Arbeit auch in den Ferien

Margareta Holzreiter

Von Margareta Holzreiter

Sa, 08. September 2018

Neuenburg

Schulen bereiten sich auf neues Schuljahr vor / Besuch am KGN.

NEUENBURG AM RHEIN. Während die Schüler noch in den Ferien sind, bereiten sich die Schulen schon auf das kommende Schuljahr vor. Die BZ hat nachgefragt, was dabei genau passiert. Beispielhaft am Kreisgymnasium in Neuenburg.

Schon seit Montag ist das Schulleitungsteam um Rainer Kügele wieder täglich in der Schule. Aber auch viele Lehrer seien bereits wieder im Schulhaus. "Man merkt, wie es im Schulhaus wieder zunehmend zu wuseln beginnt", sagt Kügele. Den eigenen Unterrichtsstoff haben diese aber zumeist bereits zu Beginn der Ferien vorbereitet. Denn dann seien die Lehrer, laut Kügele, den Schülern und ihren Bedürfnissen und Fähigkeiten noch näher. Der Teil des Kollegiums, der sich in den Ferienwochen im Schulhaus befindet, sei über die Vorbereitung des eigenen Unterrichts hinaus in der Schule aktiv, denn "die Vorarbeit wird von ganz vielen geleistet", lobt Kügele. "Schüler sehen manchmal gar nicht, wie viel die Lehrer außerhalb der Unterrichtszeit und auch in den Ferien leisten."

Denn zu tun gibt es in den Ferien jede Menge: Die Logins und Accounts der neuen Schüler und Lehrer für das schuleigene Intranet einzurichten, zum Beispiel. Und auch die Terminplanung für das ganze Schuljahr sei in den Ferien bereits in Angriff genommen worden: Elternabende, Klassenfahrten, Praktika und Schulveranstaltungen müssen alle im Terminkalender der Schulen untergebracht werden. Dazu kommen die zahlreichen Nachbestellungen: neue Bücher etwa oder Chemikalien für den Chemie-Unterricht.

Arbeiten am Schulgebäude selbst wurden auch verrichtet. Es wurde gereinigt und der komplette Boden anschließend neu versiegelt. In den Klassenräumen wurden zudem zahlreiche Reparaturen vorgenommen. Sogar am Teich hinter der Schule wurde in den Ferien gearbeitet: Ausgesetzte Fische vermehrten sich dort so stark, dass man diese abfischen musste.

Auch für die 73 neuen Fünftklässler am KGN muss eine Menge vorbereitet werden. Sie werden in Klassen aufgeteilt, anhand zweier Kriterien: dem Wohnort und den Wunsch-Klassenkameraden der Schüler. Damit die Neuankömmlinge sich wohlfühlen, versuche man die Wünsche jedes einzelnen zu erfüllen. Außerdem werden Infomappen für die Eltern und kleine Überraschungen für die jungen Neuankömmlinge gefertigt. Auch späte Anmeldungen von Schülern mussten noch bearbeitet werden.

Ein weiterer fixer Bestandteil der Ferienzeit ist die Planung der neuen Stundenpläne. Diese beginnt jedoch nicht erst in der letzten Ferienwoche: Bereits seit Juli, sobald die Deputate der Lehrkräfte verteilt sind, beginnen die Planungen. Dabei achte man vor allem darauf, dass die Schüler keine Leerstunden haben und natürlich auch darauf, dass die Räume zum Beispiel nicht doppelt belegt werden. Es gibt sogar ein neues Schulfach am Gymnasium: Wirtschaft/Beruf- und Studienorientierung (WBS) heißt es und wird für Schüler ab der achten Klasse Teil des Stundenplans.

Zum Pflichtunterricht kommen zahlreiche Nachmittagsangebote für das neue Schuljahr, unter anderem eine Robotik- und eine Möbelbau-AG. Das vielfältige Nachmittagsangebot sei laut Kügele durch die sehr gute Lehrversorgung am KGN möglich. Nur eine Lehrerin hat das Gymnasium zum Schuljahresende verlassen, zwei neue Kollegen haben am Freitag nach einer Hausführung die Schlüssel übergeben bekommen. Außerdem fand am Freitag die erste Dienstbesprechung des gesamten Kollegiums im Rahmen eines großen Lehrerfrühstücks statt, bevor am Montag der Schulalltag richtig losgeht.