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12. Dezember 2011 18:53 Uhr

Wettbewerb

Jobmotoren in Südbaden gesucht

Welches Unternehmen in Südbaden hat 2011 die meisten Stellen geschaffen? Das wollen die Badische Zeitung und ihre Partner beim Wettbewerb Jobmotor ermitteln.

  1. Reichlich Arbeit gibt es in Deutschland. Foto: dapd

Allen Unsicherheiten zum Trotz war das zu Ende gehende Jahr 2011 für die Arbeitnehmer und die Unternehmen in Deutschland ein ausgezeichnetes Jahr. Um rund drei Prozent dürfte die Wirtschaft gewachsen sein. Weder die Schuldenkrise in Euroland, noch die Atomkatastrophe im japanischen Fukushima haben die Wirtschaft aus der Bahn geworfen. Nach den Zahlen des Statistischen Bundesamtes waren im Herbst 477 000 Menschen mehr in Arbeit als im Jahr 2010.

Die Statistiker zählten 41,5 Millionen Erwerbstätige. Das ist ein neuer Rekord und ein Zuwachs von 1,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Wenn die Zahlen des Forschungsinstituts BAK Economics in Basel stimmen, ist Südbaden noch schneller gewachsen als der Rest der Republik. Das liegt an den vielen exportstarken Firmen in der Region, die 2011 oft Mühe hatten, die riesige Anzahl von Aufträgen fristgerecht zu bewältigen.

Wir, die Badische Zeitung und ihre Partner, wollen wissen, welche Firma die meisten Stellen im zu Ende gehenden Jahr geschaffen hat. Deshalb veranstalten wir zum sechsten Mal den Wettbewerb Jobmotor. Wir verleihen den Preis 2011 an diejenigen Betriebe, die die meisten Arbeitsplätze schaffen.

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Sonderpreis für Energieeffizienz im Betrieb

Es ist allerdings ein Unterschied, ob ein kleiner Handwerksbetrieb neue Stellen einrichtet oder ob ein großer Industriebetrieb seine Belegschaft aufstockt. Damit nicht Äpfel mit Birnen verglichen werden, wird der Preis in drei Kategorien vergeben: für Betriebe mit bis zu 19 Beschäftigten, für Betriebe mit 20 bis 199 Beschäftigten und für Betriebe mit 200 Beschäftigten oder mehr. Gezählt werden sozialversicherungspflichtige Stellen, ob Teilzeit oder Vollzeit – dazu zählen auch Lehrstellen. Außerdem loben wir einen Sonderpreis für das Unternehmen aus, das am meisten für die Energieeffizienz im Betrieb getan hat. Dieser Sonderpreis ist unabhängig von der Zahl der neu geschaffenen Arbeitsplätze.

Bis zum 31. Januar 2012 sind Bewerbungen möglich. Die Ehrung der Sieger findet am 9. März in der Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau statt. Über die Vergabe der Preise entscheidet eine Jury.

Bei der vergangenen Wettbewerbsrunde im Jahr 2010 haben die 45 teilnehmenden Firmen 1871 neue sozialversicherungspflichtige Stellen geschaffen. Das ist ein neuer Rekord. Der bisherige Höchststand – 1379 neue Stellen im Jahr 2007 – wurde damit übertroffen.

Den höchsten Zuwachs an Stellen verzeichnete unter den größeren Firmen das Abrechnungszentrum Emmendingen, eine Einrichtung der Betriebskrankenkassen. Dort werden beispielsweise die Rezepte der Patienten bearbeitet und Rechnungen beglichen. In der mittleren Kategorie ging der Preis Jobmotor an die Firma WST Präzisionstechnik aus Löffingen. Das ist ein Spezialist für die Herstellung von Drehteilen. Einen Jubiläums-Jobmotor erhielt Burkart Knospe, der Chef des Messtechnikherstellers Testo. Sein Unternehmen nahm in jedem Jahr am Wettbewerb teil und hat in den zurückliegenden Jahren viele neue Stellen geschaffen.

Der Sonderpreis Gesundheit ging gleichermaßen an die Sander Umformtechnik aus Renchen-Ulm, die SBS Feintechnik aus Schonach und die Grenzach Produktions GmbH, eine Tochter des Pharmaherstellers Bayer. Diese Unternehmen tun besonders viel für die Gesundheit ihrer Mitarbeiter am Arbeitsplatz.

Der Wettbewerb Jobmotor wird seit 2006 gemeinsam veranstaltet von der Badischen Zeitung, den Industrie- und Handelskammern Freiburg, Schopfheim und Villingen-Schwenningen, der Handwerkskammer Freiburg und dem Wirtschaftsverband Industrieller Unternehmen Baden. Die Veranstalter wollen mit der Vergabe des Preises zeigen, dass entgegen landläufiger Meinung in der Wirtschaft nicht ständig Arbeitsplätze abgebaut werden, sondern im Gegenteil viele neue Stellen geschaffen werden. Selbst in der Krise des Jahres 2009, als die deutsche Wirtschaft um fast fünf Prozent schrumpfte, haben heimische Firmen neue Arbeitsplätze eingerichtet. Damals nahmen 58 Firmen am Wettbewerb teil, die 1097 neue Jobs schufen.

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Autor: Jörg Buteweg