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05. Februar 2014

Der Mathe-Helfer für die Hosentasche

Am Schiller-Gymnasium lernen Schüler des Mathe-Vertiefungskurses mit einer App unter Anleitung eines Studenten der Hochschule.

  1. Mathe pauken mit der App (von links): Lehrerin Elvira Mechling, die Schüler Christian und Jan - Student Manuel Jilg gibt Hilfestellung, wenn es nötig ist. Foto: Bild honorarfrei

  2. Mathe pauken mit der App (von links): Lehrerin Elvira Mechling, die Schüler Christian und Jan - Student Manuel Jilg gibt Hilfestellung, wenn es nötig ist. Foto: Bild honorarfrei

OFFENBURG (BZ). Elf Schülerinnen und Schüler des Mathe-Vertiefungskurses am Schillergymnasium üben in diesem Schuljahr auch mit der Mathe-App der Hochschule Offenburg. Der Student Manuel Jilg unterstützt sie dabei.

Eigentlich herrscht am Offenburger Schillergymnasium absolutes Handyverbot. Doch alle sechs Wochen, am Montagvormittag, sind Smartphones und Tablets ausdrücklich erlaubt: Im freiwilligen Mathe-Vertiefungskurs von Elvira Mechling lernen elf Schülerinnen und Schüler aus den elften Klassen mit der Mathe-App "Massmatics". Die App wird seit diesem Wintersemester in den so genannten Brückenkursen der Hochschule Offenburg eingesetzt, um neue Studierende auf die Matheanforderungen im Studium vorzubereiten. Der Wirtschaftsinformatik-plus-Student Manuel Jilg unterstützt die Schüler dabei: "Heute gehen wir die Gleichungen durch. Mit der App läuft das ganz gut – der Umgang mit Smartphone und Tablet macht einfach mehr Spaß."

Der 22-Jährige, der später selbst als Lehrer arbeiten möchte, macht derzeit sein Praxissemester im "MINT-College" der Hochschule. Hier werden Unterstützungs- und Förderkurse gebündelt, welche die Hochschule im Bereich Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (MINT) anbietet, um die Studierbarkeit dieser Fächer zu erleichtern – dafür stellt das Bundesministerium für Bildung und Forschung eigens Gelder bereit.

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Dazu gehört auch die Mathe-App, die dabei hilft, Matheaufgaben zu lösen, indem sie nach Bedarf Lösungswege zeigt und Tipps gibt. "Die App ist abwechslungsreich und man kann selbstständig auf die Lösungen kommen", sagt Lucas, der sich nach dem Abi vorstellen kann, etwas "in Richtung Mathe oder Physik" zu studieren. Seine Banknachbarn Christian und Jan wissen noch nicht, was sie studieren möchten, haben aber Spaß an Mathe. "Hier im Vertiefungskurs, der ja ein freiwilliges Zusatzangebot ist, haben wir schon gute Leute", lobt Elvira Mechling. Und weil das "Schiller" als eine der MINT-freundlichen Schulen in Baden-Württemberg ausgezeichnet wurde, gibt es schon länger vertiefte Kooperationen mit der Hochschule.

Gisela Hillenbrand, die sich bereits einmal in der Woche am Schillergymnasium in der Mathe-Hausaufgabenbetreuung engagiert, hat im Informationszentrum der Hochschule an der Entwicklung des 500 Aufgaben starken App-Pakets mitgearbeitet. Sie erhofft sich von der Kooperation Erkenntnisse darüber, wie nahtlos die App auch schon in der Schule als Vorbereitung auf das Studium eingesetzt werden kann: "Manuel Jilg bearbeitet hier mit den Schülern das Pensum, das wir an der Hochschule kompakt in zwei Wochen haben." Allerdings sei diese Zeit oft knapp bemessen, um fehlenden Stoff oder Lücken aufzuholen – durch die App sei ein vorbereitender Einsatz in der Schule möglich. Auch wenn die Schüler noch nicht alle wissen, was sie nach dem Abi studieren möchten: Den Besuch einer Vorlesung an der Hochschule haben sie schon geplant.

Weitere Infos im Internet http://www.hs-offenburg.de/mathe-app

MATHE-APP TESTEN

Wer die Mathe-App der Hochschule ausprobieren möchte, kann noch bis Donnerstag, 6. Februar, am Stand von Massmatics UG und der Hochschule Offenburg auf der Messe "Learntec" in Karlsruhe vorbeischauen. Der Vorbereitungskurs der Hochschule ist dort für den eureleA-Award 2014 nominiert.  

Autor: bz

Autor: bz