Programm zeigt Erfolge

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Do, 13. November 2014

Neuenburg

Sponsoren für Förderangebot an der Werkrealschule gesucht.

NEUENBURG AM RHEIN (jja). Die Zusammenarbeit der Zähringer Werkrealschule mit dem Freiburger Blicklabor soll weitergeführt, und, wenn es die Finanzierung erlaubt, auf weitere Klassen ausgeweitet werden. Das Projekt, das sich an Schüler mit Rechtschreib- oder Rechenschwäche wendet, hat in der Pilotphase messbare Erfolge erzielt, berichtet Klassenlehrerin Sylvia Huck, die das Wahrnehmungstraining zum letzten Schuljahr an die Schule geholt hat. Schüler, die zuvor Mühe hatten, sich zu konzentrieren, hätten sich stark verbessert, freut sich Huck. Auch bereits diagnostizierte Teilleistungsstörungen wie LRS wurden abgebaut oder konnten sogar ganz behoben werden. Das lasse sich nicht nur an den verbesserten schulischen Leistungen ablesen. Die Klasse sei jetzt diszipliniert und konzentriert bei der Sache. "Eine wahre Traumklasse", findet die Lehrerin, die selbst von dem Erfolg überrascht ist. "Es ist schön zu sehen, wie viel möglich ist, wenn die Konzentration stimmt", sagt sie. Grundlage des Trainingsprogramms, das sich auf die Erkenntnisse der Hirnforschung stützt, ist die Annahme, dass Wahrnehmungsfunktionen und Teilleistungsschwächen miteinander einhergehen. Trainiert werden deshalb Blicksteuerung, Simultanerfassung, aber auch das Hören. 15 Schüler der sechsten Klasse haben ein Schuljahr am Übungsprogramm teilgenommen. Täglich waren sie für fünf bis zehn Minuten an den Geräten beschäftigt, die in der so genannten Lerninsel bereitstehen – einem Bereich, der in der Werkrealschule für individualisierte Lernformen zur Verfügung steht.

Soll das Projekt weitergeführt werden, braucht es allerdings weiterhin die Unterstützung von Sponsoren. Im vergangenen Schuljahr sind 5000 Euro zusammengekommen, gestiftet vom Lions Club Müllheim, dem Kiwanisclub Neuenburg und der Volksbank Neuenburg. "Das Projekt steht in den Startlöchern, jetzt geht es nur noch um die Finanzierungsfrage", sagt Sylvia Huck und fügt an: "Es wäre schade, wenn das Potenzial der Schüler nicht ausgeschöpft würde."