Kindergarten muss vermessen werden

Ralph Fautz

Von Ralph Fautz

Mi, 08. August 2018

Pfaffenweiler

Pfaffenweilers Gemeinderat stimmt aktualisierter Bedarfsplanung für Kinderbetreuung zu.

PFAFFENWEILER. Die Fortschreibung der kommunalen Bedarfsplanung für die Kinderbetreuung beschloss in seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause der Gemeinderat in Pfaffenweiler einstimmig und ohne Enthaltungen. In die Planung aufgenommen sind nun 105 Plätze im Gemeindekindergarten mit allen fünf Gruppen für Kinder zwischen drei Jahren und dem Schuleintrittsalter sowie 19 Plätze für Kinder unter drei Jahren in den Kleingruppen, wovon drei teilbar sind. Bis der Beschluss gefasst werden konnte, mussten die Räume neu vermessen werden, da die Raumgröße entscheidend für die Zahl der Betreuungsplätze ist.

Im Mai 2017 war der Gemeinderat davon ausgegangen, dass ein stufenweiser Ausbau der Kapazitäten für die vorschulischen Betreuungsangebote um fünf Plätze ausreichend sei. Diese Plätze hätten, so der Stand damals, bei Bedarf auf acht erweitert werden können, weswegen damals acht weitere Plätze in die im Mai 2017 beschlossene Bedarfsplanung aufgenommen wurden. Schon während des Umbaus der Räume habe sich aber gezeigt, so das Rathaus auf Nachfrage, dass ohne stufenweisen Ausbau alle verfügbaren Krippenplätze benötigt würden.

Neue Betriebserlaubnis wurde notwendig

Für die neu beschlossene Krippengruppe wurde eine neue Betriebserlaubnis durch das Landesjugendamt benötigt. Es stellte aber auch die bestehende Gruppe auf den Prüfstand mit dem Resultat, dass die Gemeinde für die komplette Einrichtung eine neue Betriebserlaubnis beantragen musste. Grundlage hierfür sei auch die Raumgröße gewesen, so das Rathaus.

In einem ersten Schritt wurde zunächst die bestehende Gruppe mit den neun Krippenplätzen genehmigt, sodann die neue zweite mit acht Plätzen. Aktuell könne – so der neueste Stand in der jüngsten Ratssitzung – für die neue Gruppe eine Erweiterung auf zehn Plätze erreicht werden. Möglich macht dies der Umstand, dass die Räume des Bistros außerhalb der Essenszeiten weitestgehend der Gruppe zur Verfügung stünden, wie das Rathaus mitteilt. Ursächlich ist, wie bereits erwähnt, der Faktor Raumgröße.

Bis es soweit war, stand die Gemeinde vor einem anderen Problem, wie in der Ratssitzung deutlich wurde: Nach mehreren Umbauten, die teils länger zurücklagen, seien keine Bestandspläne mehr für die zwei Kindergartengebäude vorhanden gewesen, aus denen die Raumgröße verbindlich hervorginge. Diese sei jedoch essentiell für die Gruppengröße. Die Gemeinde beauftragte daher Willi Wagner mit dem Anfertigen aktueller Pläne. Der Architekt war zuletzt mit Umbauarbeiten im Kindergarten beauftragt gewesen.

Auf Grundlage dieser neuen Pläne hätten sich geringfügige Änderungen ergeben, sagte Harry Schumacher von der Gemeinde Pfaffenweiler: Die Gruppe vier der Drei- bis Sechsjährigen, die im Erdgeschoss des Ostgebäudes untergebracht seien, verkleinere sich um einen Platz auf 21 Kinder. In der Gruppe eins, die im Erdgeschoss des Westgebäudes einquartiert sei, habe nun mit 21 Plätzen einen mehr.

Die Gemeinde schreibt die bestehende Bedarfsplanung fort und aktualisiert die Zahlen anhand der in Pfaffenweiler lebenden Kinder.