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23. Dezember 2008
Rexam rechnet mit 60 neuen Jobs
Der Pharmazulieferer in Neuenburg am Rhein erweitert derzeit sein Werk
NEUENBURG. Trotz Finanzkrise: Im zu Ende gehenden Jahr haben südbadische mittelständische Unternehmen wieder zahlreiche neue Jobs geschaffen. Um das deutlich zu machen, hat die Badische Zeitung zusammen mit dem Wirtschaftsverband WVIB, der Handwerkskammer Freiburg sowie den Industrie- und Handelskammern Südlicher Oberrhein und Hochrhein-Bodensee den Wettbewerb Jobmotor ins Leben gerufen. Der Wettbewerb findet zum dritten Mal statt. Die Anmeldefrist läuft bis zum 31. Januar, die Preise werden am 20. März in der Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau verliehen.
Heinz Siebold sprach mit Bernhard Rohn, Entwicklungsleiter der Rexam Pharma Division und Werksleiter in Neuenburg. Rexam war im vergangenen Jahr in der Kategorie über 200 Arbeitsplätze dritter Sieger.
BZ: Sie haben an dem Wettbewerb Jobmotor bereits 2008 teilgenommen und haben sich für 2009 wieder beworben. Was hat Sie dazu bewogen?
Rohn: Rexam Pharma hat in diesem Jahr 51 neue Arbeitsplätze am Standort Neuenburg geschaffen und wir werden 2009 weiter wachsen. Der Jobmotor ist eine Plattform, die einer breiten Öffentlichkeit zeigt, dass mit Innovationsfähigkeit und Einsatzbereitschaft Arbeitsplätze geschaffen werden können.
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Rohn: Unser Unternehmen ist im Bereich der Entwicklung und Herstellung von Kunststoff-Spendegeräten und Verpackungen für die pharmazeutische Industrie tätig. Produktbeispiele hierfür sind Inhalatoren und Insulinpens. Der Absatz von Medikamenten ist grundsätzlich auch von den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen abhängig, dies jedoch in einem wesentlich geringeren Ausmaß als dies zum Beispiel in der Automobilindustrie oder dem Maschinenbau der Fall ist. Wir erweitern derzeit unser Werk um rund 3000 Quadratmeter für ein Großprojekt, das im dritten Quartal 2009 in Produktion gehen wird. Wir planen in diesem Rahmen im Jahr 2009 wieder etwa 60 neue Arbeitsplätze zu schaffen.
BZ: Es ist oft vom Fachkräftemangel die Rede. Wie decken Sie den Fachkräftebedarf in Ihrem Unternehmen?
Rohn: Wir haben derzeit fünf Auszubildende, die Verfahrensmechaniker Kunststoffspritzguss lernen und zwei Industriekaufleute. Im nächsten Jahr werden wir erstmals einen Ausbildungsplatz zur Fachkraft für Lagerwirtschaft anbieten. Des weiteren haben wir 2007 begonnen, mit der Berufsakademie Lörrach Ingenieure im Studiengang Mechatronik auszubilden. Wir brauchen aber aufgrund des starken Wachstums auch Verstärkung von außen. Wir haben jedoch Schwierigkeiten, ausgebildete Verfahrensmechaniker für den Kunsstoffspritzguss, Indus triemechaniker oder Mechatroniker sowie Ingenieure aus dem Bereich Kunststofftechnik und Automatisierung auf dem Markt zu finden.
BZ: Was wünschen Sie sich für das Jahr 2009 für ihre Firma?
Rohn: Dass wir in der Lage sind, genügend hochqualifizierte und motivierte Fachkräfte einzustellen – dies ist die wichtigste Grundlage für ein erfolgreiches und nachhaltiges Wachstum.
http://www.badische-zeitung.de/jobmotor
Autor: sie


