Zur Navigation Zum Artikel

Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.

28. Juni 2012

Neuer Verein will fördern, helfen und ergänzen

"Lebendiges Oberhof" gegründet / Wittneben ist Vorsitzender.

MURG-OBERHOF. Nun hat Oberhof den Bürgerverein Lebendiges Oberhof e.V. Zur Gründungsversammlung fanden sich am Dienstagabend rund 30 Männer und Frauen im Café Miteinand im alten Schulhaus in Oberhof ein. "Eine gute Gelegenheit, in die Geschichte einzugehen", nannte Oberhofs Ortsvorsteherin Angelika Eckert das Projekt, denn laut Google-Recherchen sei der Bürgerverein nicht nur der erste in Oberhof, sondern im Kreis Waldshut allgemein. Den Vorsitz übernimmt Jürgen Wittneben. Der 63-Jährige zog vor knapp eineinhalb Jahren vom Niederrhein nach Oberhof und nimmt seither rege am gesellschaftlichen Ortsleben teil. Zweite Vorsitzende ist Gudrun Tritschler – als "Alteingesessene" eine gute Ergänzung, so Eckert. Ebenfalls einstimmig gewählt wurden Kassierer Angelus Schindler und Schriftführerin Frieda Eckert. Revisoren sind Frank Geiger und Walter Sautermeister.

Der Vorstand widmet sich in seiner zweijährigen Amtszeit der Aufgabe, bürgerliches Engagement unter dem Dach des neu gegründeten Vereins zu bündeln. Traditionelles Brauchtum soll ebenso gefördert werden wie die Heimatpflege. Aber auch Vorträge, Kulturveranstaltungen und berufsbildende Maßnahmen sollen unter dem Dach von "Lebendiges Oberhof", von den Gründern bereits liebevoll "Leo" genannt, einen Platz finden.

Werbung


Das Gründungsteam hatte sich seit Sommer vorigen Jahres gründlich vorbereitet. So lag nicht nur eine ausformulierte Vereinssatzung vor, in den Reihen der Anwesenden fanden sich auch genügend Bürger, die große Bereitschaft zeigten, ein Vorstandsamt zu übernehmen. "In der heutigen Zeit keine Selbstverständlichkeit", so der als Wahlleiter fungierende Murger Bürgermeister Adrian Schmidle.

Die Notwendigkeit der Gründung umriss Mitinitiator Frank Geiger mit dem Stichwort "Dorfgemeinschaft ohne Schule". Wo Schüler sind, seien auch Eltern, die sich gerne engagieren. Mit der Schließung der Oberhofer Grundschule fehlt es dem Wunsch, sich für die Gemeinschaft stark zu machen, an Raum. Diesen soll der Bürgerverein bieten – aber nicht in Konkurrenz zu bestehenden Verein, so Geiger. Der Bürgerverein wolle fördern, helfen und ergänzen.

Mitglieder zahlen Jahresbeitrag von mindestens zwölf Euro

Das betonte auch Wittneben. Als Schwerpunkte der künftigen Vereinsarbeit nannte der Vorsitzende unter anderem die Förderung des Oberhofer Kindergartens, den Ausbau des Bürgertreffs Café Miteinand und das Organisieren von Festen. Erste Hand wurde da bereits schon angelegt: Zum Bezirksmusikfest wird ein Ballonwettbewerb für Kinder organisiert.

Der Mitgliedsbeitrag wurde festgesetzt auf mindestens zwölf Euro pro Jahr für Erwachsene, Vereine oder Firmen, bis 18 Jahre wird kein Beitrag erhoben. Mitgliedsformulare sind erhältlich in der Ortsverwaltung oder immer am letzten Freitag im Monat beim Bürgertreff.

Autor: Tanja Oldenburg