

Dummerweise ist das ziemlich dummes Zeug, was Sie da erzählen. Informieren Sie sich bitte, bevor Sie Unfug verbreiten.

http://www.rp.baden-wuerttemberg.de/servlet/PB/show/1302099/rpf-ref56-windkraft.pdf

Die Druckunterschiede lassen die Lungen der Fledermäuse platzen:

http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,574251,00.html

"Atomkraft ist zu gefährlich, Erdöl und Gas sind endlich und machen uns extrem abhängig von dubiosen Diktatoren, Kohle zu umweltschädlich. Wasserkraft ist bis auf einige Kleinkraftwerke schon fast vollständig ausgenutzt, Photovoltaikanlagen aufgrund des geringen Wirkungsgrades auch nur begrenzt leistungsfähig. Wo soll dann der Strom herkommen?"

Tja – nachdem Sie alle anderen Stromerzeugungsarten als untauglich bezeichnen, meinen Sie offenbar, daß die Windkraft die gesamte Stromversorgung übernehmen kann? Interessant. Da die Windkraft nur um die 1.500 Vollaststunden im Jahr Strom erzeugt, müssen wir dann folglich die meiste Zeit des Jahres im Dunkeln sitzen. Tragisch, tragisch.

"Der Kosten/Nutzen liegt bei Windkraftwerken deutlich höher als bei Photovoltaik. Der Staat muss hier pro kWh also viel weniger Subventionen zahlen."

Ebenfalls hochinteressant. Wieviel zahlt denn der Staat an Subventionen für Wind und Solar?

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Florian Jesse

Registriert seit: 08.07.2011

Kommentare: 86

02. März 2012 - 19:54 Uhr

@Petra Simon: "Dummerweise ist das ziemlich dummes Zeug, was Sie da erzählen. Informieren Sie sich bitte, bevor Sie Unfug verbreiten."
Das habe ich getan. Den Artikel mit den hingelegten Fledermäusen kann ich gerade leider nicht finden, dafür ist aber z.B. dieser hier interessant:
"Der Nabu hatte 127 Studien ausgewertet, die weltweit erstellt wurden. Das Fazit des Naturschutzbundes lautete, dass in Deutschland keine Vogelart durch die mehr als 16.000 Windkraftanlagen in ihrem Bestand gefährdet ist." (ich nehme mal an, dass in den Studien auch Fledermäuse untersucht wurden, obwohl es keine Vögel sind)
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,348616,00.html

Sie haben meine Aussage zu der Stromerzeugung etwas missverstanden. Natürlich ist Windkraft nicht die einzige Möglichkeit erneuerbar Strom zu erzeugen. Sie ist aber neben der Wasserkraft die effektivste. Da keine erneuerbare Energiequelle alleine unseren immensen Strombedarf decken kann, müssen eben alle möglichen Quellen möglichst gut ausgenutzt werden. Somit ist die Windkraft also unverzichtbar.

Damit wir nicht das ganze Jahr über im dunkeln sitzen, sind neue Speichermethoden notwendig. Ich setzte da recht viel Hoffnung auf die Möglichkeit mit Strom Gas zu erzeugen und dieses in das Erdgasnetz einzuspeisen und zu speichern. Die Kapazitäten reichen dort für Wochen aus und es können bestehende Gaskraftwerke weiter genutzt werden. Zudem ist der Umstieg leichter, da in der Übergangszeit wenn noch zu wenig regenerative Energie zu verfügung steht weiterhin normales Erdgas für die Kraftwerke verwendet werden kann.

Die beste Möglichkeit wäre natürlich wenn wir erst einmal den Stromverbrauch reduzieren. Wenn alle Einsparotentiale genutzt werden, könnte man den Jahresverbrauch locker um zweistellige Prozentwerte verbessern. Im Sportinstitut in Freiburg konnte z.B. über 10 % an Strom eingespart werden, nur dadurch dass die Standby Einstellungen der Computer verändert und Bewegungsmelder eingebaut wurden.

Zu Ihrer letzten Frage lesen Sie sich bitte noch einmal meinen vorherigen Beitrag durch, dort stehen die Zahlen.

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Michael Riedle

Registriert seit: 17.07.2011

Kommentare: 582

02. März 2012 - 19:56 Uhr

@Petra Simon

hm, ich frage mich nun echt ob Sie hier nun zum fake schreiben oder ob das was Sie hier von sich geben wirklich ihr erst ist.....

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Axel Kühnemann

Registriert seit: 08.04.2011

Kommentare: 49

02. März 2012 - 20:58 Uhr

Diskriminierung der Männer/Hähne allüberall!
Der Artikel erwähnt nur des Auer"huhn", wo bleibt der Auermann,
sorry, Auerhahn?
Intensive Gespräche mit Auerhähnen, die in der Nähe von Windkraftanlagen
leben, ergaben (Untersuchung von Prof.Dr.Dr.Schrepphahn), dass die
Libido der dort lebenden Auerhühner aufgrund der Verschattungen und
des Geräuschpegels gegen Null sinkt. Ist dies vielleicht der Grund der
immer geringer werdenden Population?

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Petra Simon

Registriert seit: 29.08.2009

Kommentare: 208

02. März 2012 - 23:04 Uhr

@Florian Jesse
P.S. "Dummerweise ist das ziemlich dummes Zeug, was Sie da erzählen. Informieren Sie sich bitte, bevor Sie Unfug verbreiten."

Jesse: "Das habe ich getan. Den Artikel mit den hingelegten Fledermäusen kann ich gerade leider nicht finden, "

Ich helfe Ihnen gern:

http://www.taz.de/1/archiv/archiv/?dig=2005/07/30/a0105

http://www.badische-zeitung.de/freiburg/aus-dem-archiv-artenschutz-gefaehrdet-projekte--12862995.html

Eine geradezu klassische Verschwörungstheorie, wie selbst die Badische Zeitung festgestellt hat. Sie steht gegen jede Menge empirische wissenschaftliche Untersuchungen zur Gefährdung der Fledermäuse durch WKA. Ich habe Ihnen Beispiele verlinkt.

Jesse: "...dafür ist aber z.B. dieser hier interessant:
"Der Nabu hatte 127 Studien ausgewertet, die weltweit erstellt wurden. Das Fazit des Naturschutzbundes lautete, dass in Deutschland keine Vogelart durch die mehr als 16.000 Windkraftanlagen in ihrem Bestand gefährdet ist." (ich nehme mal an, dass in den Studien auch Fledermäuse untersucht wurden, obwohl es keine Vögel sind)
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,348616,00.html"

Selbstverständlich findet Herr Trittin als Mitglied einer Umweltzerstörungspartei den Tod von Fledermäusen, Seeadlern und Milanen in Windanlagen vollkommen nebensächlich. Er hat hingegen furchtbare Albträume, wenn er an das entsetzliche Schicksal des Juchtenkäfers in Stuttgart denkt.

Auch der NABU betreibt – wie die anderen Naturschutzverbände - als EE-Industrielobby-Organisation massive Propaganda für den massiven Ausbau der Windanlagen, und kann dort folglich nur geringes Konfliktpotential erkennen. Und entsprechend eiert er herum:

http://www.nabu.de/imperia/md/content/nabude/energie/wind/110317_nabu-position_windenergie.pdf
S4. oben

Inzwischen heißt der NABU sogar Windräder in Wäldern gut – während er das vor wenigen Jahren noch wegen der Fledermäuse ausschloß. Inzwischen sind alle Hemmungen gefallen.

Wie sagte doch die famose Frau Dr. Dahlbender vom BUND, die wegen des Juchtenkäfers und S21 Klage gegen die Bahn eingereicht hat, im Zusammenhang mit Vögeln und Windrädern so treffend: "Im Einzelfall muß der Naturschutz Opfer bringen".

VDI nachrichten, Düsseldorf, 16.1.04 - Die Umweltverbände Baden-Württembergs, der Bund für Umwelt- und Naturschutz (Bund) sowie der Naturschutzbund (Nabu) haben die Landesregierung aufgefordert, ihre Blockadehaltung gegenüber der Windkraft aufzugeben. Regenerative Energien können ihrer Ansicht nach sehr wohl im Einklang mit der Natur ausgebaut werden. Im Einzelfall müsse der Naturschutz Opfer bringen, erklärten die Landesvorsitzende des Bund, Brigitte Dahlbender, und der Nabu-Landesvorsitzende Stefan Rösler. Die Debatte über Windräder, die die Landschaft verschandeln oder gar als Vogelschredder wirken, bezeichneten beide als "scheinheilig" und "ideologisch". Im Vergleich zu den Tieren, die auf Straßen oder durch Glasscheiben zu Tode kämen, sei die Zahl der Vögel, die von den Rotoren getötet würden, gering. (http://www.naturschutzparadox.de/webside2.htm)

Verlogener und widerwärtiger geht es nicht mehr.

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Petra Simon

Registriert seit: 29.08.2009

Kommentare: 208

02. März 2012 - 23:28 Uhr

@ Jesse:
"Sie haben meine Aussage zu der Stromerzeugung etwas missverstanden. Natürlich ist Windkraft nicht die einzige Möglichkeit erneuerbar Strom zu erzeugen. Sie ist aber neben der Wasserkraft die effektivste. Da keine erneuerbare Energiequelle alleine unseren immensen Strombedarf decken kann, müssen eben alle möglichen Quellen möglichst gut ausgenutzt werden. Somit ist die Windkraft also unverzichtbar."

Na ja, "mißverstanden" – Sie sagten, "die Wasserkraft ist bis auf einige Kleinkraftwerke schon fast vollständig ausgenutzt, Photovoltaikanlagen aufgrund des geringen Wirkungsgrades auch nur begrenzt leistungsfähig. Wo soll dann der Strom herkommen?" Wenn Wasser und PV also nicht mehr viel dazubringen, soll offenbar die Windkraft den Hauptanteil beim Ersatz der jetzt noch laufenden Atom-, Kohle- und Gaskraftwerke tragen. Und das ist hochgradig absurd. Windkraft kann kein Atom- oder Kohlekraftwerk ersetzen. Vor ein paar Tagen lag die Momentanleistung aller 29.000 MW WKA-Leistung bei 400 MW... falls Sie sich vorstellen können, was das heißt...

Jesse: "Damit wir nicht das ganze Jahr über im dunkeln sitzen, sind neue Speichermethoden notwendig. Ich setzte da recht viel Hoffnung auf die Möglichkeit mit Strom Gas zu erzeugen und dieses in das Erdgasnetz einzuspeisen und zu speichern. Die Kapazitäten reichen dort für Wochen aus und es können bestehende Gaskraftwerke weiter genutzt werden. Zudem ist der Umstieg leichter, da in der Übergangszeit wenn noch zu wenig regenerative Energie zu verfügung steht weiterhin normales Erdgas für die Kraftwerke verwendet werden kann."

Da die Herstellung des famosen Windgases wg. des katastrophalen Wirkungsgrades der verschiedenen Umwandlungen bedeutet, daß man ca. 3 kWh aufbringen muß, um nach der Speicherung 1 kWh wieder ins Netz zu bringen, ist das eine abenteuerliche Phantasie und sonst nichts: Eine Energievernichtungsmaschine. Viel besser und viiiiel billiger können Sie gleich russisches Erdgas für die gesamte deutsche Stromerzeugung importieren.

Jesse: " Zu Ihrer letzten Frage lesen Sie sich bitte noch einmal meinen vorherigen Beitrag durch, dort stehen die Zahlen."

Was da steht, ist leider falsch: "Der Staat muss hier pro kWh also viel weniger Subventionen zahlen."

Der "Staat" zahlt keinen Cent Subvention pro kWh. Der Staat zahlt Null. Die Abzocke der Solardachbesitzer und Windradbetreiber (8 % Rendite – PROKON-Werbung!) läuft am Staat vorbei; alle, auch die Friseuse und die Rentnerin, werden direkt mit der Stromrechnung geschröpft. Der Staat hat nur das Gesetz gemacht, daß die Umverteilung von unten nach oben ermöglicht.

Sie sollten sich wirklich etwas besser informieren.

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Michael Riedle

Registriert seit: 17.07.2011

Kommentare: 582

03. März 2012 - 01:12 Uhr

@Petra Simon

Klasse Kinotipp eben für Sie in der BZ entdeckt: ""Radioactivists": Fukushima-Film läuft in Freiburger Kino"

Vieleich lernen wir ja noch was :-)

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Waltraud meger

Registriert seit: 13.07.2009

Kommentare: 113

03. März 2012 - 12:49 Uhr

Es gibt auch Windräder, die für weniger windreiche Gegenden (Ökobuch Staufen) geeignet sind, siehe Windmesser und Wetterhähne.

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Bernd Bellm

Registriert seit: 23.03.2011

Kommentare: 14

03. März 2012 - 17:53 Uhr

@Petra Simon & @Florian Jesse

Haben Sie meinen Beitrag mit der Erdrotation und dem "Schlingerkurs" gelesen und verstanden? Ich denke nein, denn dann würden auch Sie nicht mehr für Windkraft plädieren.

Sonnenenergie anzapfen führt auch zu Erdabkühlung, da die Schatten der Solaranlagen nicht mehr die Ziegeldächer aufheizen und dann wird es nachts kühler . . .; dann brauchen wir mehr Heizung und das Klima ist wieder malad.

Wir sind einfach zu viele Nutzer, welche es sich noch leisten können. Ziehen wir in wärmere Gefilde, gehen zeitlich mit den Hühnern ins Bett und reduzieren unseren Wohlstand. Das spart einiges an Energie (Heizen, Strom, Transport, Produktion, . . .). Gute Medizin können wir uns dann nicht mehr leisten, sterben etwas früher und müssen auch nicht mehr ganz Europa und den asiatischen Raum retten. Sonnige Aussichten . . . .

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Florian Jesse

Registriert seit: 08.07.2011

Kommentare: 86

03. März 2012 - 18:20 Uhr

@Bernd Bellm: Ja, ich habe Ihren Beitrag gelesen. Die von Ihnen beschriebenen Kräfte sind im Vergleich zur Gesamtmasse der Erde so gering, dass der Einfluss auf die Erdrotation nicht messbar ist.
http://www.wdr5.de/sendungen/leonardo/s/d/20.01.2011-16.05/b/die-kleine-anfrage-koennen-windparks-die-rotation-der-erde-abbremsen.html

Bei der Photovoltaik existiert das Problem nicht, da der Strom der mit den Solarzellen erzeugt wird am Ende durch den Verbraucher ja auch wieder in Wärme umgewandelt wird (Energieerhaltung). Das einzige was sein könnte ist, dass weniger Sonnenlicht wieder zurück in die Atmosphäre reflektiert wird. Aber auch hier dürften die Effekte so gering sein, dass sie keinerlei messbare Auswirkung haben.

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Silke Steiner

Registriert seit: 10.12.2011

Kommentare: 22

06. März 2012 - 10:15 Uhr

Da im Schwarzwald die Sonne intensiver scheint, sollte man natürlich mehr auf die Sonne im Süden setzen und im Norden mehr auf Wind...ist doch logisch:-) Auerhühner leben wohl ja auch nicht an der Nordsee? Wenn man jedes Dach schon mit Photovoltaik ausrüsten würde, dann wäre schon genug Energie da, behaupte ich mal.

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Benjamin Wasmer

Registriert seit: 14.04.2011

Kommentare: 57

06. März 2012 - 10:39 Uhr

@Frau Steiner: Klingt gut und schoen. Allerdings sollten sie sich einmal mit der Frage der Altlasten infolge der Fotovoltaik beschaeftigen, von weiteren Problemen, z.B. Loescharbeiten im Brandfall, ganz zu schweigen.

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