Sturm Burglind stürzt zahlreiche Bäume um

Theresa Steudel

Von Theresa Steudel

Mi, 03. Januar 2018 um 17:32 Uhr

Bad Säckingen

Burglind war auch im Kreis Waldshut unterwegs. Hauptsächlich mussten Bäume geräumt werden, Straßen wurden gesperrt und der Strom fiel aus.

Bad Säckingen

In Bad Säckingen war die Feuerwehr mit 30 Mann im Einsatz, und das über 25 Mal. Vor allem aufgrund von Bäumen, die bereits umgefallen waren oder die drohten, umzuknicken – sowohl im Bad Säckinger Umland als auch in den Ortsteilen. An der Rippolinger Straße fiel beim Beseitigen eines umgeknickten Baumes ein weiterer um – auf ein beistehendes Auto. Der Fahrer wurde leicht verletzt, konnte von den Einsatzkräften aber geborgen und dem Rettungsdienst übergeben werden. In Rippolingen und Harpolingen ist der Strom ausgefallen. "Wahrscheinlich noch die ganze Nacht", informierte Kommandant Tobias Förster. Die Feuerwehr informierte die Bewohner mit Durchsagen über Lautsprecher und stellt in den Feuerwehrgerätehäusern eine Notversorgung sicher. "Wir verteilen heißes Wasser und stellen zur Not auch eine Übernachtungsmöglichkeit", so Förster

Hotzenwald

Im Hotzenwald waren fast alle Feuerwehren in allen drei Gemeinden vor allem am Vormittag im Einsatz. Laut Isabelle Butz, Hauptamtsleiterin in Görwihl, lief parallel zu den Wetterkapriolen auch ihr Telefon Sturm. Bei den Förstern gingen Anrufe wegen gestürzter Bäume auf Waldwegen oder Freileitungen ein. Nach Ansicht von Förster Werner Gebhard hatten die Bäume vor allem aufgrund der nassen Böden keinen Halt. Strecken zwischen Görwihl und Segeten sowie zwischen Engelschwand und Wehrhalden mussten zeitweise gesperrt werden. Auf der K6531 zwischen Strittmatt und Todtmoos waren mehrere Autos und ein Bus von Bäumen eingekeilt.

Besonders vom Stromausfall betroffen waren südliche Teilorte Rickenbachs, die teilweise bis in die Nachmittagsstunden keinen Strom hatten. Im Rickenbacher Rathaus gab es am Vormittag personell nur eine Notbesetzung, weil der Strom auch dort ausgefallen war. In Herrischried hatte sich Gesamtkommandant Christian Dröse gegen Mittag dazu entschlossen, Gemeindealarm auszulösen. Ab 12.25 Uhr waren demnach alle Abteilungen mit insgesamt rund 65 Mann im Einsatz. Neben einem umgestürzten Baum am Schellenberg, der auf eine Stromleitung gefallen war, gab es in Wehrhalden auch einen Kaminbrand.

Laufenburg

Die Laufenburger Feuerwehr versuchte hauptsächlich, die L151a freizuhalten, da die L151 gesperrt war. 71 Einsatzkräfte hatten gemeinsam mit dem Technischen Hilfswerk eine Führungsgruppe gebildet und mussten neunmal ausrücken. Bei einem größeren Einsatz im Laufenburger Stadtteil Grunholz wurden drei Bäume von einem Hausdach entfernt. Einen weiteren Baum, der drohte umzustürzen, fällte die Feuerwehr kontrolliert. Verletzt wurde niemand, die Stromleitung und ein Auto nahe des Hauses wurden allerdings beschädigt. "Ansonsten hatten wir Bäume auf Autos, Bäume auf der Straße, umgeknickte Strommasten oder Trampoline, die umherflogen", so Kommandant Markus Rebholz.

Murg

In Murg teilte Feuerwehrkommandant Stefan Fräßle mit, dass sein Team mit 40 Mann und sechs Fahrzeugen im Einsatz war. Sieben Mal mussten sie ausrücken, vor allem aufgrund umgefallener Bäume oder Bäche, die über die Ufer getreten und Abflussflächen, die verstopft waren. Zwischen Hänner und Hottingen auf der L151 musste eine Person aus ihrem Fahrzeug befreit werden, das zwischen Bäumen eingeklemmt war.

Wehr

In Wehr war die Feuerwehr den kompletten Tag mit den Sturmschäden beschäftigt – allerdings nur mit kleineren Dingen, wie Feuerwehrkommandant Nicolo Bibbo auf Anfrage der BZ bekannt gab. Umgefallene Bäume sorgten dafür, dass auf den Straßen Richtung Dossenbach, Bergalingen und Todtmoos für drei bis vier Stunden nichts mehr ging, weil die Strecken voll gesperrt werden mussten, um die Bäume von der Fahrbahn zu schaffen. "Gott sei dank ist niemandem etwas passiert", zeigte sich Bibbo glücklich, dass es trotz Sturms keine Verletzten zu beklagen gab.

Vier Mal rückte die Wehrer Feuerwehr aus, um abgedeckte Dächer zu sichern, Schwerpunkte waren Meierhof und Todtmooser Straße. Um eine umgestürzte Tanne auf dem Talschulplatz kümmerte sich der städtische Bauhof. "Die Tanne war gesichert – aber der Sturm war stärker", so Bibbo. Überschwemmungen habe es keine gegeben. Mit starken Regenfällen rechnet Bibbo für den heutigen Donnerstag, eine akute Gefahr bestehe zwar nicht, aber die Hasel führe schon relativ viel Wasser.

Todtmoos

An der Hauptstraße in Todtmoos riss der Sturm eine große Werbetafel weg sowie mehrere Bäume. Kreisstraßen mussten zeitweise gesperrt werden.