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04. August 2012

Oberrotweil soll in hellem Licht erstrahlen

Ortschaftsrat beriet über Wunschliste für den Haushaltsplan 2013 / LED-Leuchten und ein weiteres Stück Gehweg in der Hauptstraße.

  1. Die provisorische Gehwegverbreiterung in der Oberrotweiler Hauptstraße hat sich bewährt. Nun will der Ortschaftsrat einen weiteren provisorischen Gehwegabschnitt einrichten. Foto: benjamin bohn

VOGTSBURG-OBERROTWEIL (bbon). Die jüngste Sitzung des Oberrotweiler Ortschaftsrats stand im Zeichen des Haushalts 2013. Das Gremium wünscht unter anderem, dass die Straßenbeleuchtung auf LED-Technik umgerüstet und ein weiterer Abschnitt der Hauptstraße mit einem provisorischen Gehweg ausgestattet werden.

Auch wenn Wunsch und Umsetzung oft zwei Paar Stiefel seien, wollten die Ratsmitglieder mit ihren Anmeldungen für den Haushalt 2013 auf Defizite im Dorf hinweisen, sagte Ortsvorsteher Arno Landerer. Es sei teilweise nicht mehr tragbar, sich so düster als Ferienort zu präsentieren. Daher sollten nach und nach die bisherigen Leuchtmittel durch LED-Technik ersetzt werden, um die Plätze und Straßen Oberrotweils mit warm-weißem Licht zu erhellen. Die LED-Technik biete ein erhebliches Mehr an Beleuchtungsmöglichkeiten, und wenn alle Lampen umgerüstet seien, könnten 60 Prozent Energie eingespart werden, betonte der Ortsvorsteher. Außerdem sei der Durchgang am Wachthiisli mit neuen LED-Strahlern beleuchtet, so Landerer.

Des Weiteren wollen die Räte, dass 20 000 Euro für die Sanierung des Wirtschaftsweges am Henkenberg zwischen Oberrotweil und Burkheim eingeplant werden. Um den gesamten Weg zu sanieren, sind rund 160 000 Euro notwendig.

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Landerer erinnerte an den ursprünglich provisorisch eingerichteten Fußweg in der Hauptstraße. "Damit haben wir positive Erfahrungen gemacht", unterstrich er. Daher sollte zwischen dem alten Markt, Hauptstraße 62 und der Post ein weiteres Stück mit einem provisorischen Fußweg ausgestattet werden. Mit der Gehwegverbreiterung soll mehr Sicherheit für Fußgänger und auch eine Planungsgrundlage für eine mögliche Sanierung der Straße geschaffen werden, so Landerer. Da es sich dabei um eine Landstraße handele, sei aus heutiger Sicht aber erst wieder 2015 mit Zuschüssen für eine Sanierung zu rechnen, erklärte Bürgermeister Gabriel Schweizer.

Auch die Schilder an den Bushaltestellen seien unansehnlich, klagte Landerer. Neue Schilder im gesamten Stadtgebiet würden rund 36 000 Euro kosten, sagte Schweizer. "Alles, über was wir uns unterhalten, ist nur im Bereich des Machbaren umsetzbar", so der Rathauschef.

Außerdem informierte der Ortsvorsteher, dass bald der Mauerdurchbruch im hinteren Friedhofsbereich ein neues Tor bekommt. Er freute sich, dass der Verein "Einsegnungsstätte Oberrotweil" die 6000 Euro für das Tor übernehmen will. Weil es im hinteren Bereich recht eng sei, müssten einige Quadratmeter Boden erworben werden, um eine Wendemöglichkeit zu schaffen. "Wir wollen dort keinen zweiten Parkplatz anlegen", so Landerer. Vielmehr soll mit dem Abstellplatz und dem Tor die Bewirtschaftung dieses Friedhofbereichs erleichtert werden. Die Landfrauen übernehmen die Kosten für einen Ständer für Gießkannen. Die Gemeinde bezahle die Verankerung des Ständers im Boden.

Außerdem wünschen die Ortschaftsräte, dass ein Platz zwischen Oberrotweil, Burkheim und Bischoffingen mit einer Installation aufgewertet wird. Dabei sollten Besonderheiten der Ortsteile und der gemeinsame Vogtsburger Gedanke zum Ausdruck gebracht werden. Landerer hofft auf die Unterstützung der anderen Orte. Aus touristischer Sicht sei es auch erfreulich, dass sich auf der Mondhalde etwas tut. Einige Ebenen unterhalb des Rastplatzes soll ein Parkplatz eingerichtet werden. Außerdem will Landerer mit der Firma Aufwind die Kosten für einen neuen, beziehungsweise für die Sanierung des alten Weinlehrpfades ermitteln, weil einige Schilder unlesbar seien. Ihm schwebt ein neuer weinkultureller Lehrpfad vor, der die Geschichte des Weins behandelt.

Neues Tor zum hinteren Friedhofsbereich

Viele Eltern wünschten, dass im Schwimmbad ein Sandkasten für Kinder aufgestellt wird, sagte Landerer. Die Ortschaftsräte stimmten dem Vorhaben zu, wiesen jedoch darauf hin, dass ein Sonnenschutz und eine Abdeckung gegen Katzen erworben werden müssten.

Angeregt wurde über die Verkehrssituation in der Eisentalstraße diskutiert. Mehrere Räte wünschen, dass Alternativen zum aktuellen Zustand, wie eine Einbahnstraße oder eine Geschwindigkeitsbeschränkung, geprüft werden sollten, weil viele zu schnell fahren würden. Bürgermeister Schweizer wies darauf hin, dass alle Varianten bereits überprüft seien. Er räumte jedoch ein, dass das Schild, dass auf die Kinder hinweist, erneuert werden müsse. Ebenso sollten Schilder dieser Art im Oberrotweiler Ellenbuch angebracht werden, so Landerer.

Johannes von Gleichenstein forderte, dass das Bett des Krottenbachs gepflegt werden müsse. Der Bauhof soll damit beauftragt werden.

Autor: bbon